Region Hannover

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  • Vera König
    Vera König    Premium Member   Group moderator
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    Trotz Sparkurs: OB Weil bekennt sich zu Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort
    Die Stadt Hannover hat gerade ihren Etat 2010 und den Sparkurs der kommenden Jahre vorgestellt. Ein finanzielles Desater droht. Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) sieht die Zukunft "rabenschwarz". Im Jahr 2013 werden alte und neue Kassenkredite die kaum vorstellbare Summe von 855 Millionen Euro erreichen.
    Wichtig für Unternehmen: Der Verwaltungschef gibt das Versprechen ab, die Gewerbesteuer werde weder jetzt, noch in den kommenden Jahren abngehoben. Und er bekennt sich zum Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort. Hier wesentliche Auszüge aus seiner Haushalltsrede:

    Der Treibstoff für die Ökonomie der Zukunft ist die Wissenschaft. Die Qualität der wissenschaftlichen Einrichtungen, die Attraktivität des Standortes für Studierende, für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kann in seiner Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.
    Deshalb bin ich über die Entwicklung der Wissenschaftslandschaft in unserer Stadt sehr erfreut:

    Wir haben ein großes wissenschaftliches Potential an den unterschiedlichen Hochschulen unserer Stadt und deren Zusammenarbeit wird stetig besser. Das Potential für eine erfolgreiche Bewerbung im Rahmen der Exzellenz-Initiative der Bundesregierung ist sicherlich da, und ich bin gespannt, ob ein solcher Antritt gelingt. Das Schloss in Herrenhausen wird nicht nur eine Touristenattraktion, sondern vor allem auch ein Wissenschaftszentrum. Mit dieser Plattform können wir das große wissenschaftliche Potential in unserer Stadt künftig viel besser auch nach außen zeigen und ich bin überzeugt davon, Hannover wird von dieser hervorragenden Initiative der VW-Stiftung außerordentlich profitieren. Deswegen freut es mich auch, dass die Entscheidung für das Schloss hier im Rat weitgehend einhellig gefasst worden ist. Über die strategische Bedeutung dieses Vorhabens besteht Einvernehmen.

    Wie bereits gesagt: Die Wissenschaft wird auch eine zunehmende Bedeutung für den Wirtschaftsstandort gewinnen. Ein guter Teil der Tätigkeit von Hannoverimpuls besteht darin, diese Verknüpfung herzustellen und in junge Unternehmen mit Perspektive umzusetzen. Mehr als 12 000 Arbeitsplätze sind in den vergangenen Jahren mit Hilfe von Hannoverimpuls entstanden und man kann dieses ambitionierte Vorhaben als einen vollen Erfolg bezeichnen. Deswegen bin ich auch sicher, dass Hannoverimpuls keine Episode bleiben wird, sondern wir in absehbarer Zeit die Entfristung beschließen werden.

    Unter den verschiedenen Wirtschaftsbranchen mit guten Zukunftsaussichten in Hannover gebührt der Gesundheitswirtschaft, so meine ich, ein besonderer Augenmerk. Die Medizinische Hochschule hat in den vergangenen 10 Jahren wirklich eine atemberaubende Entwicklung genommen und ihre wissenschaftliche Exzellenz macht sie zunehmend zum gesuchten Partner für Unternehmen. Wir befinden uns in einem engen Kontakt mit der MHH hinsichtlich ihrer weiteren Entwicklung, von der die ganze Stadt profitiert.

    Dasselbe gilt für die Leibniz-Universität mit den Ingenieurwissenschaften und für die Tierärztliche Hochschule, die ebenfalls in diesem Segment über besondere Qualitäten verfügen.

    Wir haben in der nächsten Woche eine wichtige Entscheidung für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes Hannover zu treffen. Ich spreche von der Ansiedelung des Forschungszentrums von Boehringer Ingelheim.
    Ich will ausdrücklich festhalten: Der Rat geht hier sehr verantwortungsvoll mit dieser Entscheidung um. Nach allen uns vorliegenden Informationen besteht kein Zweifel an der Sicherheit und Umweltverträglichkeit des geplanten Forschungszentrums. Und bei allem Respekt vor den ethischen Bedenken von Tierschützern ist auch darauf hinzuweisen, dass die dort geplante Entwicklung von Impfstoffen dazu beitragen wird, die Gesundheit und das Leben von Tieren zu erhalten, die heute zum Schutz vor Infektionen getötet werden. Nochmals: Ich habe selten eine so gründliche Abwägung von Pro und Contra im Rahmen einer Bauleitplanung erlebt. Deswegen können wir für unsere Meinung denselben Respekt in Anspruch nehmen, den die Kritiker für ihre Auffassung geltend machen.

