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  • Holger Nißen
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    Volksabstimmung zu Stuttgart 21: BBU fordert Projektaufgabe und liefert Argumente
    Presse-Mitteilung des BBU:


    (Bonn, Stuttgart, 24.11.2011) Angesichts der bevorstehenden Volksabstimmung zu Stuttgart 21 in Baden-Württemberg am 27. November fordert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) das Aus für das heftig umstrittene Bahn-Projekt Stuttgart 21. Allein in Anbetracht von nicht ausgeräumten Betrugsvorwürfen gegenüber der DB AG durch Richter und Rechtsanwälte, in Anbetracht der abzuschätzenden gigantischen Kostensteigerungen, in Anbetracht ungeplanter zusätzlicher doppelter Grundwasserentnahme, in Anbetracht der Verletzung von Natur- und Denkmalschutzbestimmungen muss das Projekt Stuttgart 21 gestoppt und auf sämtlichen politischen Ebenen neu verhandelt werden.



    „Das Projekt bringt keinerlei Verbesserung gegenüber dem bestehenden Kopfbahnhof, mit ihm wird kein funktionierender, integrierter Taktfahrplan im Südwesten der Republik möglich sein und mit der angekoppelten Schnellbahnstrecke nach Ulm werden allenfalls wenige Minuten gewonnen, aber kein normaler Güterzug kann auf der Strecke fahren. Und wenn dann noch berücksichtigt wird, dass die Grund- und Heilwasserströme unter Stuttgart massiv gestört werden und dass für das Projekt ein umfangreiches Risikopaket mit Finanzierungs- und Realisierungsrisiken existiert, sollte das Projekt schnellstens aufgegeben werden!“, stellt Jürgen Rochlitz, langjährig im Expertenteam „Bürgerbahn statt Börsenbahn“ aktiv und Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des BBU, fest.



    Deswegen wünscht sich der BBU am 27. November ein deutliches Votum gegen unsinnigen angeblichen Fortschritt, gegen Geldverschwendung und gegen die Verschlechterung des Bahnverkehrs in Baden-Württemberg. Stattdessen fordert der BBU die Verbesserung des Personen- und Güterverkehrs in der gesamten Fläche des Bundeslandes Baden-Württemberg, wobei dem Güterverkehr eine deutliche Priorität eingeräumt werden sollte, damit endlich deutlichere Verlagerungseffekte von der Straße auf die Schiene stattfinden. Beim Personenverkehr schließt sich der BBU den auf dem Lindauer Bahnhofskongress vom 14. Oktober zum Erhalt des Inselbahnhofs erhobenen Forderungen nach einer Bodensee-S-Bahn an.



    Informationen zur Volksabstimmung gibt es im Internet unter http://www.ja-zum-ausstieg.de. Weitere Informationen über die Arbeit des BBU gibt es unter http://www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032. Weitere Auskünfte zur Verkehrspolitik findet man u. a. unter http://www.bahn-fuer-alle.de und http://www.umkehr.de. Der BBU gehört dem Bündnis „Bahn für Alle“ an und der UMKEHR e. V. ist im BBU organisiert.