Liebe simplify-Community,

Regen, Wind, Kälte und „dunkle“ Feiertage wie Totensonntag und Allerheiligen – der November ist nicht gerade ein Monat, der uns hochmotiviert allmorgendlich zur Arbeit stürmen lässt. Fachleute schätzen, dass zwischen 10 und 20 Millionen Deutsche anfällig sind für die „seasonal affective disorder“, kurz SAD, die Herbst-Winter- Depression. Verursacht wird sie durch Lichtmangel und den daraus folgenden Mangel an bestimmten Hormonen, so genannten Glücksbotenstoffen wie Serotonin. Den Serotoninspiegel heben kann man mit einfachen Hilfsmitteln wie hellem Licht, Bananen, Schokolade und Humor. Spendieren Sie also jetzt häufiger mal Süßigkeiten oder einen Solariumbesuch als Laune-Aufheller!

Eine depressive Verstimmung bei einem Mitarbeiter kann natürlich auch eine tiefer gehende Ursache haben. Antriebsarmut, schlechte Stimmung und das Sinken der Leistungskraft können Hinweise sein auf eine ernsthafte psychische Krise. So haben die Deutsche Angestellten Krankenkasse und die Techniker Krankenkasse in Untersuchungen festgestellt, dass psychische Erkrankungen inzwischen zu den häufigsten Ursachen für Krankschreibungen und Fehlzeiten zählen. Damit ist die – fehlende – seelische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter ein ernsthafter Kostenfaktor. Unternehmensinterne Ursachen für die fehlende psychische Ausgeglichenheit von Mitarbeitern sind Stress, ein schlechtes Betriebsklima und mangelhafte Führung durch Vorgesetzte. Beim Internationalen Kongress für Verhaltensmedizin berichteten Mediziner auch von der Gefahr der „Belohnungskrise“: Wenn Mitarbeiter sich abstrampeln und trotz guter Ergebnisse zu wenig Anerkennung und Förderung bekommen, erhöht sich ihr Risiko, ernsthaft zu erkranken, zu sterben, alkoholkrank oder depressiv zu werden, innerhalb weniger Jahre um 100 %.
Lassen Sie es also nicht so weit kommen! Beginnen Sie gerade jetzt im November, wenn Ihre Mitarbeiter besonders anfällig sind für Frustrationen, Ihr Mentoring-Programm. Gehen Sie in folgenden 5 simplify-Schritten vor:

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Der Vielseitigkeitssport: Chef sein!
Als Chef haben Sie viele Berufe: mal sind Sie Trainer, mal Beichtvater, mal Detektiv, mal Drehbuchautor. Gar nicht so einfach, bei so vielen Aufgaben den Blick fürs Wesentliche zu behalten. Machen Sie es sich darum etwas einfacher – mit den Vereinfachungstipps aus simplify your business! 1 Ausgabe gratis testen!

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1. Klare Leitlinien vorgeben
Ihre Mitarbeiter können nur zu Ihrer und ihrer eigenen Zufriedenheit arbeiten, wenn sie genau wissen,
•welche Ziele sie erreichen sollen und
•wie sie diese Ziele erreichen können.
Definieren Sie diese Ziele so präzise wie möglich. Sagen Sie nicht: „Wir brauchen dringend mehr Kunden und neue Aufträge.“ Stattdessen sollten Sie ganz konkret vorgeben: „Wir wollen in den kommenden 6 Monaten 10 neue Kunden gewinnen.“ Dann besprechen Sie mögliche Wege der Kundengewinnung. Welche Firmen könnten telefonisch angesprochen werden? Wie könnten Endverbraucher über Ihr Angebot informiert werden? Wer übernimmt welche Aufgaben? Teilen Sie jedes Projekt in zeitlich und inhaltlich überschaubare Einzelabschnitte auf.

