Rhetorik bis Dialektik
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Julia Sobainsky Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Die Stimme - geheimer Faktor für Karrierebeschleuniger oder Karrierekiller
140 Millisekunden dauert es nur, bis das menschliche Gehirn eine menschliche Stimme ausgewertet hat. Ob wir sprechen, singen, schreien, seufzen oder stöhnen – das menschliche Gehirn verarbeitet jedes artikulierte Wort in Windeseile.
Unsere Stimme ist also nicht nur ein stimmungsvolles, sondern vor allem auch ein verräterisches Instrument. Denn neuesten Untersuchungen zu Folge verrät sie so einiges über ihren Besitzer: Biologisches Alter (also das Alter, was Ihr Körper aufweist, nicht Ihr alter auf dem Personalausweis), Charaktereigenschaften, momentane Stimmung aber auch grundsätzliche psychologische Merkmale wie Extraversion(nach außen gerichtetes, kontaktreiches Verhalten), Offenheit für Erfahrungen, soziale Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus (gespannt, ängstlich, nervös, launisch, empfindlich, reizbar und furchtsam) – also die „Psychologischen Big Five“. (Unsiversität Lausanne und Berlin).
Wie das kommt? Die Schaltzentrale - unser Gehirn – gibt Befehle u.a. an die Muskulatur im Körper. So sorgt Stress für Spannungsverlust in den Muskeln, was jüngst an der Sporthochschule Köln in einer Untersuchung zum sog. „Myostatik-Test“ nachgewiesen wurde.
Wenn nun eine Person selbst unter minimalem Stress steht, hat dies Auswirkungen auf die Muskulatur. Da die Stimmbänder ein Muskel sind, wird der Stress also „hörbar“, genauso, wie andere Gefühle auch.
Doch wie kann der Gesprächspartner den Stress „hören“? Grund sind die Spiegelneurone. Über neuronale Verschaltungen sind wir alle in der Lage, Wahrnehmungen unseres Gegenübers nachzuvollziehen. Ich kann also „fühlen, was du fühlst“ (Vergl. Buch „Warum ich fühle was du fühlst“ von Prof. Joachim Bauer, Hoffmann & Campe Verlag 2005).
Wir alle achten auf unsere Worte, wenn wir sprechen. Wir achten auf unsere Mimik und unsere Körpersprache, wenn wir unserem Gesprächspartner gegenübertreten. Unsere Kleidung sitzt, genauso wie unsere Frisur. Unsere Stimme macht die Bemühungen möglicherweise in Sekundenbruchteilen zu Nichte.
Zeit, das zu überdenken.
Vielleicht möchten Sie:
Der eigenen Stimme mehr Bedeutung beimessen.
Die eigene Stimme besser kennenlernen – auch unter psychologischen Gesichtspunkten Ihre Wirkung erforschen.
Die eigene Stimme gezielt so durch Übungen verändern, dass sie „für mich“ und nicht „gegen mich“ und meine Ziele arbeitet.
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Herzlich Willkommen!
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- 12 Apr 2011, 10:24 am