    Natürlich entstehen Arbeitsplätze nicht nur in wissenschaftsnahen Einrichtungen und Unternehmen. Deswegen begrüße ich sehr die Überlegungen der Hannover Holding, dass Kerngeschäft der Wirtschaftsförderung in der Region weiter zu stärken. Gerade in der Wirtschaftsförderung sind wir in den vergangenen Jahren in der Region eng zusammen gerückt. Das wird künftig auch räumlich der Fall sein, wenn unsere Wirtschaftsförderung und die der Region in das TCH an der Vahrenwalder Straße einziehen und wir damit ein starkes Zentrum der gemeinsamen regionalen Wirtschaftsförderung in Hannover haben werden.

    Wir müssen uns anstrengen. Denn wir haben in diesem Jahr eine Anzahl schlechter Nachrichten zu verkraften gehabt. Der fortdauernde Stillstand am Ihme-Zentrum gehört ebenso dazu, wie die Sorgen um die Zukunft der Gilde-Brauerei und erst recht die alarmierenden Auseinandersetzungen bei der Conti. Es sind nicht wenige Baustellen, die sich für das nächste Jahr vorhersehen lassen und auf den meisten kann die Stadt nicht unmittelbar Einfluss nehmen

    Bei allem notwendigen Problembewusstsein muss uns aber bewusst sein, dass Hannover diese Themen aus einer Position der inneren Stärke heraus angeht. Zu den erfreulichen Nachrichten der vergangenen Monate zählen ganz sicher die Ergebnisse einer großen Umfrage zur Zufriedenheit der Menschen in unserer Stadt. Von einer hervorragenden Basis aus ist noch einmal eine Steigerung der Werte zu verzeichnen gewesen. Fast 90 % der Befragten sind sehr zufrieden oder zufrieden mit ihrem Leben in Hannover. Das ist gerade auch im Städtevergleich ein hervorragender Wert.

    Ich freue mich über die anhaltende Modernisierungswelle unserer Innenstadt. Sichtbarstes Vorhaben: Der Umbau des Kröpcke-Zentrums. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse des Diskussionsprozesses zur City 2020 und überzeugt davon, dass wir Schritt für Schritt die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt weiter verbessern können. Der neue Opernplatz ist dafür ein besonders gutes Beispiel und ich freue mich, dass dieser Platz so gut von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen angenommen wird, die jetzt auch dort gut miteinander auskommen.

    Das alles ist Ausdruck der Lebensqualität in unserer Stadt, die wir natürlich auch vor allem dem reichhaltigen kulturellen Angebot zu verdanken haben. Der neue Museumsbetrieb im Schloss Herrenhausen und der Ausbau des Sprengel Museums sind jeweils anspruchsvolle Vorhaben, die diesem Ziel dienen. Neue Besucherrekorde in Herrenhausen und der überragende Erfolg der Ausstellung „Marc, Macke und Delauny“ mit mehr als 250 000 Besucherinnen und Besuchern hat die Kulturbegeisterung vieler Hannoveranerinnen und Hannoveraner und vieler auswärtiger Gäste eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ich glaube, wir sind gut beraten, auf diesem Weg weiterzumachen.
















