2. Zuhören und sich kümmern
Geschichtenerzählen gilt als ein Mittel der Kommunikation. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter erzählen, wie sie ihre Projekte angegangen sind, welche Probleme sie wie gelöst haben, welche Erfahrungen sie gemacht haben und welche Schwierigkeiten noch nicht beseitigt sind. Nehmen Sie sich dafür unbedingt ausreichend Zeit! Hören Sie genau hin, achten Sie auf Details. Fragen Sie nach, wenn etwas unklar geblieben ist. Sagen Sie deutlich, dass jeder Mitarbeiter Sie bei Problemen ansprechen kann. Viele Chefs sagen: „Meine Tür ist für alle immer offen.“ Ob Sie das Zuhören und Kümmern in dieser Form pflegen möchten oder lieber mit fest vereinbarten Terminen, können Sie selbst entscheiden. Häufige Störungen bei der Arbeit, die man gerade macht, sind nicht jedermanns Sache. Falls Sie eine Kultur des offenen Büros pflegen, achten Sie darauf, dass Sie Ihre Mitarbeiter nicht nur abwimmeln. Haben Sie im Augenblick keine Zeit, vereinbaren Sie sofort einen Termin für ein Gespräch.

3. Auch kleine Erfolge feiern
Warten Sie mit Lob nicht bis zum Abschluss eines Projekts. Erkundigen Sie sich regelmäßig nach Fortschritten. Spenden Sie Ihren Mitarbeitern gerade jetzt, wenn sie im Herbst-Tief sind, auch für kleine Erfolge Anerkennung. Hierbei zahlt es sich aus, wenn Sie ein Projekt in mehrere leicht überschaubare Abschnitte aufgeteilt haben. Dann können Ihre Mitarbeiter alle Abschnitte nacheinander erledigen und haben immer wieder ein Erfolgserlebnis.

4. Tadel mit Lob und Lösungen kombinieren
Hier ein Beispiel aus der Praxis: Die Mitarbeiter eines kleinen Unternehmens vergaßen, für eine wichtige Messe den Prototyp eines neuen Produktes einzupacken. Das Teil sollte nachgeschickt werden, ging aber auf dem Transport kaputt. Tausende von Messebesuchern konnten die Innovation nur auf Fotos bewundern. Es gab kaum Bestellungen – ein großer Schaden für das Unternehmen. Der Chef des Unternehmens hat ein aufbrausendes Temperament. Trotzdem zügelte er seinen Ärger. Er sagte deutlich, aber ruhig, dass er enttäuscht sei. Doch dann lobte er seine Mitarbeiter dafür, dass sie bis auf diesen Schnitzer alles gut und richtig gemacht hatten. Beim Abendessen beschlossen sie gemeinsam, künftig anhand einer Checkliste zu packen, die 2 Mitarbeiter abhaken würden.

5. Fähigkeiten und Charakter entwickeln
Als Chef stellen Sie Mitarbeiter ein, weil diese bestimmte Kenntnisse, Fähigkeiten und persönliche Merkmale haben. Doch trotz guter Menschenkenntnis können wir alle uns irren. Vielleicht haben Sie auch schon Mitarbeiter eingestellt, die sich erst später als schwerfällig oder miesepetrig entpuppt haben. Geben Sie diesen Menschen trotzdem die Chance, ihre Fähigkeiten einzubringen und sich weiterzuentwickeln. Erwecken Sie nicht den Eindruck, jemanden nicht zu fördern, weil Sie ihn nicht mögen. Greifen Sie nur ein, wenn charakterliche Eigenheiten eines Mitarbeiters Defizite darstellen, die das Betriebsklima stören. Dazu gehören z. B. Unehrlichkeit und Intriganz. Sagen Sie klipp und klar, dass Sie derartige Verhaltensauffälligkeiten nicht tolerieren. Erklären Sie dem betreffenden Mitarbeiter genau, was Sie stört und dass er sich auch selbst damit schadet. Verhalten Sie sich immer gemäß Ihrem eigenen Wertesystem, und vermitteln Sie dieses an Ihre Mitarbeiter.

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Liebe simplify-Community, ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung und ein schönes Wochenende.

Viele Grüße
Elena Belenkaja



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Dieser Newsletter wurde von Moderatorin Elena Belenkaja für die Gruppe "Die simplify - Community" verfasst.

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