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Mit Ausnahme der konservativen Familienpolitik (Sie müssten mir gelegentlich erklären, wie die aussieht) gibt es eine Partei, die für diese Werte einsteht...aber politische Werbung ist in Xing verboten...Sie kommen aber sicher darauf...
Lieber Herr Grassi....Nun, es ist ja eigentlich relativ simpel und ich denke, Sie haben mich schon verstanden. Trotzdem (mit Bezug auf aktuelle Themen) hier noch etwas ausformuliert: Gegen Harmos, wenn dieses Konzept lediglich dazu missbraucht wird, die Verantwortung für Kindererziehung in möglichst frühem Alter an den Staat zu delegieren (die Idee der Schulplan- und Stoffharmonisierung wäre unterstützenswert, wird aber wohl lediglich als Vorwand missbraucht). Gegen steuerliche Begünstigung von Fremdbetreuung gegenüber Eigenbetreuung (Die Familie, die Kinder selbst betreut, verzichtet in der Praxis ja de facto zumindest auf Teile eines 2. Gehaltes, betreibt also den grössten Auwand, und soll dafür noch steuerlich benachteiligt werden? In der Folge aber durchaus für eine generellen Betreuungsabzug pro Kind im Sinne von Familienunterstützung, aber dann für beide Varianten). Grundsätzlich pro Eigenverantwortung der Familien. Es ist durchaus bemerkenswert: Ein gewachsener, gut funktionierender Familienverbund, der die Mitglieder auch in schwierigen Situationen stützt entlastet nämlich den Staat, anstatt ihn zu belasten. Das ist wünsches- und fördernswert, und nicht das zunehmende Outsourcing von Verantwortung und Lasten an den Staat. Etc.
Freundliche Grüsse
Oliver Lingg

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Oliver Lingg Premium-Mitglied
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Der schlimmste aller Fehler....
Unser Bundespräsident fühlt sich also von den Medien verraten und zu Unrecht kritisiert. Wer weiss vielleicht geht es unserem Rechtsstaat ja ähnlich. Es gibt einige, die behaupten, unser Bundespräsident hätte diesen in Libyen verraten. Soweit würde ich nicht gehen. Aber ich stelle nicht nur im Falle Libyen fest, dass unser Bundesrat nicht krisenresistent ist. Die Frage, ob diese fehlende Krisenresistenz auf die einzelnen Personen zurückführen oder das Gremium in der aktuellen Struktur nicht mehr zeitgemäss ist, kann in beiden Fällen mit Ja beantwortet werden. Konfuzius sagte; wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten. Und Bundespräsident Merz hat aus meiner Sicht Fehler begangen. Warum hat die Schweiz nicht einen Drittstaat aus Europa oder die USA um Hilfe gebeten, bevor sich Bundesrat Merz bei einem Lakaien von Muammar al-Gaddafi für etwas entschuldigt? Die Vorwürfe von Hans-Rudolf Merz an die Medien gehen in Richtung Ablenkungsmanöver. Im Übrigen ist es Aufgabe der Medien, zu schreiben was ist und nicht als Berater des Bundespräsidenten zu fungieren. Dafür hat er sich genug fähige Leute in seinem Departement. Fakt ist, alle vom Bundesrat definierten Ziele rund um den Vertrag mit Libyen sind bis anhin nicht erfüllt worden, dies allein sollte genug Anlass sein, ein gesundes Mass an Selbstkritik zu üben. Oder wie sagt ein treffendes Zitat, der schlimmste aller Fehler ist, sich keines solchen bewußt zu sein.

