Strukturwandel Schweiz

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Posts 1-4 of 4
  • Raffael A. Grassi
    Raffael A. Grassi    Premium Member   Group moderator
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    30 Jun 2008, 10:05 am
    Und es bewegt sich trotzdem etwas...
    Liebe Strukturwandlerinnen und Strukturwandler,

    Die saure Gurken Zeit ist angelaufen...man könnte fast meinen, jetzt sei die richtige Zeit um Strukturänderungen in der Landwirtschaftspolitik durchzupeitschen...da niemand davon Notiz nimmt...damit das aber nicht passiert...anbei eine Bekanntmachung des Bundes:

    http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=19552

    Weitere Details unter: http://www.blw.admin.ch/themen/00005/00044/index.html?lang=d...

    Anhängern einer liberalen Marktwirtschaft geht dieser Umbau natürlich viel zu langsam...andererseits muss man froh sein, dass dieser langsame, aber stetige Wandel überhaupt in Bewegung ist...es könnte ja schlimmer sein...Kein Wandel, Subventionierung bis zum Sankt Nimmerleinstag...aus diesem Blickwinkel sind die Veränderungen zu begrüssen...üben wir uns weiter in Geduld...Veränderungen brauchen auch Zeit für die Implementation...beobachten wir weiter kritisch...
  • Reto Donatz
    Reto Donatz    Premium Member   Group moderator
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    Lieber Herr Grassi

    Für die Haltung raufutterverzehrender Nutztiere werden die Beiträge pro Grossvieheinheit (GVE) neu festgelegt.

    Die Beiträge für Buntbrachen, Rotationsbrachen, Ackerschonstreifen und Säume auf Ackerland werden um 200 Franken/ha reduziert. Mit der gleichzeitigen Erhöhung des Zusatzbeitrages für offene Ackerflächen bleibt die Stützung dieser Flächen auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2006.

    So schön. Literarischer Leerlauf der, so der Glaube Natur, Heimat und Arbeitsplätze schützt.

    Gruss
    Reto Donatz
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    Peter Kyburz
    (not a XING member)
    Ich bin ja auch kein Freund von Giesskannen-Subventionen - aber ohne Direktzahlungen für ökologische Leistungen wäre unsere Landschaft schon längst zur industrialisierten Agrarwüste verkommen. Schmetterlinge und Blumen sind Dinge, die den sog. "freien Markt" auch in absehbarer Zukunft nicht interessieren werden...
  • Raffael A. Grassi
    Raffael A. Grassi    Premium Member   Group moderator
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    @Herr Kyburz,

    Ich bin mit Ihnen einer Meinung, dass der absolut freie Markt gewisse unschöne Nebeneffekte mit sich bringt, die nicht tolerierbar sind. Direktzahlen an jene Anbieter, die die von Ihnen beschriebenen ökologischen Leistungen "nachhaltig" erbringen, sind sogar auszubauen. Ich kritisiere lediglich jene Subventionen, die den heutigen Agrarunsinn noch weiter zemmentieren und den marktbedingten Wandel hinausschieben (z.B. Flächenvergütungen, selbst wenn nix angepflanzt wird...). Die Schweizer Landwirtschaft muss sich erfolgreiche Nischen suchen, Produkte auf den Markt bringen, für die der Konsument bereit ist, einen guten Preis zu bezahlen, wovon der Produzent letztlich leben kann. Ansonsten ist der Handel für landwirtschaftlichen Produkten aus dem Ausland zu intensivieren, wo wir aufgrund unserer Grösse nicht konkurrenzfähig sind. Auch wäre es hilfreich, internationale Standards anzustreben, anstatt den hiesigen Bauern ständig neue Auflagen zu machen, die im Ausland nicht gelten. Es braucht gleiche, fäire Marktzutrittsbedingungen für alle Produzenten...und das überall auf der Welt...Leider wurde es in der DOHA Runde (WTO) verpasst, eine Einigung mit den Agrarländern der südlichen Hemisphäre zu erzielen. Diese Länder fordern zurecht einen fairen Marktzutritt und den Abbau der wettbewerbshemmenden Subventionen in Europa und den USA...

    Das Spiel geht weiter...wie lange noch?