sneep - student network for ethics in economics and practice

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  • Marta Mistela
    Marta Mistela
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    Unternehmensethik im digitalen Informationszeitalter - Zittauer Gespräche zur Wirtschafts- und Unternehmensethik 2010
    Liebe Mitglieder der sneep-Gruppe,

    auch in diesem Jahr werden am IHI Zittau (http://www.ihi-zittau.de) Zittauer Gespräche zur Wirtschafts- und Unternehmensethik veranstaltet. Mehrere bekannte Referenten aus dem wirtschaftsethischen Bereich werden am 15. und 16. Oktober das Thema „Unternehmensethik im digitalen Informationszeitalter“ diskutieren. Unten findet Ihr die ausführliche Beschreibung der Veranstaltung. Wir laden Euch herzlich zur Teilnahme an den Diskussionen ein!

    Bei allen Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung.

    Mit besten Grüßen aus Zittau
    Marta Mistela

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    Unternehmensethik im digitalen Informationszeitalter
    Zittau, 15.-16. Oktober 2010

    Der Begriff des Informationszeitalters (Capurro 1995, Castells 2001) ist in den letzten 15 Jahren zu einem Leitbegriff wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wandlungsprozesse geworden. Die revolutionäre Durchdringung aller Handlungsebenen durch digitale Informations- und Kommunikationstechnologien und der allerorts mögliche Zugriff auf globale Datenströme haben einerseits dazu geführt, dass sich das Spektrum der Handlungsmöglichkeiten von Akteuren erheblich erweitert hat. Dabei sind nicht nur neue Typen von Unternehmen und Unternehmenskooperationen entstanden; Information ist vielmehr selbst zu einem elementaren Handelsgut geworden, das auf legalen und illegalen Märkten nachgefragt und in allen Preislagen gehandelt wird. Andererseits erodiert zunehmend das Vertrauen von Anbietern und Nachfragern in die eigene Datensicherheit. So wird immer mehr Internetteilnehmern der Umstand bewusst, dass Netzbetreiber (wie etwa AOL oder Telekom) und Service-Anbieter (wie etwa Google, Facebook, Xing u.a.) personenbezogene Daten ihrer Nutzer an verschiedensten Orten routinemäßig archivieren und diese bei Bedarf übergreifend rekombinieren können. Arbeitnehmerverbände beklagen, dass Unternehmen personenbezogene Daten ihrer Mitarbeiter zur Wahrung personalpolitischer und sicherheitsbezogener Interessen gegen geltende Datenschutzrechte verwenden und auswerten. Schließlich ist auch für Unternehmen und staatliche Behörden das illegale Ausspähen von sensiblen Informationen durch in- und ausländische Hacker zu einem ernsthaften Sicherheitsproblem geworden.

    Es lässt sich folgerichtig ein neues Unbehagen in der Kultur des Internets feststellen, das zunehmend das individuelle Vertrauen in moderne Kommunikationstechnologien und Informationsnetzwerke und die hiermit verbundenen Märkte untergräbt. Angesichts dieser Entwicklungen und Missstände wird in der politischen Arena immer stärker um die hoheitliche Regulierung der global zirkulierenden Datenströme gestritten. Dabei prallen nicht nur unterschiedliche Vorstellungen von Moral, Recht und Gesellschaft aufeinander. Vielmehr entsteht auch international ein Disput um die Frage, welche Regeln gelten sollen und wessen Interessen von wem als legitim anzuerkennen sind.

    Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen soll im Rahmen der 5. Zittauer Gespräche zur Wirtschafts- und Unternehmensethik erörtert werden, ob und inwieweit die informationstechnologische Durchdringung wirtschaftlichen und unternehmerischen Handelns ein eigenständiges Themenfeld der Wirtschafts- und Unternehmensethik darstellen sollte. Themen, die in diesem Zusammenhang zu behandeln wären, sind u.a.:
    • Gesetzliche Grundlagen der Datensicherheit in der Telekommunikation
    • Sicherheitsrisiken und Sicherheitsmärkte im Internet
    • Vertrauensmanagement in der Informationsökonomie
    • Informationsökonomie und Wirtschaftsethik

    Die Teilnahmegebühr für die 5. Zittauer Gespräche zur Wirtschafts- und Unternehmensethik beträgt 80,- Euro.

    Kontakt und Anmeldung: Dr. Eckhard Burkatzki, Internationales Hochschulinstitut Zittau, Lehrstuhl für Sozialwissenschaften, E-Mail: burkatzki[at]ihi-zittau.de.