Swimming

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  • Daniela M.T. Weber
    Daniela M.T. Weber    Premium Member
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    Die Atmung beim Kraulen
    Nach meinen neuesten Erkenntnissen als Schwimmtrainerin und meiner Funktion als Total Immersion Coach (Die Methodik von Terry Laughlin, USA).

    Ausatmen erst kurz vor dem Luftholen.
    Das bedeutet, daß während des Kraulzugs die Luft angehalten wird. Das Lungenvolumen
    bringt das Schweben und die Stabilität der Wasserlage. Also wird möglich viel Luft in den Lungen behalten. Beim Armzug rechts bedeutet das:
    Ausgeatmet wird in der Druckphase des Arms ( ab Hüfthöhe) und der Rotation des Körpers. Eingeatmet wird in der Rückholphase (Der Arm wird mit hohem Ellenbogen in die Kopfnähe geführt.)
    Früher empfahl ich das Ausatmen durch Mund und Nase während des Zugs.
    Heute weiß ich, daß dadurch der Körper unter Wasser sinkt und das "Luftschnappen" noch schwieriger wird. Beweis: Im seichten Wasser zu einer Kugel formen, Kopf einrollen und die Hände mit den Knien umfassen. Die Luft anhalten. Ihr werdet an der Oberfläche des Wassers bleiben- also schweben.
    Nun die Gegenprobe: Die Luft vollständig aus den Lungen herauslassen. Ihr werdet auf den Grund des Beckens sinken.
    Bitte testet es und haltet beim Schwimmen die Luft an. Versucht die Unruhe im Mentalen zu überwinden, die Euch dabei möglicherweise packt. Ihr werdet sehen, die Wasserlage verbessert sich und das Einatmen wird einfacher.
    Herzliche Grüsse
    Eure IronWoMan
    Daniela M.T. Weber
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  • Christian Thun
    Christian Thun
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    Re^3: Die Atmung beim Kraulen
    Es gibt Studien die belegen das ein kurzes (wenige Sekunden) anhalten der Luft
    nach dem Einatmen die effektivität der Sauerstoffaufnahme und somit die Leistungsfähigkeit beim Laufen erhöht. Ich habe es auprobiert und festgestellt, daß bei solch aktiver Atmung der Puls bei gleicher Laufgeschwindigkeit etwas ca. 5 Schläge pro Minute niedriger ist. Allerdings ist es schwierig über einen längeren Zeitraum so konzentriert zu atmen. Im Wettkampf wende ich diese Technik manchmal an um mich ein bischen zu erholen.

    Auf der anderen Seite ist es bekanntlich wichtig möglichst viel verbrauchte Luft auszuatmen, um mit dem nächsten Atemzug möglichst viel frische Luft wieder aufnehmen zu können (Stichwort aktives Lungenvolumen). Dies wird mit einer explosionsartigen Atmung warscheinlich nicht erreicht. Ich kann mir eher vorstellen, daß ein gegenteiliger effekt erzielt wird. Daher würde ich diese Technik gerade beim Schwimmen nicht anwenden.

    Beim Schwimmen lege ich mehr Wert auf eine gleichmäßige Atmung. Als Triathlet bevorzuge ich den 3er Zug. Unruhige Atmung bedeutet bei mir hoher Puls und damit schlechter werdende Technik.

    Außerdem ist mein Problem bei der Wasserlage der hinterer Teil meines Körpers und den bekomme ich mit Luft in den Lungen auch nicht hoch. Ich glaube das sich der Winkel eher noch verschlechtert.
  • Christina Flamm
    Christina Flamm
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    Re^4: Die Atmung beim Kraulen
    Hallo Christian,

    nach meiner Erfahrung liegt man nicht nur besser im Wasser wenn die Lungen möglichst ständig mit Luft gefüllt sind, sondern man hat auch mehr Ruhe beim Schwimmen. Ständiges Ausatmen stresst mich auf Dauer mehr als explosives Ausatmen. Wobei explosiv meiner Meinung nach auch nicht der richtige Begriff ist...ich seh' das relativ zur "Puste" die man hat.

