social software

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  • Stefanie Panke
    Stefanie Panke
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    27 Mar 2007, 09:06 am
    Tagging-Erfahrungen
    Hallo,
    ich arbeite gerade an einem fremden Rechner und weiß jetzt das "Desktop im Netz" erst so richtig zu schätzen.... In Zukunft alles online.... ;-)
    Ulises Ali Mejias hat 2004 eine interessante kleinere Interview-Studie zum Dienst del.icio.us durchgeführt: http://ideant.typepad.com/ideant/2004/12/a_delicious_stu.htm...
    Er berichtet von Problemen im Umgang mit der "neuen Freiheit" beim Taggen: "One observable trend is the difficulty to make the conceptual switch from using fixed to using flexible taxonomies."
    Dazu die Frage ans Forum (bzw. an Nutzer von del.icio.us, Mr. Wong u.Ä.: Wie sieht es mit den Tagging-Gewohnheiten aus? Wird Tagging als zusätzliches System zu den Browser-Bookmarks verwendet? Was sind Vor- und Nachteile beim Taggen? Gibt es Features (z.B. die Gruppierung von Tags oder das Umbenennen) die besonders wichtig sind für das persönliche IWssensmanagement?
    Viele Grüße,
    Stefanie Panke
  • Andreas Weinberger
    Andreas Weinberger    Premium Member
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    27 Mar 2007, 11:22 am
    Re: Tagging-Erfahrungen
    Hallo,

    ich nutze Tagging in del.icio.us, Google Mail, Google Reader, Outlook, MindManager, ITIL-Wiki, Yahoo Pipes und XING.

    Der Hauptvorteil dabei ist, dass ich damit meinen persönlichen Work- und Infoflow steuern und regeln kann. Die Beschreibung wie das funktioniert habe ich hier gepostet:

    http://itligenz.twoday.net/stories/3322322/
    http://itligenz.twoday.net/stories/3341398/

    Browser-Bookmarks habe ich schon lange abgeschafft, da ich zwischen mehr als 5 Internet-Zugangsgeräten (PC. Notebook, Handys, ...) wechsele und möglichst unabhängig von einer Installation sein will.

    Allerdings habe ich an den beiden Haupt-PCs im Firefox del.icio.us Bookmarks installiert, so ist die Verwendung um einiges bequemer.

    Vorteile des Tagging:

    - sehr flexibel, jederzeit erweiterbar
    - sehr individuell
    - durch Offenheit der Systeme hervorragende Interoperabilität (del.icio.us -> Yahoo Pipes -> Google Reader -> Task-Liste in personalisierter Homepage)
    - Mehrsprachigkeit integrierbar
    - Nebeneinander verschiedener logischer Strukturen/Ordungssystematiken problemlos möglich
    - Systematik und "kreatives Chaos" zugleich machbar

    - Hauptvorteil beim Bookmarking: oft sucht man nach etwas, das man schonmal hatte - da helfen einem die Tags beim Suchen und der Dienst (wie del.icio.us) den Umfang der Suche einzuschränken

    Nachteile des Tagging:

    - zu flexibel, wenn man nicht Auswahllisten verwendet sondern alle Tags neu tippt (Schreibfehler, Ein-/Mehrzahl, Sprung zwischen Sprachen)
    - Designfehler erfordern oft viel manuellen Aufwand zur Korrektur

    Viele Grüße

    Andreas Weinberger
    --
    habe dieses Posting auch hier abgelegt und erweitert:

    http://itligenz.twoday.net/stories/3493557/

    kann hier besser verlinken und die Tagging-Map einbinden
    This post was modified on 29 Mar 2007 at 06:23 pm.
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  • Stefanie Panke
    Stefanie Panke
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    30 Mar 2007, 3:52 pm
    Re^3: Tagging-Erfahrungen
    Die Merkzettel-Funktion gefällt mir! Solche Tags habe ich auch in meiner del.icio.us Sammlung. Golder & Huberman (2005) nennen sieben Arten von Tags:

    • Identifying what (or who) it is about (Domäne „SocialSoftware“)
    • Identifying what it is (Textsorte „Tagungspaper“)
    • Identifying who owns it (Autor „Boyd“)
    • Refining categories (Spezifizierungen „Hypertext2006“)
    • Identifying qualities or characteristics (Wertungen, z.B. „interessant“)
    • Self reference (persönlicher Bezug „MeineProjekte“)
    • Task organizing (geplante Aktivitäten „toread“, „einreichen“)

    Es spiegeln sich in Tags zum einen individuelle Bezüge („toread“, „MeineProjekte“), die in der Hauptsache für die Organisation der eigenen Tag-Cloud von Bedeutung sind. Zum anderen finden sich Schlagworte, die nach außen gerichtet sind (wertende Tags „interessant“, „witzig“) oder inhärent von allgemeinem Interesse sind (Angaben zu Autor, Textsorte, etc.).

