Social Entrepreneurship & Corporate Social Responsibility

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  • Frank Wendling
    Frank Wendling    Premium Member
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    Beispiele für Kooperationen von Unternehmen und privaten Gruppen
    Hallo zusammen

    Ich überlege mir ein Blog zu eröffnen.
    Darin würde ich gerne von Projekten berichten, welche eine Verknüpfungen zwischen den sogenannten 3 Sektoren (Wirtschaft, Staat, Bürger) als Merkmal aufweisen. Also z.B. eine Kooperation zwischen einem Unternehmen und einer Bürgerinitiative, Verein, Jugendliche, Bürgerstiftung etc.

    Damit die Frage an Sie: Wer kennt interessante Beispiele?

    Dabei meine ich weniger die verbreiteten Geld oder Sachspenden an die beteiligte private Institution, sondern eher Beispiele, bei denen gerade diese Konstallation Mehrwert und/oder Synergien erzeugte (gegenseitig und für die Gesellschaft).

    Liebe Grüße von einem äußerst gespannten
    Frank Wendling
  • Sigmund Echtler
    Sigmund Echtler    Premium Member   Group moderator
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    Re: Beispiele für Kooperationen von Unternehmen und privaten Gruppen
    Hallo Herr Wendling,

    Sie schrieben "Verknuepfungen zwischen den sogenannten 3 Sektoren". Wie stellen Sie sich eine Einbindung des Staates fuer eine solche Kooperation vor? Meinten Sie die ggf. die kommunale Ebene?

    Freundliche Gruesse
    Sigmund Echtler
  • Frank Wendling
    Frank Wendling    Premium Member
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    Re^2: Beispiele für Kooperationen von Unternehmen und privaten Gruppen
    Hallo Herr Echtler

    Meinten Sie die ggf. die kommunale Ebene?
    Ja. Der Begriff "öffentliche Hand" ist auch geläufig.
    Das mit den "3 Sektoren" ist nach meiner Erfahrung ein fester Begriff. Genau genommen müssten es 4 sein, weil ich persönlich die Nichtregierungsorganisationen in keinen den 3 Sektoren wirklich einordnen kann.
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  • Frank Wendling
    Frank Wendling    Premium Member
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    Re^4: Beispiele für Kooperationen von Unternehmen und privaten Gruppen
    Hallo Herr Eimertenbrink

    Genau auf diese Wechselwirkungen möchte ich bauen :-)
    Danke für Ihren Beitrag!

    (auch wenn (a) die 3 Akteursebenen, die Sie gern hätten, nicht immer vorhanden sind,...
    Damit keine Missverständnisse aufkommen: Es geht nicht explizit um Beispiele, die alle 3 Akteursebenen vorweisen. Ich möchte hauptsächlich herausfinden, ob es überhaupt Verknüpfungen zwischen diesen "Kulturen" gibt.

    Grüße, Frank Wendling
  • Sigmund Echtler
    Sigmund Echtler    Premium Member   Group moderator
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    Re^5: Beispiele für Kooperationen von Unternehmen und privaten Gruppen
    Herr Wendling schrieb zuletzt: "Ich möchte hauptsächlich herausfinden, ob es überhaupt Verknüpfungen zwischen diesen "Kulturen" gibt."

    Mich wuerde es ueberraschen, wenn es nennenswerte Kooperationen gibt. Aus meiner eigenen Sicht spielen diverse Gruende eine Rolle.

    Unternehmen, die sich wirklich intensiv mit CSR befassen, haben dafuer eine eigene Abteilung und qualifizierte Mitarbeiter. Sie sind nicht auf Inspirationen und Zielsetzungen von Vereinen angewiesen. CSR hat fuer Unternehmen auch einen Prestige- und Werbeaspekt. Auch deshalb wollen sie ihre EIGENEN Ideen entwickeln und umsetzen.

    Vereine haben entsprechend der Satzung eine bestimmte Ausrichtung betreffend Ziele der Gemeinnuetzigkeit. Es wird dafuer Geld gebraucht, das in der Regel nur durch Spenden akquiriert werden kann; mehr oder weniger erfolgreich. Deshalb findet man auf Webseiten oft den Ruf nach UNTERNEHMEN, die sich bei der Umsetzung der Club-Projekte engagieren sollen. Der Wunsch nach einer operativen Kooperation mit Unternehmen ist vorhanden, umgedreht nicht oder kaum.

