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  • Ronny Fieber
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    Weimarer Film- und Fernsehtage (WFF) | 18.-22.06.2008
    Von einer Insider-Veranstaltung in Kooperation mit der Bauhaus-Universität zum öffentlichen Ereignis werden sich die Weimarer Film- und Fernsehtage (WFF) dieses Jahr entwickeln. Zum zweiten Mal kommen vom 18. bis 22. Juni Filmemacher und filmkünstlerischer Nachwuchs zu einem Branchentreffen zusammen, das für die Stadt Weimar weitaus mehr als nur kulturelle Bedeutung hat.

    Die Weimarer Film- und Fernsehtage richten sich besonders an in Weimar ansässige Filmproduktionsfirmen, aber auch an bekannte Filmemacher, die zu der Kulturstadt eine besondere Verbindung haben. Dazu werden im zum Beispiel im Kommunalen Kino im mon ami Produktionen gezeigt, die in Weimar spielen oder deren Macher hier ihre ersten filmischen Gehversuche wagten. Als Paradebeispiel sei hier die Sturmunddrangfilm GmbH genannt, die sich der Verfilmung von Klassikerstoffen wie "Die Leiden des jungen Werther" verschrieben hat. Der Film zu Goethes Briefroman wird in Weimar seine Vorpremiere erleben.

    Wie schon im Vorjahr sind die Weimarer Film- und Fernsehtage ohne die Bauhaus-Universität undenkbar. Sie ist nicht nur eine wissenschaftliche Institution, sondern auch ein bedeutender Medienproduzent, erklärt Rektor Gerd Zimmermann. Die Universität wirkt sehr stark auf Weimars Entwicklung zur Filmstadt ein und fungiere so nicht zuletzt auch als Wirtschaftsfaktor. "Die Universität hat eine Spur gesetzt." Eine Spur insofern, als sich die Stadt zur filmischen Arbeit der Universität bekennt und künftig in diesen Zweig investieren will. Von Kulturwirtschaft und -industrie ist in einem kurzem Austausch zwischen Oberbürgermeister Stefan Wolf und Gerd Zimmermann die Rede. Und als Strukturelement dieser Zukunftsbranche sei unbedingt der Film zu nennen. Nun gelte es, die Zusammenarbeit von Stadt und Uni zu festigen und weiterhin auszubauen. "Es lohnt sich, diesen Weg der Weimarer Film- und Fernsehtage weiterzugehen", weiß der OB. Das vergangene Jahr habe bereits gezeigt, dass Weimar zunehmend als Medienstandort, insbesondere im Bezug auf Filmaktivitäten, wahrgenommen wird.

    Die zweite Auflage der Film- und Fernsehtage findet zeitgleich mit dem von Studenten organisierten backup.festival statt. Letzteres wird gerne als Vorreiter für für die WFF begriffen. Wolfgang Kissel, Professor für Medienereignisse, betont: "Das alles hier wäre nicht möglich gewesen ohne zehn Jahre backup.festival."

    Informationen zum Programm unter http://www.filmtage-weimar.de


    Quelle: TLZ