Serbia & Westbalkan: Information- and Businessforum

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  • Horst Wingenter
    Horst Wingenter    Premium Member
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    EU schlägt Freihandelszone für Westbalkan vor.
    Die europäische Kommission (EK) hat den Westbalkan-Ländern einen Vorschlag für die Gründung einer Freihandelszone vorgestellt.

    Die Initiative für den wirtschaftlichen Zusammenschluss bezweckt die Stärkung der europäischen Integration der Region. Die EK will den Ländern der Zone Handelsvergünstigungen einräumen. Eine Freihandelszone wird weiters die Geschäftstätigkeit der Unternehmer in der Region erleichtern und die Wettbewerbsfähigkeit aller beteiligten Staaten erhöhen.

    An der Westbalkan-Freihandelszone sollen Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien-Montenegro, Mazedonien und Albanien teilnehmen.

    Der kroatische Ministerpräsident Ivo Sanader lehnte die Initiative für eine Freihandelszone der Westbalkan-Staaten in Anlehnung an die Wiederbelebung des ehemaligen Jugoslawien ab. Anstelle der EK-Initiative schlug der kroatische Ministerpräsident die Erweiterung des Zentraleuropäischen Freihandelsabkommens CEFTA vor, dem neben Kroatien auch Tschechien, die Slowakei, Bulgarien, Polen, Slowenien, Ungarn und Rumänien angehören.
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  • Nebojsa Martinovic
    Nebojsa Martinovic
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    Re: EU schlägt Freihandelszone für Westbalkan vor.
    Neben der Tatsache, dass Kroatien schon recht gute Kontakte Richtung CEFTA etabliert hat, könnte eine Ablehnung dieser Idee noch einen weiteren Hintergrund haben.

    In letzter Zeit gab es sowohl im Europäischen Parlament (u.a. Elmar Brok (EVP-CDU)), als auch bei Vertretern der EU, Überlegungen bezüglich Alternativen zur EU-Vollmitgliedschaft.

    Dabei ist auch die Idee geäußert worden, Länder die in naher Zukunft noch keine Beitrittsperspektive haben in einer Art "Vor"-Gemeinschaft einzubinden. Diese würde diese Länder ökonomisch stärker an die EU binden, ohne ihnen aber alle Vorzüge einer Vollmitgliedschaft zu gewähren.

    In Kroatien, aber auch in anderen Ländern der Region, steht nun die Befürchtung im Raum, dass man in dieser EU-Vorstufe "kleben" bleibt, vor allem wenn nach dem Beitritt von Bulgarien und Rumänien noch stärker über die Integrationsfähigkeit der Gemeinschaft diskutiert wird.