Spandau

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  • Sven Dartsch
    Sven Dartsch    Premium Member   Group moderator
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    03 Feb 2010, 10:21 am
    professionelle Webseite geschenkt
    Hallo Spandauer,

    und alle, die es gerne wären ;-)

    Ich komme gerade aus einer Besprechung bei der es um ein Projekt ging, jungen Menschen den Einstieg in die Medien- Werbebranche zu geben. Das Projekt sieht vor, dass Unternehmen kostenfrei Werbematerialien beziehen können bzw. nur Materialkosten umgelegt werden.

    Im Hintergrund steht - auch wenn jetzt der ein oder andere die Hände über den Kopf zusammenschlägt - eine Stiftung, diese Stiftung ist ein seriöses Unternehmen eines bekannten deutschen Promis. Dieser möchte damit schaffen, dass junge Menschen Arbeitsproben und Referenzen aus dem tatsächlichen Leben schaffen. Dieses Projekt soll von erfahrenen Werbefachleuten betreut werden, diese sprechen mit den Mandanten, tragen sorge dafür, dass die Aufträge fristgerecht und professionell ausgeführt werden und greifen im Zweifelsfall korrigierend ein.

    Ich bin mir in meinem Urteil nicht sicher, ob Unternehmen tatsächlich auf dieses Angebot eingehen. Daher würden mich die Meinungen dazu - zunächst einmal aus Spandau - interessieren.

    Viele Grüße

    Sven Dartsch
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  • Sven Dartsch
    Sven Dartsch    Premium Member   Group moderator
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    Hallo Herr Graetz,

    das ist genau der Punkt. Genau diese Reaktion befürchte ich wenn man mit dem Konzept auf den Markt geht.

    Die Stiftung macht Gelder dafür locker, dass Werbe- und Marketingprofis sich um Berufseinsteiger kümmern, die in die Medienbranche wollen.
    Diese Newbies erstellen dann Werbemittel unter professioneller Betreuung und Unterstützung um sich Referenzen zu schaffen. Durch mehr, qualifizierte und "echte" Referenzen (sprich Werbemittel die nicht fiktiven Unternehmen gelten, sondern tatsächlich genutzt und gebracuht werden) sollen diese dann tatsächlich in Brot und Lohn kommen.

    Mir wurde diese Idee heute morgen vorgestellt. Ich soll für diese Stiftung nun ausarbeiten, ob das Projekt machbar ist, auch von Unternehmen angenommen wird und einen Kosten-/Nutzenaufwand aufstellen. Aber allein bei der Frage ob diese Idee bei Unternehmen ankommt, habe ich genau mit Ihrer Frage gerechnet. Warum verschenkt jemand professionelle Werbemittel (bzw. legt nur die Kosten für Druck etc. um)?
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  • Sven Dartsch
    Sven Dartsch    Premium Member   Group moderator
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    Guten Morgen Herr Khalil,

    da ich auch selbst erst mit der Idee konfrontiert wurde, kann ich Ihnen noch keine konkrete Antwort geben.
    Ich wurde zu einem Treffen der Stiftung eingeladen, wo mir eine Idee wie oben beschrieben präsentiert wurde. Auf den ersten Blick eine gute Sache, Leute von der Straße holen, Ihnen Referenzen verschaffen und sie dann hoffentlich in einer Werbeagentur unterbringen oder Ihnen den Weg in die Selbstständigkeit bahnen.

    Sicherlich wird kein ums Überleben kämpfender Fachmann sich dort einbringen und den Markt weiter in die Breite ziehen. Auf der anderen Seite sollen die Projekt-Betreuer aus bedeutenden Werbeagenturen kommen. Kontakte zu BBDO, Grey, Jung van Matt etc. bestehen.
    Was diese Leute verdienen ist recht beträchtlich, was sie für so ein Projekt an Vergütung fordern kann man nur abschätzen ich rechne aber mit 100EUR/Std. wenn sie dem Projekt wohlgesonnen sind.

    Den Wert solcher Referenzen über die ein Holger Jung, Jean-Remy von Matt, Sebastian Kaiser, Chris Wallon und wie sie alle heißen geschaut haben ist nicht zu unterschätzen. Sicherlich ein großes imaterielles Grundkapital aus dem sich viel machen lässt.

    Eine Gegenleistung gibt es (zumindest nach den Informationen die ich erhalten habe) nicht für die Teilnehmer dieses Projekts.
    Der Stiftungseigner will noch nicht einmal in das öffentliche Licht damit kommen.
    Bisher sehe ich eine reine Geldvernichtungsmaschine.

    Momentan sehe ich folgendes:
    In einem bereits weit gefächerten Markt, der zu einem Großteil von Laien, vielfach stümperhaft bearbeitet wird, sollen Arbeitslose / -suchende Fuß fassen können. Über große Namen in der Branche sollen diese Referenzen erhalten.
    Damit solche Arbeiten tatsächlich professionell ausgeführt werden können muss eine entsprechende EDV- und Büroausstattung angeschafft werden. Dazu kommen enorme laufende Kosten für die Werbeprofis, die zudem noch mit ihren Namen dort einstehen.
    Einen Nutzen für die Stiftung habe ich bisher nicht gefunden. Selbst mit "einen Namen machen" durch ein wieteres soziales Projekt kann man nicht argumentieren, da die Stiftung damit nicht groß werben will.

    Unabhängig dieser ganzer Gedanken, glauben Sie, dass Unternehmen auf ein solches Angebot kostenloser Werbung von Profis eingehen würden?

    Viele Grüße

    Sven Dartsch
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  • Sven Dartsch
    Sven Dartsch    Premium Member   Group moderator
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    ?????????????????
    ich glaube ich habe das nicht verstanden.

    - Praktikum ?
    - Ausbildung ?
    - zweiter (dritter, vierter)... Bildungsweg
    - Anzüchtung weiterer Semiprofis.................... Hilfeeeeeeeee

    ....oder doch ganz anders??
    verständnislose Grüße aus der Altstadt


    Hallo Frau Sattler,

    es richtet sich nicht an Laien, sondern an Studis die alles sehr theoretisch und fern ab jeder praxis erlernen und keine "echten Referenzen" erarbeiten die auf dem freien Markt zu finden sind.
    Es geht eher darum, die Möchtegerns im Preis noch zu unterbieten bei gleichzeitiger Demonstration was gute Werbung ausmacht. Sicherlich auch der Hintergedanke dem Klein- und Mittelstand Unterschiede zwischen der Webseite für 250EUR vom Laien zum professionellen Webauftritt aufzuzeigen.

    Hallo Herr Graetz,

    wenn es tatsächlich zur Ausführung des Projekts kommt werde ich an Sie denken bzw. Sie ins Gespräch bringen.

    Viele Grüße

    Sven Dartsch
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