Schule & Tierschutz

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    Sabrina Schreiber
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    Pro Iure Animals zum Thema "Jagd"
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    Weiterleitung
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    Bitte großzügig weiterverteilen! Besten Dank!


    Liebe Tierfreunde,

    zunächst eine Information, die für den Einen oder Anderen von großem Interesse sein dürfte und mit Sicherheit auch gegen Behördenwillkür bzw. korrupte Behörden eingesetzt werden kann.

    Das LKA Niedersachsen betreibt eine anonyme Meldestelle für Korruptionsfälle. Man kann anonym anzeigen und weiterhin mit der Behörde in Kontakt bleiben um evtl. auf Rückfragen zu reagieren oder weitere Hinweise zu geben. Da manche Vorfälle im Tierschutz einen Verdacht auf korrupte Behörden zeigen, ist die Adresse sicher für den einen oder anderen wichtig. Als einfach einmal bookmarken oder gegebenenfalls auch veröffentlichen.

    https://www.bkms-system.net/bkwebanon/report/clientInfo?cin=...



    Im Nachfolgenden unsere Grundinformation "Hintergründe und Fakten zur Jagd", die gerade jetzt in Zeiten ausufernder und tierschutzwidriger Treib- und Drückjagden die Hintergründe der Spaß- und Hobbyjagd in ihren Kernpunkten beleuchtet.


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    Allgemeines zu Jagd und Jägern
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    * Die Jägerprüfung kann heute in einem Schnellkurs innerhalb von 2 - 3 Wochen abgelegt werden. Mit dem bei der Jägerprüfung vermitteltem, einseitig und ideologisch gefärbtem Wissen, gern als "grünes Abitur" bezeichnet, würden die Prüflinge noch nicht einmal die Abiturprüfung in einem Biologie-Grundkurs bestehen.

    * Eine regelmäßige Überprüfung der Qualifikation findet nicht statt. Dies ist um so bedenklicher, da 95 % der Jäger Freizeit- und Hobbyjäger sind. Sie stellen einen Anteil von nur etwa 0,3 % der Bevölkerung Deutschlands dar.

    * Es wird behauptet, dass die Jagd nach den Grundsätzen "deutscher Waidgerechtigkeit" erfolgt. Allerdings kann niemand sagen, was man eigentlich unter "Waidgerechtigkeit" versteht. Eine rechtlich verbindliche Definition dieses Begriffes gibt es nicht und so legt ihn sich jeder Jäger nach eigenem Gusto aus.

    * Die Mär vom Heger und Pfleger ist für die Öffentlichkeit bestimmt. Tatsächlich ist die Freude am Töten das Hauptmotiv vieler Jäger, was am besten durch die Auslandsjagden demonstriert wird. So kostet bei Jagdreisen nach Südafrika beispielsweise der Abschuss eines Leoparden: 1.636 EUR, eines Luchses: 460 EUR und einer Giraffe: 3.375 EUR. Töten zum Freizeitvergnügen - Dekadenz und Perversion in Vollendung!

    * Die Abschusszahlen einiger Wildarten werden exakt geplant und von den zuständigen Behörden eingefordert. Bemerkenswert hierbei ist allerdings, dass niemand genaue Bestandszahlen weiß, sondern diese hochgerechnet werden. Ein völlig anachronistisches Verfahren! Somit sind alle Aussagen über zu hohe/zu niedrige Populationen willkürliche Behauptungen.


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    Geschichte
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    * Das Bundesjagdgesetz hat weitgehend die Grundgedanken des Reichsjagdgesetzes von 1934 von Hermann Göring, insbesondere in den Bereichen Forstwirtschaft und Naturschutz, übernommen und verharrt auf dem Wissensstand von vor ca. 75 Jahren. Es ist somit fast das einzige nationalsozialistische Gesetz, dessen Grundtenor heute noch Gültigkeit hat.

    * Als Relikt aus diesem antiquierten Gesetz teilt die Jägerschaft die Tierwelt in drei Gruppen: Gruppe eins ist "Wild", d.h. jagdbare und essbare Arten wie Hirsch, Wildschwein etc.; Gruppe zwei ist "Raubwild", d.h. jagdbare Beutegreifer wie Fuchs, Wiesel etc. Diese Tiere werden in der Jägersprache "kurzgehalten", da sie als Konkurrenz gesehen werden; Gruppe drei ist "Raubzeug", d.h. Elstern, Eichelhäher, "wildernde" Hunde und Katzen, wenn sie mehr als 300 Meter vom nächsten Haus entfernt sind. Diese Tiere werden in der Jägersprache "bekämpft".