    Wie sieht es denn mit den Netzwerkfunktionen und Abo-Möglichkeiten zu einzelnen Tags aus? Diese verwende ich noch nicht. Auch das Bündeln von Tags habe ich gerade erst begonnen, aber bereits als sehr hilfreich erlebt. Mir würde zudem noch gefallen, wenn sich Ressourcen zueinander in Beziehung setzen ließen. - z.B. über eine Mindmap.
  • Stefanie Panke
    Stefanie Panke
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    30 Mar 2007, 5:53 pm
    Re^2: Tagging-Erfahrungen

    Nachteile des Tagging:
     
    - zu flexibel, wenn man nicht Auswahllisten verwendet sondern alle Tags neu tippt (Schreibfehler, Ein-/Mehrzahl, Sprung zwischen Sprachen)
    - Designfehler erfordern oft viel manuellen Aufwand zur Korrektur

    Hab die Tagging-Map inzwischen öffnen können - gefällt mit sehr gut! Eine Frage zu den Nachteilen des Taggens: "zu flexibel" leuchtet mir ein, aber was meinen Sie mit Designfehlern?
    Viele Grüße,
    Stefanie Panke
  • Andreas Weinberger
    Andreas Weinberger    Premium Member
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    30 Mar 2007, 9:40 pm
    Re^4: Tagging-Erfahrungen
    Die sieben Tag-Arten kann ich nachvollziehen, allerdings habe ich einige Tag-Arten, die ich dort vermisse bzw. nur schwer einordnen kann:

    - verbindungsbeschreibende Tags (z.B. zwischen Menschen), also eine Kombination zwischen Art 1 und 6

    - Zielpersonen "ansprechende" Tags, die noch dazu tasks enthalten können - also das was del.icio.us mit den Netzwerkfunktionen macht, was aber auch ohne geht - siehe dazu mein historisches Posting: http://itligenz.twoday.net/stories/775681/

    - Herkunftstags (z.B. auf Feeds)

    Es spiegeln sich in Tags zum einen individuelle Bezüge („toread“, „MeineProjekte“), die in der Hauptsache für die Organisation der eigenen Tag-Cloud von Bedeutung sind. Zum anderen finden sich Schlagworte, die nach außen gerichtet sind (wertende Tags „interessant“, „witzig“) oder inhärent von allgemeinem Interesse sind (Angaben zu Autor, Textsorte, etc.).
    Hier bitte nicht vergessen, dass man - sobald man mit anderen kooperiert - auch noch vom Tagger nach außen gerichtete aber gruppeninterne Tags gut verwenden kann.

    Wie sieht es denn mit den Netzwerkfunktionen und Abo-Möglichkeiten zu einzelnen Tags aus? Diese verwende ich noch nicht. Auch das Bündeln
    Die Netzwerkfunktion von del.icio.us ist ganz nett hat aber einige Schwächen (Klartextnamen fehlen, ich kann nur Person ansprechen aber nur schwer to dos mitgeben, was mit Tags der Form für_Matthias_todo_kommentieren aber sowieso geht).

    von Tags habe ich gerade erst begonnen, aber bereits als sehr hilfreich erlebt. Mir würde zudem noch gefallen, wenn sich Ressourcen zueinander in Beziehung setzen ließen. - z.B. über eine Mindmap.
    Die Beziehung zwischen Ressourcen kann man evtl. über das Taggen von Tags erreichen - genau wie das Bündeln.

    Die MindMap-Funktion gibt es übrigens auch schon, es existiert ein Online-Tool das die del.icio.us Tags ausliest und eine Freemind-Map daraus generiert.
  • Andreas Weinberger
    Andreas Weinberger    Premium Member
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    30 Mar 2007, 9:54 pm
    Re^3: Tagging-Erfahrungen
    Hab die Tagging-Map inzwischen öffnen können - gefällt mit sehr gut!
    Danke, das war aber nur kurz skizziert, ich werde die Map bei Zeiten mal als Bild bei Flickr und als Map bei mapandshare einstellen und mit dem Blog verlinken.

    Eine Frage zu den Nachteilen des Taggens: "zu flexibel" leuchtet mir ein, aber was meinen Sie mit Designfehlern?
    Erkläre ich am Besten an einem Beispiel:

    Wenn ich einen Newsfeed mit Produktnews zum MindManager der Firma Mindjet mit "mindjet, mindmanager" tagge und den Newsfeed meines Trainerkollegen Florian Rustler, der auch oft über dieses Programm bloggt mit "mindmanager", dann bekomme ich einen neuen Feed bzw. eine Lesemöglichkeit "mindmanager", also alle meine Feeds, zu diesem Thema.

