the very inofficial Slow Food D A CH Network

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  • Michael Heise
    Michael Heise    Group moderator
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    Nachhaltige Landwirtschaft und Konsumentenverantwortung - Podiumsdiskussion
    „Sünd de buurn noch to redden?“ Die Auswirkungen der Globalisierung auf den Bio- Handel. Segen oder „Greenwash“. Wer die Welt retten will, muss die Bauern retten und nicht die Agrarkonzerne füttern.

    Als Einstimmung auf das Thema wird „Nu liggt't an di“ -13 min.- die plattdeutsche Synchronisation des Kurzfilms „It's up 2 u“, der Globalisierungsthemen auf den Punkt bringt und den Verbrauchern nahelegt, über Ihr Einkaufsverhalten nachzudenken als Deutschlandpremiere gezeigt.

    Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Nordwestradio, dem Bremer Presseclub e.V. und Heureka- Films GmbH durchgeführt und als Beitrag der Reihe „Nordwest Vor Ort“ im Presseclub Bremen aufgezeichnet.

    Die Ausstrahlung erfolgt am einem darauffolgenden Sonntag von 11:00h- 12:00h.

    Moderation: Theo Schlüter – Nordwestradio

    Podiumsgäste:

    Hans- Heinrich Ehlen (CDU)
    -Niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung

    Dr. phil Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf
    -Ökobauer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und ehem. Abgeordneter im Europäischen Parlament für die Grünen

    Gernot Riedl -Bio- Handel, Vorstand EVG und Leiter des Slow Food Conviviums Bremen

    Ulrike Westermann - Regisseurin des Films
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  • Peter Lehnen
    Peter Lehnen    Premium Member   Group moderator
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    Re^2: Nachhaltige Landwirtschaft und Konsumentenverantwortung - Podiumsdiskussion
    Hier in Frankfurt haben wir in den Rewe Supermärkten die Möglichkeit Produkte von regionalen Erzeugern unter dem Label "Landmarkt" zu kaufen.
    http://www.superlandmarkt.de/
    Ich denke, dass das ein sehr gutes Projekt ist, um landwirtschaftliche Direktvermarktung und große Handelsketten unter einen Hut zu bekommen.
  • Joachim Eckart Casper
    Joachim Eckart Casper    Premium Member   Group moderator   Ambassador
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    Re^3: Nachhaltige Landwirtschaft und Konsumentenverantwortung - Podiumsdiskussion
    ...landwirtschaftliche direktvermarktung kann nie unter dem dach einer nicht landwirtsschaftlich selbstorganisierten handelskette ( genossenschaft ) passieren ....

    a) geht es allein vom wort her nicht ..

    und b ) kennt der co produzent den produzenten dann immer noch nicht ... aber genau um dieses wissen geht es

    ... das hat was mit identität, werten und ethischen grundsätzen zu tun.

    eine vermarktung kann natürlich über handelsorganisationen stattfinden ist dann aber eben keine direktvermarktung mehr.

    gruß

    jochen
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  • Peter Lehnen
    Peter Lehnen    Premium Member   Group moderator
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    Re^4: Nachhaltige Landwirtschaft und Konsumentenverantwortung - Podiumsdiskussion
    Jürgen Fricke schrieb:
    Ja, das macht die REWE wohl deutschlandweit. Es kommt aber als eine REWE Handelsmarke in die Regale. Dadurch kommt zwar der regionale Erzeuger in den organisierten Handel, bleibt aber anonym und austauschbar.
    oder

    Die gezielte Nachfrage nach regionalen Produkten kann vielleicht dazu beitragen, dass sich in den bestehenden Handelsriesen die Beschaffungsstrukturen verändern. Vom zentralen - zum regionalen Einkauf, der es Erzeugern erst ermöglicht, als Anbieter aufzutreten.
    Da muss man nun fragen, was es denn sein soll? Entweder man macht einen Anfang und bringt regionale Erzeuger, die auch als solche klar gekennzeichnet und zu erkennen sind, in die Angebotspalette großer Anbieter oder man verteufelt die großen Handelsketten und verlangt vom Verbraucher über die Dörfer zu fahren und sich alles direkt beim Bauern zu holen. Sicherlich haben wir in Frankfurt ein reiches Angebot regionaler Bauernmärkte, aber der Mensch ist auch bequem und ich finde es deshalb gut, wenn sich ein "Großer" mal traut sein Angebot zu vergrößern. Was hier z.B. auffällt ist, dass die Landmarkt-Produkte nur in ausgewählten Supermärkten angeboten werden. Das mag zum einen am begrenzten Angebot liegen, aber es fällt schon auf, dass man die Landmarkt-Produkte in den Supermärkten bekommt, die in Stadtvierteln mit kaufkräftiger Kundschaft angesiedelt sind. Also sehr gezieltes Product-Placement.
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  • Peter Lehnen
    Peter Lehnen    Premium Member   Group moderator
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    Re^6: Nachhaltige Landwirtschaft und Konsumentenverantwortung - Podiumsdiskussion
    Yep, und genauso wird es gemacht. Die Landmarkt-Produkte haben eine eigene separate Verkaufsfläche und sind dort gebündelt. D.h. der Käse im Landmarkt-Regal liegt weit weg vom normalen Käse. Die Produktpalette kann dabei sehr breit sein. Eier, Brot, Milch (Vorzugsmilch!), Wurst, Käse, Fleisch, Gemüse. Eben alles, was man auch im Hofladen bekommen kann. Die Produzenten sind dabei klar erkennbar und bieten ihre eigenen Produkte an. Es gibt gerade mal einen kleinen Aufkleber mit dem Landmarkt-Logo. Daneben tragen die Produkte oft noch Demeter oder Naturland-Label. Natürlich habe ich jetzt keine Details, wie die Preise zu Stande kommen. Billig sind die Produkte sicherlich nicht, aber was davon beim Produzenten landet und was beim Rewe hängen bleibt, müsste man die Produzenten fragen. Hier in Hessen bekommt man z.B. massenweise "Ahle Worscht" beim Landmarkt angeboten, die ja ein Arche-Passagier ist, ohne dass ich irgendwo einen Hinweis auf Slowfood gesehen habe. Habe deshalb seinerzeit auch mal bei Slowfood vorgeschlagen, sich an diesem Landmarkt-Projekt zu beteligen. Ich denke, dass in der praktischen Umsetzung viele der genannten Anforderungen erfüllt werden. Man muss halt einfach mal einen Anfang machen und diesen finde ich gut.
  • Günter Renner
    Günter Renner    Group moderator
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    Re^7: Nachhaltige Landwirtschaft und Konsumentenverantwortung - Podiumsdiskussion
    In dieser Diskussion ist es auch wichtig Kriterien zu schaffen, die ein Konsument interpretieren kann.

    Der Einkauf für Produkte stellt man sich praktisch dann noch so vor - wenn man die Konsumentenverantwortung ernst nimmt:

    1.) Slow Food Gedanke
    Regional --> Umkreis von xx km
    Biologisch --> welche Kennzeichnung

    2.) Genetisch verändert (bis zu welchen Grad)
    Futter bei tierischen Produkten
    Pflanze selbst

    3.) Fairer Handel
    Bekommen die Lieferanten faire Preise
    Bekommen die Angestellten der Lieferanten faire Gehälter

    4.) Verkaufspreis

    Leider hat man oft nur die Möglichkeit den letzten Punkt zu berücksichtigen.
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