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Dorian Ines GuettThe company name is only visible to registered members.Museums-Apps
Ich habe grade meiner Bachelorarbeit "Smartphone-Applikationen im Museumsbereich" beendet und unter
http://www.museums-app.de veröffentlicht. Im Folgenden sind Arbeit und Verteidigung kurz zusammengefasst.
Schwerpunkt ist die Analyse aller Apps, die von Museen entwickelt oder beauftragt wurden und sich an Endanwender wie Museumsbesucher und/oder User im Netz richten. Bis zum Redaktionsschuss meiner BA (20. April 2010) habe ich weltweit 47 Anwendungen gefunden, weitere 21 kamen bis zu meinem Verteidigungstermin (02. Juni) hinzu.
Bis zu diesem Termin sind, bis auf zwei Ausnahmen (Horseracing Museum im Ovi Store & Canadian Museum of Civilisation in der Blackberry App World), alle Apps in iTunes Store erschienen. Deshalb werden hier werden nur die 66 Applikation von Apples Plattform näher beleuchtet.
Zahlen und Fakten
Vorrangig überregional bekannte Museen mit starker Webpräsenz entscheiden sich zur Entwicklung einer eignen Applikation. Beispiele dafür sind der Louvre, das British Museum, das SFMOMA, die Uffizien und die Tate Modern, aber auch kleinere Museen wie das Pittsburg Museum of Cartoon Art sind vertreten.
20 der 66 Apps, die bis Anfang Juni im iTunes Store zu finden waren, stammen auf den USA, Zwölf aus Frankreich, acht aus Groß Britannien, sechs aus Italien und fünf aus Deutschland. Auch aus Ägypten, Japan, Kroatien, Mexico, der Schweiz und diversen anderen Ländern kommen einzelne Anwendungen.
44 der Apps behandeln Dauerausstellungen, die anderen Sonderausstellungen und Projekte.
35 laden ihre Inhalte komplett auf das iPhone, bzw. den iPod touch und brauchen somit für die Verwendung kein Internet. Damit verzichten sie auf einen Großteil der Möglichkeiten, wie zum Beispiel das Anbieten von Kommunikationsplattformen (soziale Netzwerke). Vorteil ist, das jeder iPhonebesitzer ohne Zusatzkosten (Internet ist für Touristen aus dem Ausland sehr teuer) und jeder iPod touch-Besitzer ohne WLAN-Netz vor Ort die Anwendung nutzen kann. Für 15 Apps ist Internet zur Verwendung der Apps unbedingt nötig, 16 brauchen für einen Teil ihrer Angebote Netz. Letztere laden meist weitere Inhalte wie Informationen über aktuelle Sonderausstellungen oder Veranstaltungen auf des Gerät.
Klassische Inhalte sind Sammlungshightlights, die über Bilder, Videos, Audiotracks und Texte präsentiert werden, sowie Audioguides und Neuigkeiten. Auch Anbindungen an soziale Netzwerke, ganze Sammlungen, Spiele und Zusatzinformationen werden angeboten. Interessant sind auch die Sonderformen, die Beispielsweise ein eigenständiges Kunstwerk sein können (siehe "How It Is" oder "Great Court") oder Sammlungsbestände auf Stadtkarten verorten (siehe "Museum of London").
Die Masse an Rückmeldungen von den Nutzern sind sehr unterschiedlich. Herausragend ist die App des Louvres, der Länderübergreifend zehntausende von Ratings im iTunes Store hat. Allerdings gibt es auch Anwendungen, die noch nicht mal auf einen Bewertungsdurchschnitt (5 abgegebene Stimmen) kommen.
Persönliche Einschätzung
Meiner Einschätzung nach wird die Anzahl an Apps weiterhin kontinuierlich ansteigen, so das es in drei Jahren vielleicht 50 Anwendungen aus deutschen Museen geben wird. Andere Plattformen wie Googles Android werden wichtiger werden und es wird mehr Online-Apps geben. Möglichkeiten wie AR oder OR werden an Bedeutung gewinnen und neue Techniken entwickelt werden.
Erfolgreiche Apps sind Teil eines medienübergreifenden Gesamtkonzeptes, werden allerdings auch als eigenständiges Medium mit speziellen Eigenschaften und Möglichkeiten begriffen. Inhalte müssen auf das Gerät speziell zugeschnitten werden. Wichtig sind technische Innovationen, zielgruppenorientiertes Marketing und das Design.
