Standortmarketing

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  • Carolin Doderer
    Carolin Doderer    Premium Member   Group moderator
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    WER GEWINNT – WER VERLIERT?
    Machen wir uns nichts vor: Nicht jeder kann die Globalisierung positiv verbuchen.
    Standorte prägen bisweilen Standpunkte. Für alle Beteiligten werden Standortthemen
    in Zukunft noch eine zentralere Rolle spielen.

    . Bundesländer, Landkreise, Gemeinden
    . Industrie
    . Tourismus
    . Immobilienwirtschaft

    ... ja, im Grunde jeder, der sich mit seiner Zukunft auseinander setzt.

    Wo werden die Herausforderungen am besten zu meistern sein? Internetional? National?
    Regional? Fragen, die vielfach und regelmäßig untersucht werden. Klar ist indes die zukünftige
    Gewichtung der Metropolregionen. Klar ist die steigende Lebenserwartung. Klar ist daher aber
    auch die langfristige Sehnsucht des Menschen nach einem im positiven Sinne überschaubaren
    Leben ohne urbane Stressfaktoren.

    Spricht das mittelfristig für die "heile Familie im ländlichen Raum"?

    Danach sieht es nicht aus, zumal gerade junge Frauen diese Gebiete verlassen und sehr
    den Metropolen zugewandt sind.
  • Andreas Haderlein
    Andreas Haderlein    Premium Member   Group moderator
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    Re: WER GEWINNT – WER VERLIERT?
    Hallo Frau Doderer,

    möchte gerne Ihre Anmerkungen ergänzen: Klar ist meiner Meinung nach auch, dass das Ausschließlichkeits-Denken, also eine Entweder-Oder-Logik bei der Standortwahl resp. Wohnortwahl von Familien und Unternehmen zu bröckeln beginnt. Nehmen wir das Beispiel Neo-Ökologie, das wir im Zukunftsinstitut als wichtigen Megatrend entlang unserer Betrachtunegn zu Fragen des Standortmarketings (Studie "Deutschland 2020") betrachten. Die in unserer Studie beschriebenen Top-Standorte belegen nachdrücklich, dass Ökonomie UND Ökologie, Wirtschaft UND Spitzenforschung und vor allem Lebensqualität (im Sinne einer gelungenen Work-Life-Balance) UND Wachstum – denken Sie an das Buzzword LOHAS – vereinbar sind und so die Zukunftsfähigkeit eines Standorts sicherstellen.

    In der Klassifizierung von Regionen verwende ich in diesem Zusammenhang auch gerne den Begriff der Meta-Region. Und meine damit große Metropolen, die weder Stadt noch Region im klassischen Sinne sind, eher Urbanitäts-Cluster mit einem wirtschaftlich starkem Umland. Frankfurt, München, Düsseldorf oder natürlich auch Berlin.

    Ähnlich sehe ich es auch bei der Wer gewinnt/Wer verliert-Frage. Des einen Verlust, ist des anderen Gewinn. Wo manche Standorte mit exzellenten Wirtschaftsdaten glänzen (BIP, Kaufkraft etc.) steigen wieder andere mit hoher sozialer Innovationskraft (etwa hohe Anzahl an Kinderbetreuungsplätze, Altersaktivität, Öko-Anbau oder hohe Frauen-Beschäftigtenquote) in das Rennen um die besten Köpfe und Unternehmen ein.

    Beste Grüße. Andreas Haderlein
  • Carolin Doderer
    Carolin Doderer    Premium Member   Group moderator
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    Re^2: WER GEWINNT – WER VERLIERT?
    Herzlichen Dank, Herr Haderlein.
    Zwar etwas später aber ich habe mich über Ihre Ergänzungen sehr gefreut!

    Sonnige Grüße
    Carolin Doderer