    * In Deutschland gibt es immer noch die "Zwangsbejagung", d.h. jeder Besitzer eines großen Wald- oder Wiesengeländes muss es dulden, dass auf seinem Grundstück gejagt wird. Es ist völlig unerheblich, ob er strenger Jagdgegner und Tierschützer ist - die Jagd findet trotzdem statt, obwohl der Europäische Gerichtshof bereits 1999 feststellte, dass die Zwangsbejagung gegen die Menschenrechte verstößt und unzulässig ist.


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    Zahlen und Fakten
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    Wussten Sie ...

    * ... dass durch den blutigen Krieg in Wald und Flur jedes Jahr über 5,5 Millionen Wildtiere (alle 6 Sekunden ein Tier!) umgebracht werden - oft grausam erschlagen, vergiftet, erschossen. Etwa die Hälfte der Tiere ist nicht sofort tot! Angeschossene Tiere leiden noch stunden- oder sogar tagelang Qualen, bis sie teilweise elendiglich sterben!

    * ... dass Schrotladungen die Hasen wie kleine Kinder aufschreien lassen und "Deformationsgeschosse" Rehen und Hirschen die Innereien zerfetzen, damit sie auf der Flucht Spuren für die "Nachsuche" hinterlassen?

    * ... dass unter anderem Tiere nach deutschem Recht gejagt werden dürfen, die auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten stehen? Allen voran der Feldhase. Was macht nun die Jägerschaft, um ausreichend Tiere vor die Flinte zu bekommen? Insbesondere Fasanen und Enten werden in Massentierhaltung nachgezüchtet, ausgesetzt und die halbzahmen Tiere dann nach rund vier Wochen abgeschossen!

    * ... dass durch massive Fütterungen die Wildschweinpopulation auf ein Vielfaches von der Jägerschaft gesteigert wurde, um höhere Abschusszahlen zu erreichen?

    * ... dass in Deutschland mit Fallen gejagt werden darf und Fallen Tieren oft einen stundenlangen Todeskampf bereiten?

    * ... dass in Naturschutzgebieten gleichfalls die Jagd erlaubt ist?

    * ... dass jedes Jahr auch ca. 300.000 Hauskatzen, ca. 35.000 Hunde sowie Ponies und Kühe auf der Weide, Zierenten, Minischweine u.ä. Opfer von Jägern werden?

    * ... dass jährlich in Deutschland zahlreiche Menschen durch Jäger und Jägerwaffen verletzt werden bzw. gar ums Leben kommen?

    * ... dass jährlich 1500-2000 Tonnen hochgiftigen Bleischrots verschossen werden? 1000 Tonnen Blei bleiben als Fehlschüsse gleichmäßig in Wald, Feld und Gewässer verteilt. Die letzten Seeadler verenden heute oft u.a. an Bleivergiftungen, verursacht durch das Aufnehmen von Aas.

    * ... dass nach den Bestimmungen des "Jagdgebrauchshundeverbandes" (JGHV) die Ausbildung von Jagdhunden in Deutschland in mehreren Bundesländern an der lebenden Ente vorgeschrieben ist. Das sieht folgendermaßen aus: Den Enten werden die Schwungfedern der Flügel gestutzt oder verklebt bzw. mit einer Manschette flugunfähig gemacht. Diese fluchtunfähigen Tiere werden dann im Schilf eines Sees oder Flusses ausgesetzt, von den Hunden aufs offene Wasser getrieben, wo sie sofort abgeknallt werden. Der Hund bringt das Tier ans Ufer, wo es schließlich im Mülleimer entsorgt wird. Man rechnet bei der Ausbildung mit 20 Enten pro Hund. Jährlich werden ca. 5.000 Hunde ausgebildet, was rund 100.000 Entenmorden entspricht! Übrigens werden diese Hochflugbrutenten meist extra hierfür gezüchtet.

    * ... dass der "Härtenachweis" bei der Jagdhundeausbildung bedeutet, dass der Hund der Katze die Kehle durchbeißt. (Offiziell verboten, aber es ist den Prüfern nicht unangenehm, wenn eine Katze "per Zufall" vorbeikommt!)


