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Sabine Canditt Premium MemberThe company name is only visible to registered members.V-Modell mit Scrum inside
Zu diesem Thema finden Sie einen Artikel von Doris Rauh, Marion Wittmann und mir im OBJEKTspektrum, Ausgabe 05/2010
http://www.sigs-datacom.de/fachzeitschriften/objektspektrum/...
Abstract:
Agile Vorgehensweisen wie Scrum und „schwergewichtige Prozesse“ wie das V-Modell XT scheinen sich auf den ersten Blick nicht zu vertragen, da deutliche Unterschiede in der Philosophie der beiden Vorgehensweisen existieren. Jede hat ihre Stärken (und Schwächen). Ist es sinnvoll und möglich, die Stärken der jeweils anderen Vorgehensweise zu nutzen und in wieweit wird man damit der ursprünglichen Zielsetzung des V-Modells noch gerecht?
Viele Grüße
Sabine Canditt
- 10 Nov 2010, 9:08 pm
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Hans-Peter Korn Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: V-Modell mit Scrum inside
Sabine Canditt schrieb:
Jede hat ihre Stärken (und Schwächen).
Ja: Das V_Modell XT bezieht sich auf Projekte, die eher hochkompliziert als komplex sind und deshalb längerfristig planbar und steuerbar sind und die sich hierarchisch unterteilen lassen und für die die Kommunikationsformen zwischen differenzierten und bekannten Rollen im Sinn von "best practices" festlegbar sind.
Agile Vorgehensweisen hingegen beziehen sich auf Projekte, die eher komplex als hochkompliziert sind und für die ein Vorgehen in kleinen Schritten auf Basis "inspect & adapt" und auf Basis sich situativ ergebender Kommunikationen zwischen nur wenigen und grob festgelegten Rollen angemessener ist.
"Agil" bei hochkomplizierten Projekten vorzugehen wäre genau so ein "Kunstfehler" wie "langrfistig und detailliert geplant und gesteuert" bei komplexen Projekten vorzugehen.
In umfassenden Projektlandschaften kommen in der Regel sowohl komplexe als auch komplizierte Situationen vor.
Typsicherweise überwiegen bei Grossprojekten auf der Ebene des Gesamtprojekts die komplexen Formen, bei
seinen Teilprojekten umso mehr komplizierte bis simple je kleiner das Teilprojekt ist.
Typisch dafür sind Grossvorhaben wie Stuttgart 21 oder das Endlager Gorleben:
Auf der Ebene des Gesamtprojekts sind sie hochkomplex und daher nur mit agilen Ansätzen, nicht aber mit langrfristiger und technokratischer Planung handhabbar. Im Detail jedoch, z.B. bei bautechnischen Aufgaben, sind "klassische lineare" Ansätze sinnvoll.
Genau das aber wird in der Praxis genau umgekehrt:
Also: V-Modell XT (oder etwas ähnliches) auf Gesamtprojektebene, Scrum (oder etwas ähnliches) ist allenfalls "erlaubt" bei den kleinen Implementierungsprojekten....
Und noch problematischer ist für mich die "so tun als ob - Strategie":
Zitat aus
http://www.sigs-datacom.de/fachzeitschriften/objektspektrum/...
Um sich an Ausschreibungen mit Vor -
gabe V-Modell XT beteiligen zu können,
ist es notwendig, eine „VM-Hülle”
um die agile Vorgehensweise zu legen,
ohne die Agilität damit in zu enge
Fesseln zu zwängen.
Also: Für ein an sich komplexes Projekt wird eine Hülle akzeptiert, die für komplizierte, nicht aber komplexe, Projekte passt (nur um offerieren zu können) um dann - versteckt hinter dieser Hülle - so zu arbeiten, wie es für komplexe Projekte besser passt.
Ich verstehe das als Aufforderung zum Etikettenschwindel im Zuge der Offerte .... und bezweifle, dass wir damit der Idee der Agilität einen guten Dienst erweisen.
lg
Hans-Peter
- 12 Nov 2010, 4:15 pm
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Sabine Canditt Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^2: V-Modell mit Scrum inside
s. dazu meine Antwort in einer anderen Gruppe
https://www.xing.com/net/agilemethods/events-publications-an...
Viele Grüße
Sabine
This post was modified on 12 Nov 2010 at 11:16 pm.- 12 Nov 2010, 11:15 pm