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Pascal Merz Premium-Mitglied
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Libyen zum x-ten. Dieser Fall ist mit den Verhandlungen, wie sich dies die schweiz. Behörden vorstellen, m. E. nicht zu lösen. Wie die bulgarischen Krankenschwestern welche x Jahre in Haft blieben, wird es Zeit und Geduld ev. Geld brauchen, (eben wie es dem Herrn great Dictator eben gefällt) um das Problem zu lösen. Dass der Fall mit "Recht haben, Gesicht wahren, Prestige", als mit einer Rechtsordnung zu tun hat, ist wohl schon einige Zeit klar. Also ein anderer Ansatz muss her! Nur nicht drohen, oder sich auf unsere Rechtsordnung beziehen, sondern eine task force einsetzen die nach kreativen Lösungen und herantasten versucht Goodwill zu schaffen . Der Bundestat soll sich einfach nicht mehr aktiv bewegen in der Sache, er ist in der finalen Phase wohl nötig. Herr BP Merz war wohl mit der falschen Lösung, zur falschen Zeit, bei den falschen Personen . Es wäre vielleicht auch gut investierte Zeit und Geld, wenn sich eine Task Force der Prävention annähme, für das/die nächste(n) grössere(n) Probleme, die auf die CH zukommen. (Steuern, Waffenexport, Klima, Pandemie, etc.) Die Schweiz wird als reiches, produktives, aber export- und tourismus lastiges Land immer angreifbarer und die Gründe dafür sind nicht immer fair. Wir werden als reiches Land, zunehmend weniger geschont ,sei das politisch, ökonomisch, Versorgung, Reputation. Unsere Politiker sind den international tätigen Anwälten mit Sammelklagen, Potentaten, Terroristen auf diesen Gebieten, offenbar nicht oder immer weniger gewachsen. (und dafür leider auch nicht vorbereitet) Das wissen wir seit den Holocaust Geldern, (BR Delamuraz, "wir lassen uns nicht erpressen!") seit dem EU/USA Druck ums Bankgeheimnis (das lt.BR Merz vor dem NR im 2008 "nicht verhandelbar" ist.) Da kann ich nur staunen über solche Kraftmeiereien. Ginge es künftig nicht auch etwas überlegter, diplomatischer, feiner, klüger , leiser und nicht zuletzt sozialer, wenigstens auf dem internationalen Parkett?
(Das war mein abschliessender Kommentar zu Libyen!)

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Christian Feuz
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Langsam beschleichen auch mich Zweifel, ob unsere politische Führung mit der heutigen Zeit zurechtkommt.
Ich meine aber, dass das nicht ein Problem der Organisation ist, sondern ein Problem des Nichtwissens was in der grossen weiten Welt vorsichgeht.
Ich habe immer noch das Gefühl, dass z.B. der Zusammenbruch des Kommunismus und der Abbau des Eisernen Vorhanges in Europa nicht bei allen Leuten angekommen ist, von den Möglichkeiten der neuen Kommunikationstechniken ganz zu schweigen.
Liebe Grüsse
Reto Donatz