    Weitere Infos unter:
    http://www.pro-iure-animalis.de


    Herzliche Grüße


    Gunter Bleibohm | Harald Hoos | Willi Schuppert | Bettina Volpe


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    Sabrina Schreiber
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    Re: Pro Iure Animals zum Thema "Jagd"
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    Liebe Tierfreunde,

    Im Jahr 2008 hatte pro iure animalis erstmals den IGNORO verliehen, einen Preis für herausragende "Verdienste" wider den Tierschutzgedanken. Dabei konzentriert sich die Tierrechtsinitiative bei der Nominierung der Preisträger auf Persönlichkeiten aus Rheinland-Pfalz.

    Frau Margit Conrad, Ministerin für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz, ist die diesjährige Preisträgerin. Die Jagd und auch Tier- und Umweltschutz fallen in das Aufgabengebiet der Ministerin; dass die Interessen dieser beiden Aktionsfelder schier unvereinbare Standpunkte darstellen, begründet sich in der Sache selbst, hat doch die Jagd eindeutig die größere Lobby, was den Tierschutz regelmäßig und fortwährend unter die Räder kommen lässt. Dieser Lobbyismus wird von Frau Conrad mitgetragen, indem die Jagd immer noch in absurder Form als aktiver Umwelt-, Tier- und Naturschutz propagiert wird. Die Presseabteilung des Ministeriums bezeichnet die Ministerin für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz auch mal gerne in offiziellen Verlautbarungen als "Jagdministerin".

    Der Standpunkt, den die "Jagdministerin" einnimmt, lässt natürlich keine adäquate Beschäftigung mit den Belangen des Tierschutzes zu; jede sachliche und fachliche Auseinandersetzung würde sehr schnell die Absurditäten in der Argumentation der Jagd-Lobby an den Tag fördern und müsste dann zwingend ein Handeln im Sinne des Tierschutzes nach sich ziehen. Um sich diesem Spannungsfeld zu entziehen, verzichtet Frau Conrad von vorn herein - trotz mehrfachem Gesprächsangebot - auf den Dialog mit Tierrechtlern und Tierschützern.
    Bei dem Entwurf zur Novellierung des Landes-Jagdgesetzes aus dem Hause Conrad bleibt der Tierschutz dann vollends auf der Strecke, bleibt doch Fallenjagd und Haustierabschuss weiterhin erlaubt.

    All diese Aspekte haben Frau Conrad zum "IGNORO 2009" verholfen. pro iure animalis hat am 20. Januar 2009 der Ministerin die Urkunde mit einer Laudatio per Post zukommen lassen. Die Urkunde zeigt die Zeichnung des überfahrenen Igels "Ignoro" - die Reifenspur auf seinem Rücken symbolisiert das Unter-Die-Räder-Kommen des Tierschutzes.

    Mit der Verleihung dieser provokanten Auszeichnung verbinden die Tierrechtler die Hoffnung, einen Impuls dahingehende setzen zu können, dass endlich umfassend die Aspekte des Tierschutzes in die Diskussion um die Jagd und Jagdpraktiken mit einbezogen werden.

    Die Urkunde und die Laudatio finden Sie hier! (http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content...)

    Weitere Infos unter: http://www.pro-iure-animalis.de

    Herzliche Grüße


    Gunter Bleibohm | Harald Hoos | Willi Schuppert | Bettina Volpe

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    Sabrina Schreiber
    (not a XING member)
    Re: Pro Iure Animals zum Thema "Jagd"
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    Weiterleitung des Newsletters vom 07.02.2010
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    Liebe Tierfreunde,

    in Dortmund findet zur Zeit die Messe "Jagd & Hund" statt ? Europas größte Jagdmesse. Abertausende Jäger pilgern zu diesem Anlass in die Westfalenhallen, um sich über neueste Tötungstechniken zu informieren und mit neuen Jagd-Devotionalien und Statussymbolen auszustatten. Auf der anderen Seite ist diese Messe ein Anlass für Menschen aus ganz Deutschland, denen ein ethisch anspruchsvoller Umgang mit unseren Mitkreaturen am Herzen liegt, gegen Jagd zu demonstrieren. So hatte der Verein Natur ohne Jagd e. V. und die Initiative zur Abschaffung der Jagd am Samstag, den 6. Februar 2010 wieder zu einer Anti-Jagd-Demo eingeladen.

