Schach
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Michael Baas Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Wie "lernt" ihr Eröffnungen?
Hallo allerseits,
nach ca. 10 Jahren Abstinenz von Schachtheorie (und weitgehend auch -praxis) steige ich nun wieder ein. Und es hat sich ja viel verändert - inzwischen gibt es schon für Handys Schachprogramme, die mich schlagen ;)
Mich interessiert, wie man heutzutage Theorie lernt - hat sich durch die neuesten Fritz-Versionen und die Online-Welt da etwas geändert? Ich sehe, daß die Auswahl an Partiematerial sich beliebig erweitert hat, insofern ist wohl genug Material auch zu den exostischsten Varianten greifbar. Aber für den Einstieg hätte ich gerne etwas, wo es weniger um's sture "Züge-Pauken" geht als vielmehr um das Vermitteln von Prinzipien und Ideen der jeweiligen Eröffnungen. Haben die "neuen Medien" da auch neuen Formen der Vermittlung gebracht? Was ist empfehlenswert, was hat Euch geholfen - und was nicht?
Hoffe auf rege Diskussionen :)
Michael
SC 1934 Gelnhausen
Schach.de: MBaas
- 09 Jun 2008, 09:54 am
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Michael Baas Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Wie "lernt" ihr Eröffnungen?
Hallo Cornelius,
Ausserdem macht es auch mehr Spass, wenn man Züge selbst findet, und man lernt auch mehr.
Absolut! Auf die ausgetretenen Pfade habe ich auch keine Lust und bis zum 20. Zug die Sizilianer-Theorie reproduzieren liegt mir nicht - und außerdem fehlt mir dazu auch die Zeit ;)
Ich möchte mein Repertoire gerne erweitern (bislang: weiß: Königsgambit, Schwarz: e4-e5+Langeweile; Botwinnik-System im Angen. Damengamit) und denke dabei auch eher an exotische Varianten, um dadurch eher aus den ausgetretenen Pfaden herauszukommen. Aber umso wichtiger erscheint es mir, mein Gespür für die Ideen der Eröffnungen zu entwickeln, statt stur Varianten zu pauken.
Wobei ich mich mit 1704 in der Bezirksklasse noch (weit) unter Oberliga-Niveau bewege, dort höchstens mal aushelfen werden. Aber vielleicht schaffe ich ja mit neuem Repertoire den Sprung ;)
Danke für die Hinweis auf TWIC und scid - kannte ich noch nicht :)
Viele Grüße
Michael
- 09 Jun 2008, 6:45 pm
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Winfried Weber Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^3: Wie "lernt" ihr Eröffnungen?
Hallo Cornelius,
Ausserdem macht es auch mehr Spass, wenn man Züge selbst findet, und man lernt auch mehr.
Ich denke auch, dass es auf unserem Niveau (DWZ 1600 - 2200) wichtiger ist, dass man ein solides, überschaubares Eröffnungskonzept hat, ggf. auch mit "Mut zur Lücke".
Statt Eröffnungszüge auswendig zu lernen ist es wichtiger eine Eröffnung zu verstehen, d.h. dass man selbst dann die richtigen Züge findet.
Viele Grüße
Winfried
- 10 Jun 2008, 11:57 am
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Alexander Lipecki Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^5: Wie "lernt" ihr Eröffnungen?
Hallo Zusammen,
Eröffnungen zu lernen, heisst für mich auch diese zu verstehen lernen, was für Pläne werden meistens gespielt, was sind die Ideen dahinter. Dies kann man dadurch ereichen, dass man auch die klasischen Partien dieser Eröffnung studiert und die Weiterentwicklung beobachtet.
Leider nehme ich mir zu wenig Zeit dafür.
Ich habe begonnen eher mit exoitischen Weisseröffnungen zu beginnen, wie 1. e3, doch habe viel positionelle Ideen kennengelernt und konnte diese mit der Zeit umsetzen, doch merkte ich schon noch, dass es viel zu tun gibt.