Mit freundlichen Grüßen
Dorian I. Gütt
- 20 Jul 2010, 2:13 pm
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Christian Henner-Fehr Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Museums-Apps
Super, vielen Dank für die Zusammenfassung und den Link zur Arbeit. Vor allem die Einschätzung, dass Apps Teil eines medienübergreifenden Gesamtkonzeptes sein sollten, ist wichtig. Es wird interessant sein zu sehen, wie diese Konzepte aussehen.
viele Grüße
Christian Henner-Fehr
- 20 Jul 2010, 9:33 pm
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Dorian Ines GuettThe company name is only visible to registered members.Re^2: Museums-Apps
Ich bin ebenfalls gespannt auf neuartige Konzepte – insbesondere in Fällen, in denen Besucher nicht mehr nur als Konsumenten sondern auch als mögliche Informationsproduzenten behandelt werden. Wenn Ihnen solche Anwendungen bekannt sind, können Sie mir gern einen Link schicken oder an dieser Stelle veröffentlichen.
Danke und sonnige Grüße aus Berlin
Dorian I. Gütt
- 21 Jul 2010, 11:02 am
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Alexander von HalemThe company name is only visible to registered members.Re^3: Museums-Apps
Interessant wäre vielleicht auch ergänzend, welche Museen Webauftritte dermaßen für mobile Geräte optimiert haben, dass das Ablegen eines bookmarks als icon auf dem iPhone / iPad bereits einen adäquaten Ersatz für eine vollwertige app darstellt.
Grüße
Alexander v. Halem
- 21 Jul 2010, 7:30 pm
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Dorian Ines GuettThe company name is only visible to registered members.Re^4: Museums-Apps
Die Recherche zum Thema Mobile Web im Museumsbereich (in meiner BA auf Seite 42 näher erläutert) ist noch wesentlich aufwendiger als die zu Apps. Ich habe mit hilfe von wiki.museummobile.info und Partnerseiten einzelne Beispiele gefunden:
Dallas Museum of Art
San Jose Museum of Art
Powerhouse Museum
[...]
Aber es war bisher weder eine Seite dabei, die ich richtig gut fand noch ist mir eine aus einem deutschen Museum begegnet. Gibt es noch andere Verzeichnisse zu solchen "Web-Apps"? Kennt jemand eine "gute"?
- 22 Jul 2010, 11:04 am
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Christian Henner-Fehr Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^5: Museums-Apps
Mir ist da leider auch nichts bekannt. Ein ganz anderer Aspekt taucht aber auf, wenn man das Blogpost "CultureClic – App der französischen Museen" (
http://blog.culture-to-go.com/2010/03/10/cultureclic-app-der...) von Michael Müller liest. Eine App für 1.300 Museen, das geht wohl nur, wie Michael Müller richtig schreibt, weil Frankreich noch recht zentralistisch organisiert ist.
Museumsseiten, die eine eigene "mobile" Version anbieten, kenne ich bei uns gar nicht, muss aber gestehen, dass ich noch nicht intensiv gesucht habe. Ein schönes Beispiel stellt die Seite des Smithsonian’s National Postal Museum dar:
http://npm.si.edu/mobile/
- 22 Jul 2010, 12:25 pm
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Christian Henner-Fehr Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^6: Museums-Apps
Und ebenfalls auf dem Culture to go Blog gefunden: der Hinweis auf die mobile Website des Prado Museums:
http://blog.culture-to-go.com/2010/05/28/prado-mobil-iphone-...
- 22 Jul 2010, 7:07 pm
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Ulrike Schmid Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^7: Museums-Apps
Passend zum Thema: die App von Emscher Kusnt 2010, die ich quasi im Feldversuch getestet und als Gastautorin bei culture to go vorgestellt habe.
http://bit.ly/aeNSRq
- 23 Jul 2010, 5:16 pm
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Christian Henner-Fehr Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^8: Museums-Apps
Danke Ulrike, da sind wir ja tagesaktuell. :-)
- 23 Jul 2010, 5:28 pm
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Dorian Ines GuettThe company name is only visible to registered members.Besser als APPs?
Internetseiten von Museen für Smartphones
https://www.xing.com/net/museuminmotion/museum-digital-40224...
- 01 Sep 2010, 1:46 pm
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