    Nach dem Demonstrationszug durch die Dortmunder Innenstadt, haben die Jagdgegner mit zahlreichen Redebeiträgen und Infoständen bei einer Schlusskundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz den Passanten umfangreiche Möglichkeit gegeben, sich über ablehnungswürdige Jagdpraktiken und auch politische Hintergründe zu informieren. Viele der Redner prangerten besonders die Angebote von Jagdreisen an. Mehr als hundert Anbieter haben auf der "Jagd & Hund" eben solche Reisen im Programm. Im Ausland können sich die Jäger gegen Zahlung entsprechender Summen hemmungslos und unkontrolliert austoben und auch artengeschützte Tiere erlegen. Auslandsjagd - eine der ekelhaftesten Ausschweifungen der Jagd!


    Infos und eine Bildergalerie finden Sie hier!
    (http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content...)


    Entgegen aller anderslautenden Bekundungen bleibt ein zentrales Motiv bei der Jagd: Die Lust am Töten! "Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit", das stellte schon der erste Bundespräsident Theodor Heuss fest. Der Satz des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi stimmt ebenso nachdenklich. Er behauptet: "Vom Tiermord bis zum Menschenmord ist nur ein Schritt."

    Was für ein Typus von Mensch verbirgt sich hinter dem Jäger? Passt er überhaupt in unsere heutige Gesellschaft mit seiner speziellen Psychostruktur? Verträgt sich das "edle Waidwerk" noch mit dem modernen Tierschutzgedanken? Was treibt einen Menschen, der tagsüber einer normalen Beschäftigung nachgeht, dazu, abends im Wald als Freizeitvergnügen harmlose und wunderschöne Wildtiere zu ermorden? Aus welcher dunklen Quelle wird dieser Vernichtungstrieb gespeist?

    Die Jäger zeichnen von sich selbst gerne das Bild des Naturburschen, der in Wald und Flur nach dem Rechten sieht und regulierend eingreift. Nach außen hin pflegen die Jäger das Bild des "Hegers und Pflegers", der Natur und Tiere liebt und aus dieser Liebe heraus agiert. Daraus resultiert eine zentrale Frage: Der Jäger behauptet, er liebe die Natur und die Tiere, er habe Ehrfurcht vor dem Leben, tötet aber gleichzeitig das, was er liebt. Wie meistert er diese gravierende Bewusstseinsspaltung, diese intellektuelle Lüge? Wie kann ein normaler Mensch mit diesem Widerspruch leben? Psychologen konstatieren: Wer tötet, was er liebt, ist seelisch krank! Auf einer psychisch relevanten Deformation aber einer "jagdlichen Kultur" eine Existenzgrundlage zu verschaffen, ist für eine aufgeklärte Gesellschaft ein blutiger Schandfleck!


    Macht, Lust und Triebe

    "Ich finde es für mich sehr schön, dass ich mit einer geladenen Waffe auf einem Hochsitz sitzen kann und es in meinem Ermessen liegt, ob ich schieße oder nicht." Das sagt eine Jägerin in einem Fernsehbeitrag des SWR im Frühjahr 2009, als sie nach ihren Beweggründen zur Jagd befragt wird. Ihre Antwort auf die Nachfrage, welche Gefühle da bei ihr aufkommen: "Ah! Machtgefühle, irgendwie." Sicherlich spricht sie hierbei für einen Großteil ihrer Zunft.

    Die Macht, über Leben und Tod zu entscheiden, ist ein zweifelsohne tragendes Element der Jagd. Die Geschichte zeigt, dass dieses Machtstreben im Menschen tief verwurzelt ist. Entwicklungspsychologisch lässt sich darüber streiten, ob dieses Verlangen darin begründet ist, dass der Mensch keine natürlichen Feinde mehr hat, gegen die er sich verteidigen muss und der "Tötungswunsch" - die Machtdemonstration-? hier seinen Ausgangspunkt findet. Jagd bleibt somit in unserer heutigen Zeit die einzige (noch) partiell akzeptierte Nische, um diesen Tötungstrieb auszuleben, wenn auch "nur" an Tieren. Kriege, Folter und Hinrichtung als Machtinstrumente zur Beherrschung von Mitmenschen finden in unseren Kulturkreisen (zur Zeit) keine Akzeptanz mehr.

