Stockfotografie und Bildagenturen

Stockfotografie und Bildagenturen

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  • Karsten Socher
    Karsten Socher
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    Panoramafreiheit ade.....
    Wie heute hier http://bildjournalisten.djv-online.de/?p=346 zu lesen ist, scheint die Klage in Brandenburg der Agentur Ostkreuz gegen die Stiftung des Schloss Sanssouci in Potsdam zu scheitern. Aber was bedeutet es in der Praxis für die ganze Branche, wenn das Urteil wirklich zu gunsten der Stiftung geht? Pressefotografen müssen sich akkredieren, bekommen vielleicht einen Zusage oder Absage. Nach welchen Kriterien werden dann Absagen gestaltet? Welche Bedinungen werden bei einer Zusage mit verbunden? Bestimmt, dass die Bilder nur für Zeitraum X verwendet werden darf, dann nicht mehr, wie man es von Musikern kennt. Oder man darf nur mit Redaktionsauftrag fotografieren, auch bekannt von Konzerten. Dürfen dann Bilder überhaupt in Plattformen wie DPA, DDP oder dem DJV-Bildportal archiviert und den Bildanehmern angeboten werden? Sind nicht alle Fotografen und Agenturen, die sich dann anmelden, an der kommerziellen Nutzung des Schloss Sanssouci interessiert? Wie sieht es mit dem Amatuerknipser aus, der seine Bildern in Plattformen wie Fotocommunity, Imagepoint oder Billigplattformen einstellt aus Spaß am Fotografieren und sich freut, wenn sein Bild für 1 Euro oder weniger abgedruckt wird, nur damit er seinen Namen liest? Wer wird das kontrollieren? Und was noch schlimmer ist, wenn das durchgesetzt wird, werden andere nachziehen, das heißt, wir Fotografen müssen unseren Bilderbestand bereinigen von Schlössern und Co. Als nächste werden dann wohl andere nachziehen, Aufnahmen von Versicherungsgebäuden, Regierungsgebäuden und dergleichen müssen verschwinden? Na dann Gute Nacht ....
  • Jan Hochstein
    Jan Hochstein    Premium Member
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    Re: Panoramafreiheit ade.....
    war zu erwarten.
    aber schon heute ist es wirklich schwer, nicht releaste bilder in die agenturen zu bekommen.
    für jedes schwebende staubkorn benötigt man heute ein release. ist ein wenig übertrieben, aber leider realität. für mich ehrlich gesagt ist das auch ein wirklich ernsthaftes problem aller microstock-agenturen die letztlich an solchen juristischen hürden scheitern könnten. vielen fotografen, ob profi oder amateur, ist nicht unbedingt klar, was definitiv erlaubt ist. heute wird vieles einfach bedenkenlos geknipst, hochgeladen, hacken für property und model-release gemacht und fertig...aber, sind wirklich diese vorhanden? die agenturen können das kaum überprüfen. auch der bildnutzer ist oft ratlos und verwedet solche bilder mit einem gewissen blinden vertrauen. irgentwann sind die klagen über rechteverletzungen vorprogramiert.
    ich gebe zu, die rechtslage ist oft nicht eindeutig. oft von land zu land verschieden aber solche urteile schaffen immer mehr klarheit.
    fakt ist, dass millionen bilder aus den archiven verschwinden werden. davon werden auch grosse rm-bildagenturen betroffen sein.

    gruss
    jan hochstein