stART- Kunst | Kultur | Web
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Ronja Hartmann Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.In Vorfreude auf die stART
Hallo!
nachdem ich schon ein wenig mitlese, möchte ich mich nun endlich vorstellen - ganz im Sinne der Transparenz in sozialen Netzwerken :)
Ich bin gelernte Bildhauerin, habe einen Bachelor in Kultur- und Medienmanagement und verdiene mein Geld mit Technologie-PR. Soweit so gut, das lässt sich auch in meinem Profil nachlesen :)
In unregelmäßigen Abständen veranstalte, initiiere und kommuniziere ich Kunst - Ausstellungen, Symposien, Interdisziplinäres, so wie es zum jeweiligen Thema gerade passt und je nachdem, was mir einfällt :)
Kulturmanagement habe ich ursprünglich studiert, um meine Aktionen auf professionelle Beine zu stellen und das hat sich auch bezahlt gemacht. Nun besteht mein Freundes- und Bekanntenkreis zum Großteil aus Menschen, die etwas mit Kunst und Kultur zu tun haben und mit meinem erneuten Start in die PR-Selbständigkeit häufen sich die Anfragen nach Unterstützung bei der strategischen Kommunikation.
Für Kulturinstitutionen und -Projekte habe ich immer wieder etwas gemacht und sehe hier die Web 2.0-Möglichkeiten als großen Gewinn. Aber was ist mit dem bildenden Künstler?
Was mich derzeit beschäftigt, und wo ich mich über einen Austausch in diesem Forum freuen würde, ist die Frage, wie sich der traditionelle Kunstmarkt und die direkte Kommunikation von Künstlern über Communities und Netzwerke miteinander verstehen oder verbinden lassen. Entsteht dadurch eine Konkurrenzsituation zwischen Galerien und Künstlern? Inwiefern lassen Galeristen die direkte Positionierung (und Vermarktung) ihrer Künstler überhaupt zu? Funktioniert Web 2.0 in der bildenden Kunst überhaupt nur für Künstler, die sich außerhalb eines klassischen Kunstmarktes - mit Galerien, Verkaufsausstellungen, Stipendien - befinden? Kennt wer Beispiele gelungener Interaktion zwischen bekannten Künstlern und ihrem Publikum oder gar ihren Käufern/Auftraggebern über das Internet?
Ich freue mich auf regen Austausch! Vielleicht sieht man sich ja in Duisburg!
Viele Grüße
Ronja Hartmann
- 21 Sep 2009, 10:51 am
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Christian Henner-Fehr Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: In Vorfreude auf die stART
Hallo Frau Hartmann,
ich freu mich, wenn wir uns in Duisburg kennenlernen. Die Frage, ob Galerien und Künstler in eine Konkurrenzsituation geraten können, ist nicht so einfach zu beantworten. Wenn Galerien und Künstler beide das Web 2.0 nutzen und auch die Philosophie dahinter leben, dann werden sich beide großartig ergänzen. Ich denke, die Außensicht des Galeristen oder der Galeristin ist wichtig, um einschätzen zu können, welche Bedeutung die einzelnen Künstler bzw. Künstlerinnen für den Kunstmarkt haben. Als Betroffener ist man da sehr subjektiv und gerät schnell in Gefahr, die eigene Arbeit zu über- oder unterschätzen.
Ist die Galerie aber der Gatekeeper, der darüber entscheidet, ob der Künstler den "Markteintritt" schafft oder nicht und damit dafür sorgt, ob seine Werke verkauft werden, dann kann das sehr schnell zum Gegeneinander werden. Ein im Umgang mit dem Web 2.0 versierter Künstler kann dann auch ohne Galerie seine Werke verkaufen und sich die entsprechene Reputation aufbauen.
Das heißt, es ist ganz stark von den einzelnen Personen abhängig, um die es jeweils geht. Eine generelle Antwort wird und kann es hier nicht geben.
viele Grüße
Christian Henner-Fehr
- 23 Sep 2009, 9:49 pm
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Ronja Hartmann Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: In Vorfreude auf die stART
Hallo Herr Henner-Fehr,
persönlich haben wir uns zwar nicht kennengelernt in Duisburg, aber die Konferenz war wirklich herrlich!
Ich gebe Ihnen recht, wie immer wird es auch hier von Personen abhängen, soviel ist klar. Und zwar auf beiden Seiten.
Einerseits kollidiert der traditionelle Galerie-Ansatz meiner Meinung nach mit dem Web 2.0.
Allerdings wird es vermutlich auch der bildenden Kunst wie der Musik, Literatur und Filmindustrie ergehen: die Zeiten der großen Labels und Verlage, die als Gatekeeper fungieren und große Zugpferde unter Vertrag haben (und halten), die mit ihren Verkäufen die kleinen Nischen finanzieren, sind halbwegs vorbei. Die Direktvermarktung wird sicher auch in der Kunst Einzug halten.
Andererseits stehen auch viele Künstler dieser Entwicklung im Weg, mit ihrer Sorge, sich durch ein Web 2.0-Engagement etwas kaputt zu machen, ihre Galeristen zu verprellen oder die Preise durcheinander zu bringen - insbesondere, wenn sie bereits einen Fuss in der vermeintlichen Tür zum Kunstmarkt haben
Spannend fand ich die These im Vortrag von Benedikt Köhler und Jörg Blumtritt ob ein Kunstmarkt (nach irgendwelchen Marktgesetzen operierend) überhaupt existiert.
Die Angst der Künstler, sich einen solchen zu zerstören ist immerhin ziemlich verbreitet.
Es bleibt spannend auf jeden Fall in diesem Bereich!
Viele Grüße
Ronja Hartmann
- 29 Sep 2009, 10:28 am