    Wenn ich jetzt aber mit der Zeit 150 Feeds habe die den Tag MindManager tragen (das kann passieren, da man ja sehr viele Kleinstfeeds abonnieren kann - Beispiele: Blog-Kommentare, Foren-Threads, Bilderfeeds, ...) hat man nur noch eine homogene Masse an Information die ich ausschliesslich nach Ursprungsfeed (zu fein) oder nach Thema (zu grob) lesen/verarbeiten kann.

    Und das meine ich mit Designfehler, denn 150 Feeds manuell nachträglich feiner zu taggen ist Aufwand.

    Daher tagge Newsfeeds unter anderem mit Lese-Prioritäten, Themen, Informationstyp und Herkunft. Und dann kann ich aus der Informationsmenge der 150 Feeds sehr fein herausfiltern was ich wann brauche.
  • User photo
    Siegfried Hirsch
    (not a XING member)
    31 Mar 2007, 1:24 pm
    Re^4: Tagging-Erfahrungen
    Spannende Diskussion hier zum Thema Tagging.

    Ich benutze es schon so lange, dass ich es mir gar nicht mehr ohne Tagging vorstellen kann, bzw. ich fühle mich dann irgendwie "behindert", wenn ein Anbieter so was nicht anbietet.

    Del.icio.us gehört für mich immer noch zur Standardausrüstung, obwohl es mittlerweile deutsche Angebot gibt, die meines Erachtens nicht die Flexibilität von Joshua Schachters del.icio.us erreicht haben in Bezug auf die Darstellung der Tags.

    Eine der wichtigen Funktion für mich bei del.icio.us ist auch die Möglichkeit die Bookmarks von Kollegen und Bekannten abonnieren zu können und damit zu sehen, was die gerade Lesen bzw. gefunden haben. Oft nutze ich del.icio.us auch, weil es manchmal die bessere Suchmaschine ist. Womit der eigentlich wichtige Punkt heraus tritt, nämlich, dass es auch ein social web Dienst ist, der vorallem dadurch gewinnt, dass nicht nur ich tagge, sondern noch viele andere auch.

    Damit auch zum Punkt des "Designfehlers", der oben ja angesprochen wurde. Sicherlich ist es richtig, dass man sich vertaggen kann und die Kollegen anders taggen. Aber: die denken ja auch anders wie ich und wenn wir das wieder regeln wollten, kommen wir zu den festgeschriebenen Taxonomien, die sicherlich in Teilbereichen ihre Berechtigung haben, aber sich in der Regel eben nicht globalisieren oder verallgemeinern lassen.

    Was vielleicht eher fehlt ist ein kleines Werkzeug, mit dem man schnell und einfach seine Tags überarbeiten kann, aber vielleicht gibts ja sowas schon !?

    Beste Grüsse
    Siegfried
  • Stefanie Panke
    Stefanie Panke
    The company name is only visible to registered members.
    03 Apr 2007, 2:11 pm
    Re^4: Tagging-Erfahrungen

    Daher tagge Newsfeeds unter anderem mit Lese-Prioritäten, Themen, Informationstyp und Herkunft. Und dann kann ich aus der Informationsmenge der 150 Feeds sehr fein herausfiltern was ich wann brauche.
    Das klingt für mich nach einer Art "Tagging-Kompetenz"?!
    Analog dazu, wie man den Umgang mit Datenbanken, Suchmaschinen, die Navigation in Hypertexten etc. meist nebenbei, aber manchmal auch unterstützt durch Tutorials, informelle Hilfen oder sogar formale Qualifizierungsangebote erlernt, ließe sich dann auch für die Nutzung von Tags ein "Kompetenzprofil" erstellen. Was müßte das beinhalten?
  • Andreas Weinberger
    Andreas Weinberger    Premium Member
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    30 Apr 2007, 10:04 pm
    Re^5: Tagging-Erfahrungen
    Servus Siegfried,

    Siegfried Hirsch schrieb:
    Damit auch zum Punkt des "Designfehlers", der oben ja angesprochen wurde. Sicherlich ist es richtig, dass man sich vertaggen kann und die Kollegen anders taggen. Aber: die denken ja auch anders wie ich und wenn wir das wieder regeln wollten, kommen wir zu den festgeschriebenen Taxonomien, die sicherlich in Teilbereichen ihre Berechtigung haben, aber sich in der Regel eben nicht globalisieren oder verallgemeinern lassen.
    Ich meinte auch nur das persönliche Tagging, nicht in Gruppen, denn ich bin der Meinung, dass Taxonomien nur dort ihren Platz haben wo sie auch ohne Tagging schon existieren, z.B. bei Ärzten.

    Was vielleicht eher fehlt ist ein kleines Werkzeug, mit dem man schnell und einfach seine Tags überarbeiten kann, aber vielleicht gibts ja sowas schon !?
    Ich bräuchte eigentlich nur eine Export/Import-Funktion die mir die Daten in eine einfache CSV oder Tabelle ausgibt und sie wieder einliest, die Änderungen könnte ich dann per Datenbank schnell selbst machen.
 
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