Serbia & Westbalkan: Information- and Businessforum
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---(not a XING member)aus der NZZ - Kosovo-Albaner hatten in Serbien immer einen schweren Stand (von Bora Cosic)
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This post was modified on 10 Feb 2011 at 08:26 am.- 08 Jan 2008, 11:15 am
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Nebojsa MartinovicThe company name is only visible to registered members.Re^4: aus der NZZ - Kosovo-Albaner hatten in Serbien immer einen schweren Stand (von Bora Cosic)
Der Artikel ist interessant, ich glaube aber nicht das Cosic basierend auf seinen Erfahrungen in Belgrad ein vollständiges Bild der Beziehungen zwischen Serben und Albanern zeichnen kann. Er lässt wichtige Punkte weg und interpretiert andere recht einseitig.
Wenn man zum Beispiel über Rankovic redet und seine Rolle im Kosovo, ist es zu einfach ihn als Nationalisten im Gewand eines Kommunisten darzustellen. Rankovic Aktionen im Kosovo dienten vor allem der Kommunistischen Partei. Er bediente sich stalinistischer Methoden im ganzen Land, nicht nur im Kosovo und auch dort nicht nur gegen die Albaner.
Diese waren direkt nach 1945 stärker als andere Gruppen von seinen Maßnahmen betroffen. Dies lag aber auch daran, dass es im Kosovo, auch nach dem Rückzug der Besatzer und nach Ende der "Haupt-Kampfhandlungen", erst eines massiven Einsatzes einer 30000-Mann starken Partisanenarmee bedurfte um den Widerstand der letzten Kollaborateure um Xhafer Deva zu brechen. Man muss also gar nicht mal die Ereignisse während der deutschen Besatzung (z.B. die Vertreibung und Ermordung von Serben und anderen nicht-albanischen Bevölkerungsteilen durch die sog. Skanderbeg-Division) anführen, um einige Motive von Rankovic zu erkennen. Sein Vorgehen lässt sich zumindest zu Anfang mit den üblichen Vorgehen aller Regierungen bei der Bekämpfung von Aufständen erklären. Die Maßnahmen sind dadurch zwar nicht gerechtfertigt, aber zumindest können zusätzliche Motive damit aufgezeigt werden. Und auch wenn später eventuell auch noch andere Motive hinzukamen, muss dies aber immer noch genauer beleuchtet werden und kann nicht einfach als serbische Politik im kommunistischen Gewand gelten.
Geschichte in der Region ist immer etwas komplizierter als es auf den ersten Blick scheinen mag, vor allem weil alle Seiten immer nur ein Stück in der Zeitleiste zurück gehen müssen, um Argumente für ihre Version zu finden. Dabei werden dann oft auch zweifelhafte Thesen immer wieder aufgewärmt (in diesem Fall die Illyrer-These).
Die Kunst wäre es aus diesen Kreislauf auszubrechen. sowohl was die Argumente angeht, als auch was die daraus abgeleiteten Lösungen angeht. Dies scheint mir wieder einmal nicht zu gelingen. Wieder verfährt man nach dem Prinzip "the winner takes it all", anstatt den mühsamen Weg der Kompromisse zu gehen. Dies ist allen Akteuren (EU, Serbien und Kosovo-Albanern) anzulasten.
Abschließend denke ich, dass niemand aufgrund anderer Meinungen aus dieser Gruppe ausgeschlossen werden sollte. Auch wenn diese Äußerungen manchmal provozieren, können sie immer noch konstruktive Beiträge zur Diskussion liefern. Es kommt immer darauf an, was man selber daraus macht.
- 09 Jan 2008, 10:32 am
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