Regionalforum Jena | RegiOstthüringen

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  • Steve Rückwardt
    Steve Rückwardt    Premium Member   Group moderator   Ambassador
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    FCC trennt sich von van Eck und Linke
    Trainer und Sportdirektor müssen gehen. Nachfolger René van Ecks soll Mark Zimmermann werden. Weiterer Kandidat soll Marc Fascher sein.

    Der FC Carl Zeiss Jena hat in knapp zwei Jahren fünf Trainer und drei Sportdirektoren verschlissen. Hinzu kommen noch unzählige „geniale“ Spielertransfers - Kontinuität sieht anders aus.

    Die Sportdirektoren

    Ein besonderes Kapitel beim FC Carl Zeiss Jena. Sportdirektor Olaf Holetschek gelang es gemeinsam mit Trainer Heiko Weber, das Team im Jahr 2006 in die 2. Bundesliga zu führen. Nach einer schwachen Hinrunde und dem verpatzten Rückrundenstart wurde Holetschek von seiner Aufgabe entbunden; mangelnde Nähe zur Mannschaft wurde ihm vorgeworfen. Wenige Wochen später aber wurde Olaf Holetschek unter dem neuverpflichteten Chefcoach Frank Neubarth Co-Trainer – schließlich kenne Holetschek das Team und könne Neubarth bei dessen Job helfen – eine Posse ersten Grades!

    Nun trifft es also Carsten Linke, der den wenig erfolgreichen Lutz Lindemann beerbte. Der genialste Coup Linkes war wohl die Verpflichtung von Silvio Schröter. Während die Mannschaft im Angriff dringend Verstärkung benötigt hätte, wurde in der Winterpause der bundesligaerfahrene Silvio Schröter (offensives Mittelfeld) vom MSV Duisburg an die Saale geholt. Gute Sache, könnte man meinen, wäre Schröter sofort einsatzfähig gewesen. Doch Silvio Schröter laboriert noch immer an einer hartnäckigen Verletzung an der Patellasehne...

    Wie verzweifelt oder blauäugig muss man sein, wenn man verletzte Spieler einkauft? War zu Saisonbeginn nicht genug Geld vorhanden, eine fähige Truppe zusammenzustellen? Jena, dieser stolze Fußballverein, verkommt mehr und mehr zur Lachnummer.

    Die Trainer

    Einst erfolgreich, bekam Heiko Weber im April 2007 die Tücken des Geschäfts zu spüren. Mit dem Erfolg verschwanden auch die Schulterklopfer. Übrig blieb ein Team auf einem Abstiegsplatz, dass dort zu Beginn keiner der Verantwortlichen sah. Rückblickend kann man sagen, man hatte sich gnadenlos überschätzt.

    Auf Weber folgte Neubarth, der dann von Ivanauskas abgelöst wurde. Immer schneller drehte sich das Trainerkarussell – es schien, als würde die Vereinsführung auswürfeln, wer als nächster mal darf. Nach Henning Bürger („Klares Bekenntnis zur Jugend!“) kam mit René van Eck ein Trainer nach Jena, der den Eindruck erweckte, tatsächlich Trainer zu sein.

    In den Übungseinheiten vermittelte er Kenntnisse; Balltechnik, Raumaufteilung und Passspiel ließ er wieder und wieder trainieren.

    Und plötzlich keimte Hoffnung auf. Jena stieg aus dem Tabellenkeller höher und höher und landete am 17. Spieltag sogar auf Platz 11. In der Winterpause dann die vollmundige Ankündigung, in der Rückrunde „den einen oder anderen großen der Liga noch ärgern zu wollen“.

    Doch gelang es van Eck abschließend nicht, die Probleme im Sturm sowie der Defensive in den Griff zu bekommen. Heftigst rang René van Eck um Stabilität in der Abwehr. Auch weil Jena die Schießbude der 3. Liga ist, muss er nun gehen. Dabei vergeigten ganz andere den Saisonstart des FCC. Leistungsträger wie Alex Maul wurden aussortiert - obwohl Maul bleiben wollte.

