XING Sachsen-Anhalt

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  • Andreas Sonntag
    Andreas Sonntag    Premium Member
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    Jeder kann mitmachen!! Demokratie wagen!
    Der Bergmönch zur Bürgermeisterwahl in der Stadt Mansfeld

    Hat er vor kurzem noch die Abfallwirtschaft geneckt, indem er öffentlich den Jahres-Abfallkalender bei dem Auktionshaus Ebay für knapp 10,- € versteigerte, schon steht das nächste an. Der im Landkreis bekannte Bergmönch, alias Andreas Sonntag, mischt mit bei der Bürgermeisterwahl der Stadt Mansfeld. Sein Mott: Demokratie wagen! Jeder rechtmäßige Deutsche kann sich für die Wahl aufstellen. Und das auch ohne Partei. Sonntag nahm den Volksvertreter wörtlich – „es heißt ja nicht Parteienvertreter“. Den Hinweisen ehrenamtlich tätiger Bürger der Stadt Mansfeld ging er nach und bewarb sich als freier Kandidat für die Bürgermeisterwahl. Dazu musste er 88 Unterstützerunterschriften sammeln. Dabei hat er die meisten Unterschriften durch „Klingelputzen“ in allen 15 Ortschaften der Stadt Mansfeld organisiert. Seine Resümees, „ am schnellsten haben es die Frauen verstanden, worum es geht. Außerdem habe ich viel von den Sorgen und Problemen der Leute im Land mitbekommen. Viele begrüßten die Idee, dass ein „Unparteischer neues Blut“ in die Verwaltung bringt. Das macht den Blick frei für Neues.“ Auch staunte Sonntag nicht schlecht, als er feststellte, dass da im Amtsblatt mit der Bürgermeisterstelle ein „0815-Job“ ausgeschrieben ist – 0 Ahnung, 8 Stunden Arbeitstag, Tarifstufe 15 bezahlt. Also wer da noch über die Verwaltung meckert, der sollte besseres tun und sich bewerben zur Kandidatur. Der Wahlleiter im Rathaus Mansfeld, Herr Sommer, ist fair und behilflich. So erlebte es Sonntag. Aber in Wirklichkeit kommt man mit O-Ahnung nicht weit. Bei der „Klingel-Tour“ haben manche Bürgerinnen und Bürger sowie Vereinsvertreter konkret nachgefragt und Sonntag „ausgeknietscht“, wie er sich das so vorstelle, als neuer Bürgermeister. Und da war Schluss mit Lustig, aus dem Bergmönch wurde dann der Wirtschaftsjurist, der 10 Jahre als Ossi im Westen freiberuflich vorrangig gemeinnützige Zweckbetriebe beraten hat und sich in der Wirtschaftsproblematik von Mittelgebirgsregionen gut auskennt. Immerhin hat er auch hier im Landkreis mit der neuen Kreativwirtschaft Arbeitsplätze geschaffen und erhalten. Im Wahlkampf sieht sich Sonntag nicht so sehr als Konkurrent gegenüber den anderen Kandidaten. „Für mich ist es ein – dem Volk auf´s Maul schauen (Zitat Luther) - und ob ich Nichtwähler aktivieren kann, sich wieder mit Demokratie zu befassen“. Durch das Abklappern für Unterschriften ist da schon einiges passiert. Manche BürgerInnen gaben die Unterschrift mit dem Hinweis, dass sie einen anderen Kandidaten wählen. Aber es gaben auch BürgerInnen Unterschriften mit der Feststellung: Da muss ich mal wieder zur Wahl gehen. Letztendlich hat Sonntag weit über 90 Unterschriften gesammelt: „ ..am Ende machte es richtig Spaß bei den Leuten zu klingeln und zum Thema Bürgermeister sich auszutauschen. Eigentlich sollte jeder Volksvertreter dies machen“. Na toll, es klingelt und Angela Merkel steht vor der Tür! Ein Gebimmel zu den Landtagswahlen – wie zu Weihnachten ? So einfach ist Demokratie dann wohl auch wieder nicht.
    Mit welchem „Augenmaß“ Sonntag arbeitet, das stellt er und die anderen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl der Stadt Mansfeld am09.03.2011 um 18.oo Uhr im Raiffeisen-Saal in Mansfeld vor.

    „Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich die Verwaltung vom Bürger entfernt und die Parteien eine Einrichtung für Menschen sind, die auf natürlichem Wege keine Freunde finden. Der Krieg zwischen den Parteien ist dann wichtiger als die Volksvertretung. Aber ursprünglich heißt Demokratie, dass das Volk seine Vertreter und nicht Parteien wählt“. Zitat Andreas Sonntag