Schach

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Posts 1-8 of 8
  • Markus Hübner
    Markus Hübner    Premium Member   Group moderator
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    Igel-Eröffnung
    Wer spielt denn die Igel-Eröffnung? Soll sehr effizient sein.
  • Jörg Reck
    Jörg Reck    Group moderator
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    Re: Igel-Eröffnung
    Jo, ich habe es 2-3 mal probiert, aber leider ohne Erfolg :-(
  • Markus Hübner
    Markus Hübner    Premium Member   Group moderator
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    Re: Igel-Eröffnung
    Ich werde mal etwas recherchieren und hier berichten.
  • Christoph Harringer
    Christoph Harringer    Premium Member   Group moderator
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    Re: Igel-Eröffnung
    Hallo Hr. Hübner,

    der Igel kann aus vielerlei Eröffnungen "übrigbleiben" - meistens Sizi oder Pirc. Grundsätzlich stellt man viele Bauern auf die 6.Reihe (a6, b6, d6, e6,) fianchettiert man den L nach b7, den L entweder nach e7 oder auch fianchettieren nach g7. Den c-Bauern tauscht man im Sizi-Stil gegen den d4, sonst bleibt er halt auf c5; Kurze Rochade, die Springer nach f6 und Sbd7, die Dame nach c7, den a-Turm nach c8, den anderen nach e8, die Dame dann ev. nach b8 und sogar a8 und in weiterer Folge drauf warten dass der Weiss-Spieler unmotiviert attackiert oder positionell Blödsinn fabriziert, und Schwarz mittels b5, d5, oder in seltenen Fällen f5 das Weisse Zentrum demontiert.

    So long...


    Markus Hübner schrieb:
    Wer spielt denn die Igel-Eröffnung? Soll sehr effizient sein.
  • Roland Löhr
    Roland Löhr
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    Re^2: Igel-Eröffnung
    Hallo,
    in der Zeitschrift SCHACH kamen über einen längeren Zeitraum Artikel des GM Wahls zu dem Thema; selbst spiele ich den Igel nicht, aber als Weißer kann man aus - naja fast - jeder Eröffnung damit konfrontiert werden.
    Grüße
    Roland Löhr


    Christoph Harringer schrieb:
    Hallo Hr. Hübner,
     
    der Igel kann aus vielerlei Eröffnungen "übrigbleiben" - meistens Sizi oder Pirc. Grundsätzlich stellt man viele Bauern auf die 6.Reihe (a6, b6, d6, e6,) fianchettiert man den L nach b7, den L entweder nach e7 oder auch fianchettieren nach g7. Den c-Bauern tauscht man im Sizi-Stil gegen den d4, sonst bleibt er halt auf c5; Kurze Rochade, die Springer nach f6 und Sbd7, die Dame nach c7, den a-Turm nach c8, den anderen nach e8, die Dame dann ev. nach b8 und sogar a8 und in weiterer Folge drauf warten dass der Weiss-Spieler unmotiviert attackiert oder positionell Blödsinn fabriziert, und Schwarz mittels b5, d5, oder in seltenen Fällen f5 das Weisse Zentrum demontiert.
     
    So long...
     
