Die Schweiz

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  • Jens Grasshoff
    Jens Grasshoff    Premium Member
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    Wie verkaufe ich meinen Betrieb?
    Im schweizerischen Mittelstand stehen in den nächsten Jahren eine grosse Anzahl von Nachfolgeregelungen und altersbedingten Unternehmensverkäufen an. Aber nicht nur die Unternehmer im 65. Lebensjahr denken darüber nach, wer in ihre Fussstapfen treten könnte. Immer früher spielen mittelständische Unternehmer mit dem Gedanken, ihren Betrieb an einen Nachfolger zu veräussern. Immer mehr Unternehmer sind heute schon mit Anfang oder Mitte 50 der Meinung, dass Sie sich ihr Leben lang ausreichend um den Betrieb, die Mitarbeiter und den wirtschaftlichen Erfolg gekümmert haben und wollen entweder verpasste Zeit mit der Familie nachholen oder denken nochmals daran, etwas ganz anderes zu „unternehmen“

    Die meisten Eigentümer wissen jedoch nicht, wo sie mit dieser durchaus komplexen Thematik des Unternehmensverkaufs einsteigen sollen, um ihn erfolgreich abzuwickeln. Insbesondere dann, wenn innerhalb der Familie kein geeigneter Nachfolger zu finden ist. Entweder weil der eigene Nachwuchs noch zu jung und unentschlossen ist oder er bereits einen anderen Karriereweg eingeschlagen hat, der fachlich so gar nichts mit dem Familienbetrieb zu tun hat.

    Ist der Entschluss den Betrieb zu veräussern erst einmal gefällt, stellt sich die Frage, wo und mit welcher Aktivität der Verkauf eingeleitet wird. Das grösste „Fragezeichen“ verbirgt sich hinter der Frage: „Wie viel ist mein Unternehmen wert? Und wie viel soll der Betrieb kosten?“

    Die Hauser Grasshoff Partner AG (HGP) in Winterthur hat sich auf die Konzeption und Umsetzung von Unternehmensverkäufen spezialisiert und fokussiert dabei das Segment der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). In den vergangenen 6 Jahren hat die HGP rund 40 Unternehmen verkauft mit einem jeweiligen Verkaufspreis zwischen CHF 1 Mio. und CHF 14 Mio. Dabei sind die Verkäufe branchenunabhängig erfolgt, vom Kieswerk, über IT-Unternehmen, Maschinenbau- und Logistikbetriebe, Metallver- und -bearbeiter bis hin zum Chemiewerk sind nahezu alle Branchen bereits von der HGP bearbeitet worden.

    Bei einem Unternehmensverkauf ist es sehr wesentlich, dass die Vorgehensweise pragmatisch und erfolgsorientiert geprägt ist, wie es auch in mittelständischen Unternehmen „Gang und Gebe“ ist. Es werden keine unnötigen Aufwendungen betrieben. Um den Qualitätsstandard der zu erbringenden Leistungen nachhaltig hoch und transparent zu halten, ist die HGP bereits seit Jahren nach QS ISO 9001:2008 zertifiziert.

    In der Vorbereitungsphase des Unternehmensverkaufs werden bereits die ersten wesentlichen und grundlegenden Erfolgsfaktoren für den Verkauf gelegt. Besonders wichtig sind die zu erstellenden Verkaufsunterlagen. Sie müssen in konsistenter und plausibler Weise den Betrieb und die für einen potenziellen Käufer relevanten Informationen enthalten. Dazu gehören vor allem eine detaillierte Beschreibung der historischen Entwicklung, des Geschäftsmodells, die Positionierung der Unternehmung am Markt, die Unternehmensstrategie (ist ein Unternehmen auch noch so klein, es gibt – bewusst oder unbewusst – eine Strategie, die dem Betrieb die Existenzberechtigung gibt) und ganz wichtig: die finanziellen Daten.

    Wir gehen immer davon aus, dass es sich um Unternehmen handelt, die keine nachhaltigen Verluste einfahren, sondern profitabel sind. Also keine Restrukturierungs- oder Sanierungsfälle. Nur so kann ein realer Unternehmenswert mit entsprechender Kaufpreisableitung ermittelt werden. Die finanzielle Aufarbeitung muss klar und transparent die Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätssituation der zum Verkauf stehenden Unternehmung ausweisen.

    Viele Kaufinteressenten sind auf der Suche nach einem passenden Betrieb, der zum Verkauf steht und es bestehen die „innovativsten“ Modelle und Kennzahlen, die den Kaufinteressenten zur Berechnung ihres Kaufpreises dienen. Aber man muss sagen, dass es kein allgemeines Rezept gibt, das einen fairen Kaufpreis pauschal ermitteln könnte. Ein mittelständischer Betrieb ist immer ganz individuell zu betrachten und entsprechend auf den Eigentümer ausgerichtet. Viele Faktoren bestimmen den Unternehmenswert, die in einer Pauschalformel nicht berücksichtigt werden können.

    Bei Grossunternehmen oder börsenkotierten Gesellschaften ist die Unternehmensbewertung anders anzugehen, hier mag es bestimmte pauschale Formeln oder Kennzahlenvergleiche geben, die zutreffend sind bzw. ihre Berechtigung haben. Beispielsweise wechseln bei börsenkotierten Unternehmen die Eigentümer täglich und auch die Geschäftsführung relativ häufig, ohne dass diese Wechsel einen Einfluss auf die operative Tätigkeit der Gesellschaft nehmen.

    Ein KMU jedoch folgt einem Lebenszyklus, deren Phasen ganz eng mit dem Eigentümer verbunden sind. Sämtliche Strukturen und Systeme eines KMU sind auf den Eigentümer konsequent ausgerichtet. Wird ein kleiner oder mittelständischer Betrieb verkauft, so beginnt mit der Übernahme eine grundlegende Neuausrichtung des Betriebes. Das hat Einfluss auf sämtliche Unternehmensbereiche und muss sehr sorgfältig begleitet werden, weil die Strukturen eines KMU in der Regel sehr filigran ausgelegt sind. Hier können sehr schnell Werte vernichtet werden, wenn man nicht mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl an diesen Prozess herangeht.

    Das Fazit der Fragestellung nach einem erfolgreich durchzuführenden Unternehmensverkauf und einer nachhaltig geglückten Geschäftsübergabe kann daher nur lauten: „Nehmen Sie sich für den Unternehmensverkauf einen erfahrenen Partner mit ins Boot, der sowohl die potenziellen Stolpersteine, als auch die bestehenden Erfolgsfaktoren eines solchen Projektes intensiv kennt und mit dem Prozess einschneidend vertraut ist!“

    Dadurch, dass in der Regel eine ganze Anzahl von Personen an einem Unternehmensverkauf direkt und indirekt beteiligt sind, ist es besonders wichtig, dass eine übergeordnete Instanz im Geschehen, diesen Prozess koordiniert und methodisch auf das angepeilte Ziel zusteuert. Der Prozess ist auf beiden Seiten stark von Emotionen geprägt, was manchmal dazu führen kann, dass das eigentliche Ziel schnell aus den Augen verloren wird.

    Somit ist dann auch letztendlich auch gewährleistet, dass die mittelständischen Unternehmen, als wichtigste Säule der Volkswirtschaft eines Landes nachhaltig ihren wirtschaftlichen Stellenwert behalten und die Unternehmenswerte langfristig gesichert sind.
    This post was modified on 22 Aug 2011 at 10:01 am.
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