    Zu deinen Beinen: wenn du die gefüllten Lungen als Schwimmbrett (Achse) betrachtest auf dem du liegst...was passiert mit den Beinen wenn sich dein Kopf nach unten neigt...?;-)

    LG
    Christina
  • Christian Weiss
    Christian Weiss    Premium Member
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    Re^5: Die Atmung beim Kraulen
    Hallo,

    Christinas Erfahrung deckt sich zu 100% mit meiner. Ich hab beide Techniken ausprobiert.
    Das kontinuierliche Ausatmen bekomme ich nur hin, wenn ich ausgeruht und konzentriert bin. Ich falle nach einer gewissen Zeit automatisch in die beschriebene "explosivere" Technik. Mit der Technik schwimme ich auch beim Langdistanz Triathlon und komme ausgeruht zum 1.Wechsel.
    Das schliesst ja den 3er Zug beim openwater - und Triathlon Schwimmen nicht aus.
    Vielleicht ist das ja auch nur eine Gewohnheitssache...aber ich denke, daß der Körper automatisch die für ihn ökonomischste Technik wählt.

    lg Chris
  • Fred Holstein
    Fred Holstein
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    Re^6: Die Atmung beim Kraulen
    Hallo an alle,

    ich habe da och einen Tipp für die nächsten Trainigsstunden.

    Versucht mal ganz bewusst, sobald die Hand im Wasser ist, "Kraft auszugeben" und sobald der Arm aus dem Wasser heraus ist, eine "Aktive Pause"; sprich lockere Führung des Armes nach vorn ; einzulegen.

    Außerdem soweit wie möglich mit der Hand körpermittig ziehen; ist effektiver im Vortrieb.

    Durch die "aktive Pause" wird eine ruhigere Atmung zumindest für das Training provoziert.
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  • Katarzyna Krukowska
    Katarzyna Krukowska
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    Re^8: Die Atmung beim Kraulen
    Also, ich bin grade erst der Gruppe beigetreten, dann gleich die Infos zum Thema Atmen gelesen und am Abend in der Schwimmhalle ausprobiert. Und was ist.... Ich kann das einmalige Ausatmen kurz vorm Einatmen nur empfehlen. Bei mir gab es noch ein mittelschweren Technikfehler beim Atmen mit dem ich schwer zu kämpfen hatte (man fällt in den falschen Bewegungsablauf immer wieder zurück - bei mir war das alles noch mit einem seher sehr unangenehmen Ziehen im Hals verbunden).
    Daher, VIELEN DANK für diesen Tipp! Kein Krampf und ich bin echt nicht so schnell aus der Puste!
    Kaja
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    Jörg Hünecke
    (not a XING member)
    Re^9: Die Atmung beim Kraulen
    Hallo,

    ich habe in meiner langjährigen Laufbahn als (Indoor-)Langstreckenschwimmer die Erfahrung gesammelt, dass es am effektivsten ist, die Atemluft während der Armzüge passiv ausströmen zu lassen. Also weder aktiv die Luft anhalten, noch bewusst über die Züge verteilt auszublasen. Allerdings ist das Kraulen in meinem Fall auch eine Ganzkörperbewegung und ich kann denn erwähnten Auftriebsverlust über meine Beinarbeit kompensieren. Zudem wäre es mir auch über die Technik des Armzuges, im Speziellen die Handstellung und Druckphase, möglich einen hinreichenden Auftrieb ohne Beinarbeit zu erzeugen.

    Die Idee mit dem Luftanhalten gehört für mich ehr in den Bereich der Sprints. Hier wird es zudem im Hochleistungsbereich seit geraumer Zeit auch wegen der entfallenden Körperdrehung pro 50m Bahn nur zwei bis dreimal geatmet.

    Wer ohnehin die Füße einen Meter unterwasser hat, kann sich das "Theater" sparen und sich eine Aqua-Jogging-Weste zulegen. ;-)

    Grüße Jörg