Spannender Dialog (finde ich..)
Passt aber nicht ganz zum Titel "Buffer für Fehler im Sprint Planning Meeting"
Habe den Titel daher geändert....

Ilja Preuß schrieb:
Meine Grundannahme ist eigentlich immer die Retrospective Prime Directive: http://www.retrospectives.com/pages/retroPrimeDirective.htmlGENAU!!!
Und Norman L. Kerth schreibt kurz und bündig auch das:
http://www.retrospectives.com/pages/RetrospectiveKeyQuestion...
Das passt sehr gut auf das, was auch ich zu praktizieren versuche, basierend auf:
http://www.sfwork.com/jsp/index.jsp?mnk=c10
und
http://www.sfwork.com/jsp/index.jsp?mnk=c60

Ich glaube allerdings nicht, dass sich ein (unangenehmer) Konflikt immer verhindern lässt. Die Gefühle sind manchmal halt einfach da, Ja, das sehe ich auch so

und dann *nicht* darüber zu sprechen, sondern zu versuchen, rein sachlich zu bleiben, ist nach meiner Erfahrung auch nicht zielführend.In so einer Situation "ignoriere" ich die Emotion natürlich nicht, sondern anerkenne sie mit Empathie, z.B.:
"Ich verstehe: Es macht dich wütend, wenn du ..... (Beobachtung, Sachverhalt) ...... Denn du möchtest, dass Vereinbarungen eingehalten werden"
Ich vermeide es, Gefühle explizit anzusprechen. habe ich allzu "salopp" formuliert. Ich anerkenne sie empatisch, Ich beschäftige mich aber nicht mit den Gefühlen an sich sondern thematisiere dann die sachbezogenen (unerfüllten) Interessen oder Erwartungen.
Die durch die unerfüllten Interessen oder Erwartungen entstandenen Gefühle betrachte ich als "Internas der Person" über welche einzig und allein die Person bestimmt.
Ich arbeite jedoch daran weiter, was denn konkret in einem ersten pragmatischen Schritt getan werden kann, um diese Interessen und Erwartungen etwas besser zu erfüllen. Und das ist für mich Gegenstand des klärenden Dialogs.

Auf der anderen Seite kann die Erkenntnis "wenn Frank x macht, dann gar nicht weil er sauer auf mich ist, sondern selber unsicher" oder "Frank ist gar nicht sauer auf mich, weil ich so unfähig bin, sondern weil ich ihm nicht gesagt habe, dass ich seine Hilfe brauche" oder... die produktivste des Tages sein, die nicht nur zu einer pragmatischen Lösung für das aktuelle Problem führt, sondern eben auch signifikante Auswirkungen auf die zukünftige Zusammenarbeit hat.Ja, genau: Das entspricht dem "Ich verstehe: Es macht dich ...(Gefühl) ... , wenn du ..... (Beobachtung, Sachverhalt) ...... Denn du möchtest, ... (Interesse, Erwartung, Bedürfnis) ... "
Das passt IMHO auch ganz gut zum "Harvard Konzept" von Roger Fisher.

Mehr dazu übrigens hier: http://www.korn.ch/LF-auf-einer-Seite.pdf
Erinnert mich stark an Appreciative Inquiry, mit dem ich auch schon sehr gute Ergebnisse erzielt habe. Ist aber nicht für *jede* Situation das richtige.
Ja, das hat starke Entsprechungen... und auch Unterschiede, siehe: Appreciative Inquiry and Solutions Focus: A comparisonby Kendy Rossi, Tricia Lustig and Mark McKergow. http://www.sfwork.com/solworld/downloads/AiSF1.doc