    In diesem Zusammenhang gibt nun den SOCIAL ENTREPRENEUR, der meist sein restliches Leben einer guten Sache verschrieben hat. Dies ist ein Thema dieses Forums. Dieser hat es allerdings nicht leicht, da er trotz Unterstuetzung (dafuer sind wiederum bestimmte Voraussetzungen zu erfuellen) von SE Organisationen doch ein Einzelkaempfer ist und bleibt, von dem alles abhaengt.

    Nun kann man die Frage stellen, warum sich die ueberzeugten Aktivisten aus gemeinnuetzigen Vereinen nicht zusammenschliessen, um neue und wirklich klassische SOCIAL ENTERPRICES aufzubauen? Hierdurch wuerde es sozusagen eine interne Symbiose zwischen Club-Charity und Unternehmertum geben. Natuerlich muss die Mischung stimmen. Es werden zugleich unternehmerische und kreative Mitglieder benoetigt, sowie auch ein gewisses Startkapital, das bestimmt zu bekommen ist. Der Wille dazu muss eben stark genug sein.

    Die Aufsplitterung von gemeinnuetzigen Anliegen in viele Vereine macht die Spendensuche mit Sicherheit schwierig. Wuerden sich diese kleinen lokalen Kraefte zusammenschliessen, dann wuerden auch bessere Moeglichkeiten bestehen, anspruchsvollere SE Projekte gemeinsam in Angriff zu nehmen und erfolgreich umzusetzen. Wahrscheinlich wll eben jede Gruppierung nur ihr EIGENES Vorhaben vorfolgen und verzichtet hierdurch auf moegliche gemeinsame Staerke.

    Freundliche Gruesse
    Sigmund Echtler
  • Frank Wendling
    Frank Wendling    Premium Member
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    Re^6: Beispiele für Kooperationen von Unternehmen und privaten Gruppen
    Hallo Herr Echtler

    Mich wuerde es ueberraschen, wenn es nennenswerte Kooperationen gibt.
    Beispiele:
    http://www.upj-online.de/index/94118,
    http://www.upj-online.de/index/92429,

    CSR ist, wie Sie schreiben, ein Thema der Großen. Die "kleineren" (darunter kann man sicher auch Mittelständler mit 500 Mitarbeitern finden) tun das vielleicht eher der Sache und weniger des Images wegen. Womöglich ist die Bezeichnung "CSR" nicht mal bekannt.

    Ich bekomme das Gefühl (vielleicht auch den Wunsch?) nicht los, dass es mehr dieser Projekte gibt als man denkt. Die großen haben ihre mediale Plattform - die werden gefunden (bzw. lassen sich aktiv finden). Meist machen die auch ihr "eigenes Ding", wie Sie schon schrieben. Die kleinen, nicht weniger interessanten, sind wohl die berühmten Nadeln im Heuhaufen.

    (nochmal)
    Mich wuerde es ueberraschen, wenn es nennenswerte Kooperationen gibt.
    ...das genau möchte ich herausfinden. Ich vermute, Sie lassen sich auch gerne (positiv) überraschen, wenn's denn wirklich so ist.

    Einiges spricht dagegen:
    Unternehmen haben die Kernaufgabe, Gewinne mit ihren Produkten und Dienstleistungen zu erzielen. Mal absichtlich provokant ausgedrückt: warum also "gesellschaftliche Verantwortung"? Nur aus Image-Gründen? (nun, in vielen Fällen schon...)
    Die Kulturen (Wirtschaft, Bürger, öffentliche Hand) sind sich fremd, es gibt auf dieser Ebene wenig Berührungspunkte.

    Kennt also jemand Ausnahmen dieser "Regeln"?

    Wahrscheinlich wll eben jede Gruppierung nur ihr EIGENES Vorhaben vorfolgen und verzichtet hierdurch auf moegliche gemeinsame Staerke.
    Ich glaube, der Engagementwille der Menschen hängt stark von der Überschaubarkeit ab. Nicht ohne Grund leiden manch große Non-Profit-Organisationen an Nachwuchsmangel. Die "neuen Engagierten" möchten keine Arbeitskraft mit Nummer sondern Beteiligte an einem unmittelbar erfahrbarem Vorhaben sein (so habe ich es zumindest erfahren). Die Bedenken vor Zusammenschlüssen haben sicher auch ihre Gründe. Das Interesse der kleinen Gruppe kann schnell untergehen (Nebenthema: damit sind ja auch die bekannten Berührungsängste mit Sponsoren begründet). Vielleicht kann man das eine tun ohne das andere zu lassen? Um wieder zum Hauptthema zu kommen: Vielleicht hilft das vielgepriesene Netzwerken?

    Liebe Grüße
    Frank Wendling