    Der Ausblick

    Nun also soll es Zimme richten. Der bei den Fans beliebte Ex-Spieler des FC Carl Zeiss Jena agiert nicht zum ersten Mal als Interimscoach. So betreute er das Team im Pokal gegen Frankfurt (1:0) sowie beim Punktspiel in Offenbach (1:2). Die Frage bleibt, wer ihm folgen soll oder – warum er „nur“ als Übergangslösung herhalten soll? Möglicherweise wird Zimermann nur so lange als Interimscoach arbeiten, bis die Verhandlungen mit Marc Fascher, der zuletzt in Emden und Siegen arbeitete, zu einem erfolgreichen Ende geführt werden. Wäre aber Zimmermann nicht ein echter Kandidat für einen Job, den eigentlich keiner will? Zimme duckt sich nicht weg, Zimme macht. So wie als Spieler könnte er jetzt als Trainer einigen dieser sogenannten Profis mal ordentlich die Hammelbeine lang ziehen. Zeit wird es, dass sich endlich jemand an diese Aufgabe herantraut. Wenn ein Trainer nach sieben erfolglosen Spielen gefeuert wird, dann sollte es auch möglich sein, sich von einem Stürmer zu trennen, der seit Wochen kein Tor mehr erzielt hat. Schlimmer kann es nicht mehr werden. Aber wie oft haben wir das in den letzten zwei Jahren in Jena schon gedacht? Traurig.

    Und schon wittern die Stadionbau-Gegner Morgenluft. Lachen sich kaputt über einen Verein, der zuletzt noch 5.000 Zuschauer ins Stadion lockte, aber munter von einer 20.000-Mann-Arena träumt. Magdeburg wäre nicht das einzige Beispiel für ein schmuckes Stadion eines Viertligisten... Dieser permanenten Rufschädigung des Vereins muss endlich Einhalt geboten werden.

    Wer aber trägt die wirkliche Verantwortung für die Talfahrt des FC Carl Zeiss Jena? Die begann weit vor dem Engagement von van Eck und Linke. Also scheiden die als vermeintliche Verursacher aus.

    Es wird Zeit, die Fehler der Zeit der Höhenflüge unter Präsident Rainer Zipfel aufzuarbeiten. Jene Zeit der Russeninvestoren, die den FCC mittelfristig in die 1. Bundesliga führen wollten und maßgeblich an einer verkorksten Zweitligasaison beteiligt waren, die den Abstieg in die 3. Liga zur Folge hatte.

    Und nun? Wenn sich Präsident und Vorstand wieder mit Allgemeinplätzen erklären und eine sachkundige Analyse der begangenen Fehler vermissen lassen, könnte sich in Jena ein heißer Fußballfrühling entwickeln. Denn Jena ist seit seinem Aufstieg in die 2. Bundesliga unter welchem Trainer auch immer und egal in welcher Spielklasse immer die Schießbude der Liga. So blind kann niemand sein, dies nicht zu erkennen. Noch dazu, wenn man Verantwortung für diesen Verein trägt.

    Statt zu handeln, tönt man lustig in die Welt hinaus. Wie war das noch Ende Januar? In der Rückrunde wolle man dem einen oder anderen Großen der Liga ein Bein stellen? Welch Hohn angesichts der aktuellen Tabellensituation!



    Text: Jens Mende

    Quelle: jenanews.de
  • Tobias Stepper
    Tobias Stepper
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    Re: FCC trennt sich von van Eck und Linke
    Zur Ergänzung:

    Seit Dienstag leitet Marc Fascher das Training des Drittligisten.

    Der 40-jährige Hamburger, der zuvor als Trainer Verantwortung beim BSV Kickers Emden und den Sportfreunden Siegen trug, erhält zunächst einen Vertrag bis zum 30.06.2009. An seiner Seite wird Mark Zimmermann (35) weiterhin als Co-Trainer fungieren.

    Quelle: FC Carl Zeiss Jena
  • Ingo Kübeck
    Ingo Kübeck    Premium Member
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    Re: FCC trennt sich von van Eck und Linke
    Schade nur, dass sich das Präsidium bei den Personalentscheidungen immer dem externen Druck beugen muss. Zumindest hat das Peter Schreiber immer wieder betont.
    Rene van Eck ist in meinen Augen ein echter Macher, der unseren FCC sicher auch wieder aus der Krise herausgeholt hätte. Schauen wir mal, ob sprichtwörtlich die neuen Besen auch gut kehren.

    Ingo Kübeck
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  • Tobias Stepper
    Tobias Stepper
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    Re^3: FCC trennt sich von van Eck und Linke
    Rene van Eck als Sportdirektor, das wäre einer der auf der Position vielleicht der Richtige wäre.
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