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Reto Donatz Premium-Mitglied Gruppenmoderator
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Guten Tag Herr Feuz,
Ich muss mich Ihrer Einschätzung anschliessen...möchte aber da und dort noch ein paar Anmerkungen machen...
Christian Feuz schrieb:
Libyen zum x-ten. Dieser Fall ist mit den Verhandlungen, wie sich dies die schweiz. Behörden vorstellen, m. E. nicht zu lösen. Wie die bulgarischen Krankenschwestern welche x Jahre in Haft blieben, wird es Zeit und Geduld ev. Geld brauchen, (eben wie es dem Herrn great Dictator eben gefällt) um das Problem zu lösen.
Hoffen wir, dass es nicht 8 Jahre dauert, wie damals bei den unschuldigen Krankenschwestern...
Christian Feuz schrieb:
Dass der Fall mehr mit "Recht haben, Gesicht wahren, Prestige", als mit einer Rechtsordnung zu tun hat, ist wohl schon einige Zeit klar. Also ein anderer Ansatz muss her! Nur nicht drohen, oder sich auf unsere Rechtsordnung beziehen, sondern eine task force einsetzen die nach kreativen Lösungen und herantasten versucht Goodwill zu schaffen.
Dem Bundesrat würde wohl ein Nachsitzen zum Thema "internationale Aspekte von Gesellschaftsstrukturen, Kulturen und Werten" weiterhelfen...dann würde man feststellen, dass in schwierigen Verhandlungen eine Strategie basierend auf eigenen Vorstellungen und Gerechtigkeitsempfindungen niemals zum Ziel führen kann...es geht um Kompromisse (eigentlich ein Terrain, wo wir zu Hause sind) aber auch um die Befriedigung des eigenen (Lybien) Gerechtigkeitsempfinden.
Christian Feuz schrieb:
Der Bundestat soll sich einfach nicht mehr aktiv bewegen in der Sache, er ist in der finalen Phase wohl nötig. Herr BP Merz war wohl mit der falschen Lösung, zur falschen Zeit, bei den falschen Personen.
Für mich ein typisches Beispiel, wo Führung falsch interpretiert wird. Die schweizer Diplomatie (wozu haben wir die den sonst) hätte die Arbeit machen müssen, und wenn der Deal zur Unterschrift bereit gewesen wäre, dann hätte der Bundespräsident sich zu Gadaffi begeben müssen...mit seinem Alleingang hat BR Merz die eigenen Diplomaten desavouiert...schade...aber sicherlich ein gutes Lernbeispiel, wie man es nicht macht...
Christian Feuz schrieb:
Es wäre vielleicht auch gut investierte Zeit und Geld, wenn sich eine Task Force der Prävention annähme, für das/die nächste(n) grössere(n) Probleme, die auf die CH zukommen (Steuern, Waffenexport, Klima, Pandemie, etc.).
Das ist eine gute Idee - in weiser Voraussicht formuliert. Ich befürchte jedoch, dass so etwas bei unseren Volksvertretern keine Chancen hat...denn wer gibt schon Geld aus, wo ein greifbarer Erfolg nicht direkt messbar ist? Ausserdem...es gibt Parteien, die haben noch immer das Gefühl, dass wir das Ausland nicht benötigen...und bei uns genügend Wohlstand von innen heraus generieren können...
Christian Feuz schrieb:
Die Schweiz wird als reiches, produktives, aber export- und tourismus lastiges Land immer angreifbarer und die Gründe dafür sind nicht immer fair. Wir werden als reiches Land, zunehmend weniger geschont ,sei das politisch, ökonomisch, Versorgung, Reputation. Unsere Politiker sind den international tätigen Anwälten mit Sammelklagen, Potentaten, Terroristen auf diesen Gebieten, offenbar nicht oder immer weniger gewachsen (und dafür leider auch nicht vorbereitet).
Wir reden hier von einer kombinierten Strategie, die für Wirtschaft, Aussenhandel, Gesetzgebung und der Pflege der guten Beziehungen mit dem Ausland essentiel wären. Mir ist bisher nicht aufgefallen, dass zwei Departemente diesbezüglich gemeinsam eine Strategie ausgearbeitet hätten. Dafür sind sie organisatorisch nicht ausgelegt...vielleicht ein Ansporn, die Strukturen des Bundes grundlegend zu hinterfragen und auf die Bedürfnisse der globalisierten Welt neu auszurichten...
Christian Feuz schrieb:
Das wissen wir seit den Holocaust Geldern, (BR Delamuraz, "wir lassen uns nicht erpressen!") seit dem EU/USA Druck ums Bankgeheimnis (das lt.BR Merz vor dem NR im 2008 "nicht verhandelbar" ist.) Da kann ich nur staunen über solche Kraftmeiereien. Ginge es künftig nicht auch etwas überlegter, diplomatischer, feiner, klüger , leiser und nicht zuletzt sozialer, wenigstens auf dem internationalen Parkett? (Das war mein abschliessender Kommentar zu Libyen!)
Ich frage Sie Herr Feuz...wie können wir auf internationalem Parkett eloquent und souverän auftreten, wenn wir es nicht einmal bei uns in der Schweiz schaffen, einen sachlichen Dialog zu führen? Ich würde unseren "Hardlinern" empfehlen, jetzt die internationale Bühne zu betreten. Dann könnten sie zeigen, ob ihre Methoden im Ausland auch so erfolgreich sind, wie bei uns...aber was rede ich denn da...unsere Gesellschaft wählt Personen, die nur gerade vor ihrer eigenen Haustüre wischen und vom Rest der Welt nichts wissen wollen...kein Wunder, werden wir dadurch immer isolierter und haben in solchen Konflikten schlechte Karten...die "Weggli und dr Bazze" Mentalität wird auch im Ausland durchschaut...das sollte uns zu denken geben...

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Raffael A. Grassi Premium-Mitglied Gruppenmoderator
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Lieber Freunde, danke für Ihre Kommentare. Weshalb sollen nicht die (sensibleren) BR Frauen in diesem Gremium die Lösung finden?Schliesslich betrifft das Problem sowohl das Justiz, das Wirtschafts- und das EDA. Herr J. Ziegler könnte die Lösung dem Herrn G wohl schmackhaft machen, und er weiss wie der tickt und ich würde JZ das zutrauen! Aber es wäre vielleicht doch zuviel für die CH-Politiker, vor allem aus einem bestimmten Lager, wenn ein solcher Systemkritiker noch in die Diplomatie eingebunden würde, (auch wenn er Delegierter der UNO ist) und der womöglich noch Erfolg hätte.
Viele Grüsse
PS. Immerhin sind sie , die Geiseln, wieder in der Botschaft, das lässt doch auf eine baldige Lösung hoffen!

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Christian Feuz
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