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O.k., interessant.
Um sicher zu gehen: Es ist wichtig, dem Leser zu sagen, was er als nächstes tun soll oder kann. Klicken, eine Website besuchen, an einem Gewinnspiel teilnehmen, bis dann und dann antworten. Das funktioniert je nach dem Schema "Wenn du das wissen oder haben willst, musst du das tun". Leserführung sozusagen.
Mir geht es ausschließlich um diese nicht begründeten Imperative, wie "Kauf!", "Hol Dir!" oder "Geh da hin!". Wenn's funktionieren sollte, wäre das ein Indiz, dass viele nicht auf Augenhöhe angesprochen sondern von oben herab kommandiert werden wollen. Vom Eltern-Ich zum Kind-Ich.

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Dr. Gerd Kalkbrenner Premium-Mitglied
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"Augenhöhe" und Wertschätzung des Gegenüber zeugen von einer Haltung, mit der ich mich gut identifizieren kann. Und vielleicht geht es bei der Ausgangsfrage genau um diesen Punkt. Wie möchte ich eigentlich kommunizieren? Da kann ich klar sagen: Ich möchte nichts suggeriert bekommen, deshalb suggeriere (befehle) ich auch anderen nichts. Auch wenn Google jetzt "den ganzen Weg bis zur Sparkasse" lacht :-)

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Christian Schmid Premium-Mitglied
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Man wird nach Märkten und Zielgruppen unterscheiden müssen: Sind die Produkte im Grunde austauschbare Konsumgüter, wird die 'breite Masse' angesprochen, dann hat R.P. vollkommen recht: Je platter desto besser ;-) Dass man ein hochwertiges Kultur- oder Luxusgut so nicht verkaufen kann, ist ebenso einsehbar.

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Reinhard Matern
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Reinhard Matern schrieb:
Luxusgut so nicht verkaufen kann, ist ebenso einsehbar.
ist einfach nicht richtig. luxusgüter wollen ebenso platt verkauft werden. das sind auch nur menschen ;-)
"Klicken Sie hier! Jetzt bestellen! Preisvorteil sichern! Sofort zuschlagen!"
und ich habe mir abgewöhnt von mir auf die masse zu übertragen. das funktioniert so einfach nicht. wunschdenken ist ebenfalls nicht angebracht im marketing wie "was ich nicht will, das tue ich auch anderen nicht an." die praxis bestraft diese denke lügen.
eine kleine differenzierung muss man allerdings vornehmen: geht es um marken- und imagebildung oder geht es um abverkauf? bei zweiterem ist sicherlich die befehlsvariante in frage zu stellen.

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Christoph Woerner Premium-Mitglied Gruppenmoderator
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Dann differenziere ich noch weiter ;-) Ein Online Shop, in dem primär die günstigen Preise zum Besuch animieren, gleichgültig um was für Produkte es sich handelt, sich aber aufgrund der Preise an die Masse wendet, wird natürlich ohne solche Ansprachen keinen hinreichenden Erfolg haben.
Der Verkauf von hochwertigen Produkten an die eigene Zielgruppe geschieht allerdings primär über eine Imagebildung. Eine eingängige Benutzerführung würde ich in diesem Fall nicht mit dem Kasernenton vergleichen wollen, der in den Massenmärkten wirkt.

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Reinhard Matern
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Wenn die Botschaft "Kauf mich!" heißen soll, was spricht dann dagegen, "Kauf mich!" zu sagen? Ich bin sicher, die Leute haben zu einem großen Teil die Nase voll von jeder Art von Einseife und finden klare Worte angenehmer.

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Thilo Baum Premium-Mitglied Gruppenmoderator
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