Stockfotografie und Bildagenturen

Stockfotografie und Bildagenturen

Posts 1-10 of 16
  • Martina Berg
  • Christian Westphalen
    Christian Westphalen    Group moderator
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    Re: 10 Gründe die für die Microstock-Fotografie sprechen!
    Haben Sie sich Ihren Stundenlohn einmal ausgerechnet? Abzüglich der Materialaufwendungen, Fahrtkosten und Abschreibungen? Abgesehen davon, dass der Trend bei den Agenturen zum Preiskampf geht, nicht exklusives Material verkauft der, der am billigsten ist. Es gibt schon Metasuchmaschinen für die billigsten Bilder.

    2-3 Lizenzen zu normalen Preisen verkaufen, und man kann sich den Microstockmarkt schenken.

    freundliche Grüße,

    Christian Westphalen
  • Norbert Achtelik
    Norbert Achtelik    Premium Member
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    Re^2: 10 Gründe die für die Microstock-Fotografie sprechen!
    kommt drauf an...

    Extra dafür losfahren oder im Studio die Blitze dafür einschalten lohnt (nach meiner Erfahrung) nicht,
    aber wenn ich sowieso schon für ein anderes Thema unterwegs bin, oder ein passendes Setup im Studio steht,
    nehme ich es (ohne großen Extraaufwand) mit und guck danach, wie und ob ich es verwerten kann.
    Insofern kommt auch schon mal Stock dabei raus - wie andere Verwertungen auch.

    Leider sind für die meisten Stock-Agenturen aber scheinbar nur Fotografen interessant,
    die monatlich fortlaufend sehr viele neue Fotos zu beliebigen Themen einstellen und
    im übrigen scheint es dort Zeitgeist so zu sein,
    dass wenig Spezialisierung statt findet, sondern eher nach dem Prinzip
    "wir haben alles" die Kunden mit Quantität beeindrucken wollen.

    Aber vielleicht kenne ich einfach noch nicht meine passende, kleine (aber agile) Bildagentur...
  • Christian Strupp
    Christian Strupp
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    Re: 10 Gründe die für die Microstock-Fotografie sprechen!
    "Hätte, könnte, Möglichkeit, kann man, durchaus, irgendwann, möglich, ordentlich..."

    Schönredendes Konjunktiv-Geschwafel.
    Die ganzen Microstock-Selbstausbeuter, die sich über ihre gelegentlichen 70€ pro Monat freuen, ignorieren die Kostenseite, weil das ja "Hobby" ist.
    Seltsam: Wenn ich den hobbygärtnernden Nachbarn fragen würde, ob er mir für 50 Cent pro Stunde den Garten macht, würde der mich mit der Harke vom Hof jagen. Die Hobby-Fotografen verschenken für 50 Cent pro Stunde ihre Bilder an Unternehmen, die sich darüber schlapp lachen. Und halten sich dabei noch für Profis.

    Ich mache auch Bilder und Videos, die ich verschenke. An den Handballverein unseres Sohnes, an die Stiftung, deren Beirat ich angehöre, und für den Jazz-Musiker, der in New York für 50 $ einen Abend lang spielt.
    Aber einem Medien-, Chemie- oder Logistik-Konzern ein Foto für 19,90 überlassen? Kreuzweise...

    Vor zwei Jahren gab es doch diesen als Journalismus getarnten PR-Beitrag über (von) Yuri Accur im "Spiegel".
    Da hat Accur schon recht realistisch gesagt, er sei wohl einer der wenigen und der letzten, die von Microstock leben könnten.

    Grüße
    Christian
  • Martina Berg
    Martina Berg    Group moderator
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    Re^2: 10 Gründe die für die Microstock-Fotografie sprechen!
    Zur Richtigstellung: der Blogbeitrag ist NICHT von mir. Habe den Link nur "aufgelesen".


    Viele Grüße
    Martina Berg
  • Dr. Martin Kreuels
    Dr. Martin Kreuels    Premium Member   Group moderator
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    Re^3: 10 Gründe die für die Microstock-Fotografie sprechen!
    Ich halte es wie Norbert: Was zusätzlich anfällt und vom Kunden nicht erwünscht ist, wird dort eingestellt.
    Gruß Martin
  • Sabine Pallaske
    Sabine Pallaske    Premium Member
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    Re: 10 Gründe die für die Microstock-Fotografie sprechen!
    eigentlich sollte es heissen: 10 Gründe, die für professionelle Fotografen gegen Microstock-Fotografie sprechen.

    iStockphoto hat durch die Splittingkürzungen indirekt zugegeben, dass das Geschäfstmodell sich für die Anbieter nur rechnet, wenn der Einzelfotograf nicht zuviel verdient ( http://www.fastmediamagazine.com/blog/2010/09/08/istockphoto... ).
    Wer wie Christian Westphalen seine Arbeit tatsächlich kalkulieren kann, weiss, wie oft man Bilder für ein Splitting von 15% bis 20% von 2 Credits verkaufen muss, um ein durchschnittliches Einkommen zu erreichen.

    Bilder zu machen, die es nicht an jeder Ecke gibt, und die über das hinausgehen, was die Kamera sowieso kann, ist für jeden Fotografen auch finanziell eine bessere Option als einen übersättigten Markt mit dem dreissigtausendstem Freisteller,Travelfoto vom Eiffelturm, Blütenmacro oder der süssen-Maus-mit-Headset- vor-weiss zu füttern.
  • Christian Westphalen
    Christian Westphalen    Group moderator
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    Re^2: 10 Gründe die für die Microstock-Fotografie sprechen!
    Auch als Kunde würde ich es mir gut überlegen, ob ich wirklich Microstock einsetzen wollte:

    http://fairtradephotographer.blogspot.com/2010/03/microstock...

    :)

    Und ich käme mir komisch vor, meinen Kunden zu erklären: Wenn Sie den Job nicht in Auftrag geben wollen, können Sie ja mal bei Fotolia gucken, da gibt es Fotos von mir für 14 Cent
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  • Sabine Pallaske
    Sabine Pallaske    Premium Member
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    Re^2: 10 Gründe die für die Microstock-Fotografie sprechen!
    leider gibt es ausreichend Kollegen, die sich ihre eigenen Wert genauso kaputtmachen. Für uns als Bildagentur ist es ein Grund, keine Bilder anzunehmen, wenn der Fotograf auf Microstock ist - ich kann meinem Kunden gegenüber nicht argumentieren, warum ein bild bei uns 200 Euro kostet und im Microstock 5 credits.

    Übrigens sehr schön, der link - eine gute Argumentationshilfe :o)