    Dramatische Entwicklung in den letzten zwölf Monaten



    Haushalt im Umfeld verschiedener Krisen







    Kein Ende der Wirtschaftskrise


    Krise der öffentlichen Finanzen













    Schwindendes Vertrauen in Politik


















    Kommunales Krisenmanagement: Ungeschminkte Analyse und konkrete Vorschläge









    Hohe Einnahmeverluste






    Haushaltskonsolidierung dominantes Thema der nächsten Jahre





    Keine vollständige Kompensation der Steuerausfälle kurzfristig möglich













    Ambitionierte Vorschläge








    Belastungen für Bürger unvermeidbar










    Bestätigung von Schwerpunkten













    Keine Schließung öffentlicher Einrichtungen

















    Kein Sparen bei Kindern und Jugendlichen





















    Ausbau der Kinderbetreuung















    Stabilität von Gewerbe- und Grundsteuer






















    Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Hannover sichern














    Fortsetzung der Sanierung von Schulen und Kitas








    chulsanierung verbindet diverse Vorteile
























    Keine zusätzlichen Kredite im Vermögenshaushalt








    Politischer Wille der Landesregierung entscheidet über Schulsanierung































    Forderung: Gleichbehandlung von Kommunen und Land






























    Stadtentwicklung mehr als ein Haushaltsplan







    Ausbau von Ganztagsschulen notwendig






















    Anhaltende Nachfrage nach Gesamtschulen
































    Strategische Bedeutung der Wissenschaft für Hannover



























    Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft schafft Arbeitsplätze









    Besondere Bedeutung der Gesundheitswirtschaft











    Verantwortungsbewusster Umgang mit Boehringer-Ansiedlung















    Optimierung der Wirtschaftsförderung


































    Hohe Zufriedenheit der Hannoveraner/innen















    Modernisierung der Innenstadt setzt sich fort








    Große Resonanz auf Kulturangebot














    Problembewusstsein und Selbstbewusstsein







    Konsens in wesentlichen Fragen der Stadtentwicklung
  • Rolf Krumbein
    Rolf Krumbein    Premium Member   Group moderator
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    Re: Trotz Sparkurs: OB Weil bekennt sich zu Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort
    "uppps"

    Mein Motto: " Hannoveraner müssen zusammenhalten"

    Hier in Hannover existiert ein enormes Kreativpotential (oftmals nur Einzelkämpfer) – Eine meiner Visionen ist es Hannover als Zentrale für 3D-Produktionen, Visualisierungen, innovative Darstellungen im Web etc. auszubauen – und gemeinsam nach außen aufzutreten. Dies kurzfristig Umzusetzen fehlt mir allerdings im Augenblick die Zeit.

    Man hört von einander – Wünsche allen noch frohes Schaffen

    http://www.rk4web.de

    Rolf Krumbein
  • Vera König
    Vera König    Premium Member   Group moderator
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    Re^2: Trotz Sparkurs: OB Weil bekennt sich zu Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort
    Hallo, Herr Krumbein!

    Beim Versuch, ein Netzwerk aus Visualisierern aufzubauen, wünsche ich Ihnen ganz viel Erfolg!
    Damit der gegeben ist, kann ich Ihnen vielleicht mit einem Kontakt helfen (wenn Sie ihn nicht schon kennen): Tim Feike. Seine Firma ist ein start-up, gefördert von hannoverimpuls, und hat sowohl Yukon Bay umgesetzt wie das Schloss Herrenhausen.
    Fröhliche Grüße

    Vera König
  • Rolf Krumbein
    Rolf Krumbein    Premium Member   Group moderator
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    Re^3: Trotz Sparkurs: OB Weil bekennt sich zu Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort
    Schönen guten Tag Frau König,

    Danke für den Tip. Ich kenne die Hannoversche Firma Virtualpix sehr gut. Sowohl im Bereich der Architekturvisualisierung, als auch in der Aus- und Weiterbildung ist sie für Hannover wohl eine "sprudelnde Quelle" von Kreativkräften.

    Meine Vision umfasst den geamten Bereich der 3D-Produktion. Ich denke dabei an die Produktion von Animationsfilmen (wie etwa Soulpix, hier aus Hannover) oder auch an die 360°-Darstellungen von Herrn Kruse. Auch ich bin von den Möglichkeiten der 360°- Darstellungen und der Flashprogrammierungen fasziniert und werde das weiter ausbauen.

    Ein weiterer großer und innovativer Bereich ist der 3D-Druck. Ich habe kürzlich das neue Rathaus sowohl als texturiertes 3D-Modell auf eigene Rechnung „gedruckt“, als auch ein in Glas gelasertes Modell davon erstellt. (- http://www.rk4web.de -)

    "3D" allgemein bietet noch ganz andere, völlig "Neue Wirtschaftliche Möglichkeiten und Chancen" -

    --- Chancen für Hannover !!?!!! ---

    Ich wünsche allen einen angenehmen Arbeitstag

    Rolf Krumbein