    Die Begriffe "Jagd" und "Lust" werden oft von Jägern wie auch Jagdkritikern in einem Atemzug genannt. Der Begriff "Lust" impliziert hier auch Lust im sexuellen Sinne. Verschiedene Beschreibungen von Jägern lassen den Verdacht aufkeimen, dass sich Jagd für den Ausübenden bis hin zu einem orgiastischen Erlebnis steigern kann. Paul Parin, Neurologe und Psychoanalytiker, selbst ehemals Jäger, schreibt in seinem Buch Die Leidenschaft des Jägers: "Seit meinen ersten Jagdabenteuern weiß ich: Jagd eröffnet einen Freiraum für Verbrechen bis zum Mord und für sexuelle Lust, wann und wo immer gejagt wird [...] Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten. Jagd ohne Mord ist ein Begriff, der sich selber aufhebt [...] Und weil es sich um Leidenschaft, Gier, Wollust handelt - um ein Fieber eben - geht es [...] um sex and crime, um sexuelle Lust und Verbrechen jeder Art, um Mord und Lustmord."

    Im Zuge dieser Betrachtung ist es auch angezeigt, einen Blick auf die Definition des Begriffs "Heimtücke" im Sinne Strafrechtsprechung im Bezug auf Mord am Menschen zu werfen. Hierzu heißt es in Rechtslexika: "Heimtückisch handelt, wer in feindseliger Willensrichtung bewusst die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers zur Tötung ausnutzt, arglos ist, wer sich keines Angriffs bewusst ist." Als weiter erschwerend wird angeführt, dass bei Heimtücke regelmäßig ein "besonderer Vertrauensbruch", eine "besondere Verwerflichkeit" oder ein "tückisch verschlagenes Verhalten" hinzu kommt.


    Jagd - ein Statussymbol

    Bei einer Gesamtsicht auf die Subkultur der Jagdfreunde finden wir eine kleine Führungskaste meist hinlänglich bekannter Personen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, bei denen der Mordspaß und die Pflege ihrer Netzwerke Hand in Hand gehen. Mehrheitlich ist die Zugehörigkeit zu solchen Kasten mit dem Verlust emotionaler, ethischer und moralischer Kompetenz verbunden, wenn nicht sogar deren Voraussetzung; derartige Kasten sind Heimat für Personen, die zu ethischen Parias mutiert sind. Waren es früher Fürsten und Grafen, die an der Spitze dieses Systems standen, wurde inzwischen diese Position erweitert bzw. neu besetzt. Heute treten Staat und Wirtschaftsunternehmen an deren Stelle. Das absurde Tun und Handeln der Jäger wird in Hinsicht auf Wildbiologie, Tier- und Naturschutz staatlich legitimiert, oft sogar ein staatlicher Auftrag erteilt. Diesem Auftrag wird u.a. bei Treib- und Drückjagden nachgekommen. Hier jagt eine aufgeheizte Horde von bis zu mehreren Hundert Jägern und Treibern die chancenlosen Tiere in einem definierten Gebiet mit dem Ziel, eine möglichst große Zahl von Opfern zu erzielen - ein moderner Feldzug gegen einen absolut wehrlosen Gegner!


    Fazit

    Zur Rechtfertigung der Jagd wird nach außen der Naturschutzgedanke hervorgehoben. Doch bei einem Blick hinter die lodengrünen Kulissen wird von Passion, Lebensform, Freude, Kulturgedanken und auch Lust gesprochen, nicht aber davon, dass bei der Jagd die Ehrfurcht vor dem Leben aus niederen Instinkten heraus verloren gegangen ist. Wir dürfen in diesem Zusammenhang eines nicht außer Acht lassen: Jäger, die Genugtuung beim Töten empfingen, sind legale Waffenträger - mitten unter uns!

    Jagd ist letztendlich zu einem heimtückischen und feigen Mord an einem Mitgeschöpf verkommen, Jagd ist Mord aus niederen Beweggründen, ist Töten aus niedersten Instinkten!

    Weitere Infos unter: http://www.pro-iure-animalis.de

    Herzliche Grüße


    Gunter Bleibohm | Harald Hoos | Willi Schuppert | Bettina Volpe


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