     
    Markus Hübner schrieb:
    Wer spielt denn die Igel-Eröffnung? Soll sehr effizient sein.
  • Marc Holger Hartmann
    Marc Holger Hartmann    Premium Member   Group moderator
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    Re: Igel-Eröffnung
    Der Igel ist ein System für Schwaz gegen die Englische-Eröffnung ungefähr wie folgt 1. c4 c5, 2. Sc3 Sf6, 3. Sf3 b6, 4. g3 Lb7, 5. Lg2 e6, 6. O-O d6, 7. d4 cd, 8. Dxd4 a6, 9. e4 Le7, gewöhnlich in andere Zugfolge. Die schwarze Position hat 'Vorposten' auf a6, b6, d6, und e6, und ist sehr schwer zu knacken.
    Grundsätzlich wird beim Igel der Dameläufer fianchiert und die Bauern stehen auf a6 b6 c5 d6 und e6 mit dem schwarzen Königspferd auf f6 und dem Damepferd auf d7 gelegentlich steht es auch manchmal auf c6. Die Läufer sollten auf b7 und e7 ihren Posten haben. Die Dame geht gewöhnlich nach c7, c8, b8, oder a8 (nach Ta7) abhängig von der weissen Stellung. Die Zugreihenfolge richtet sich nach dem weissen Aufbau, aber Schwarz sollte immer c5 auf c4 antworten und b6 spielen bevor Weiß g3 zieht. Die einzige Ausnahme ist, wenn Weiss c4 c5 g3 spielt. In diesem Falle spielt der Schwarze erst Sc6 und lässt dann b6 und Lb7 folgen ohne dabei LxSc6 zu befürchten. dc sollte gespielt werden wenn man kann und um das Feld d4 sollte man ein Netz spinnen mit e5 g6 Lg7 Sh6 Sf5 Sd4.
    Der Igel ist eine sehr unverwüstliche elastische Eröffnung aber sehr schwierig genau zu spielen, egal ob mit ihm oder gegen ihn. Der schwarze Plan beim Igel ist die Figuren zu entwickeln und den Durchbruch b5 und d5 vorzubereiten. Desweiteren soll Druck auf die e4- und c4-Bauern entwickelt werden um sicher zu stellen , dass der Weisse nicht durchbricht. Die Aufgabe des Weißen ist ebenfalls verzwickt, er muss seinerseits den Vormarsch d5 und b5 verhindern und die Baueren c4 und e4 entlasten während er versucht selbst voranzuschreiten. Es ist schnell passiert, das der Weisse probiert zuviel Druck zu entwickeln und dann schlecht steht. Auf der anderen Seite können Schwarz leicht sinnvolle Züge ausgehen und dann probiert er seinen Plan zu ändern, was nicht ratsam ist. Der Schlüssel um den Igel (oder gegen den Igel) spielen zu können ist das Verständnis für die feinen Firuren-Manöver. Wenn darin Dein Talent liegt dann denke ich, ist der Igel eine Eröffnung für Dich!
  • Hansjörg Wapenhans
    Hansjörg Wapenhans
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    Re^2: Igel-Eröffnung
    Hallo,

    bei der Wahl der Eröffnung kommt es vor allem darauf an, die dahinter liegenden Pläne zu verstehen. Dabei spielt vor allem der Grad des Schachverständnisses, oder einfacher gesagt, die aktuelle Spielstärke eine entscheidende Rolle.

    Der Igel ist definitiv nichts für Anfänger. Dabei dehne ich den Änfangerbegriff sogar ziemlich weit aus. Wer sich mit DWZ auskennt, das sind die Wertzahlen des Deutschen Schachbundes, die die individuelle Spielstärke eines jeden Spielers anzeigen, kann als Orientierung nehmen, dass ein Igel-Aufbau bei einer DWZ unter 1800 m.E. nicht sinnvoll ist.

    Wenn es um ein Repertoire mit Schwarz geht, dann sollte man am Anfang sich 2-3 Varianten heraussuchen, mit denen man entsprechend den sog. "goldenen" Eröffnungsregeln erst einmal gut steht und etwas für seine Entwicklung tut. Ich empfehle gegen 1.e4 Sizilianisch, Russisch oder Spanisch. Im gehobenen Anfängerstadium finde ich z.B. Skandinavisch recht interessant oder auch Französisch.

    Gegen 1.d4 sollte man m.E. am Anfang grundsätzlich das aggressive d5 spielen, später vielleicht noch was indisches wie z.B. Königsindisch.

    Ansonsten ist es m.E. viel wichtiger, die allgemeinen Eröffnungsregeln zu beherzigen, als lange Varianten auswendig zu lernen. Auch aus eigener Erfahrung weiss ich, dass man nirgends so viel Zeit als Anfänger nutzlos versenken kann, wie mit dem Lernen von Eröffnungen. Ich finde, die Reihenfolge sollte sein: Taktik, Taktik, Taktik, Taktik, Endspiel, Endspiel, Strategie, Eröffnung.

    Ein Spiel wird ganz selten schon in der Eröffnung entschieden. Auf den unteren Levels in der Regel stets durch Taktik, auf dem gehobeneren Level ziemlich oft im Endspiel.
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