Doch gibt es noch einen anderen wichtigen Aspekt, die Eröffnung muss einem liegen, kommen Positionen auf das Brett die mir gefallen, denn oft merke ich, dass Spieler Eröffnungen spielen, die sie persönlich als gut erachten oder Spieler xy spielt dies auch und möchte auch so spielen, dies ist für die Weiterentwicklung sicherlich gut, doch die Eröffnung sollte man auch nach seinen Stärken und Schwächen aussuchen oder habt ihr eine andere Meinung?
Würde mich sehr interessieren, was ihr dazu meint?
gruss Alex
- 11 Jun 2008, 08:47 am
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Winfried Weber Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^6: Wie "lernt" ihr Eröffnungen?
Hallo,
es gibt einen Artikel "How to learn an opening" von S. Evan Keiser:
http://www.chessville.com/instruction/instr_open_how_to_lear...
Auszug:
"It has been said many times before, but it still bears repeating: too many people make the mistake of trying to learn an opening by memorizing it. They sit down with MCO or the like, play through the various lines of the opening’s theory, and try to memorize these lines in the abstract, so that they’ll be able to play them by rote during their over-the-board games.
This approach invariably meets with failure. First, unless you have a photographic memory and total recall, you’ll never be able to retain all that abstract information. Second, even if you do have a computer-like memory, there comes a point in the game when you’ll reach the end of the opening line, that series of moves which you’ve spewed out by rote, and then you’ll have no idea what to do next, and probably throw away your small theoretical advantage with a single thoughtless move."
Gerne zitiere ich auch den Schachautor Clyde Nakamrua, Hawaii (zum Thema Eröffnungen):
"Some players have believed that chess is almost dead. That there is no more to be discovered in the openings. That you have to memorize 20 moves deep to play a correct game of chess. I do not believe that this is true. There are still many new and exciting opening lines to discover. Chess is still vast and unexplored."
Zahlreiche unorthodoxe Eröffnungen inklusive diverse Gambits sind zu finden bei:
http://www.chessville.com/UCO/CN/index.htm
Gruß,
Winfried
- 11 Jun 2008, 1:48 pm
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Michael Baas Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^7: Wie "lernt" ihr Eröffnungen?
Oh toll, noch weitere Links ;)
(Ich habe jetzt auch mal den Kaissiber abonniert, weil mir einige der dort gezeigten Ideen gefallen haben. Besonders gefiel mir (mit Schwarz) e4, d6, d4, f5! - Frühe Überraschung!
Aber es scheint, das weitgehend doch noch die Bücher (bzw. Zeitschriften) herangezogen werden, oder? Hat jemand Erfahrung mit den von Chessbase angebotenen Eröffnungs-Traininngs-DVDs? Da sollen doch teilweise auch Video-Kommentare etc. dabei sein - bringt's was? (bringt's "mehr" als "klassisch"?)
Herzliche Grüsse
Michael
- 11 Jun 2008, 6:36 pm
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Michael Baas Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^6: Wie "lernt" ihr Eröffnungen?
Alexander schrieb:
Doch gibt es noch einen anderen wichtigen Aspekt, die Eröffnung muss einem liegen, kommen Positionen auf das Brett die mir gefallen, denn oft merke ich, dass Spieler Eröffnungen spielen, die sie persönlich als gut erachten oder Spieler xy spielt dies auch und möchte auch so spielen, dies ist für die Weiterentwicklung
sicherlich gut, doch die Eröffnung sollte man auch nach seinen Stärken und Schwächen aussuchen oder habt ihr eine andere Meinung?
Völlig einverstanden! Ich spiele gerne taktisch scharf, das positionelle mag ich eher nicht. Meinem Hang zur offenen f-Linie kommt die zuvor skizzierte Eröffnung ja sehr entgegen, aber auch das Königsgamit, das ich mit Weiss gerne spiele. Auf c5 kommt dann gerne b4 oder d4, um möglichst nicht zu sehr in positionelle Themen abzugleiten ;)
Herzliche Grüsse
Michael
- 11 Jun 2008, 6:42 pm
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Michael Baas Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^7: Wie "lernt" ihr Eröffnungen?
Zahlreiche unorthodoxe Eröffnungen inklusive diverse Gambits sind zu finden bei:
http://www.chessville.com/UCO/CN/index.htm
Klasse, viele schöne überraschende Ideen - vielen Dank! :)
- 11 Jun 2008, 6:45 pm
