Telecommunication Business

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  • Dirk Rejahl
    Dirk Rejahl    Group moderator
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    UMA - Unlicensed Mobile Access
    Hallo zusammen,

    im letzten Jahr haben einige Größen der Mobile-Branche (z.B. AT&T, O2, Alcatel,...) einen neuen Standard definiert, um GSM und GPRS-Dienste auch über "unlizensierten" Mobile Access, sprich Bluetooth und WLAN-Access-Points anbieten zu können.
    Der Standard versteht sich als Ergänzung zu den "traditionellen Mobilefunkstandards" und erlaubt seamless Roaming und Handover zwischen der "lizensierten" und "unlizensierten" Welt.

    Siehe: http://www.umatechnology.org/overview/index.htm

    Glauben Sie, dass dieses Konzept in der Branche Fuss fassen wird? Gibt es einen Business-Case?

    Ich freue mich auf eine rege Diskussion!

    Gruß,
    Dirk Rejahl
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  • Dirk Rejahl
    Dirk Rejahl    Group moderator
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    Re^2: UMA - Unlicensed Mobile Access
    Hallo Herr Augustin,

    der User-Sicht steht sicher der Kostenaspekt im Vordergrund. Aber auch:

    - nur 1 Device (Mobile)
    - nur 1 MSISDN
    - nur 1 Service-Environment (Look&Feel der Services/Nutzung)

    (siehe User Perspective: "Carl the Carpenter")

    Entsprechende Tarif, die spezielle Preise für das WLAN/Bluetooth-Heimatnet bzw. in Public-WLAN-HotSpot bieten sind natürlich obgligatorisch - daraus folgt unmittelbar die Frage nach dem Business-Case für die MNOs.

    Gruß aus Köln,
    Dirk Rejahl
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    Dirk Rejahl    Group moderator
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    Re^4: UMA - Unlicensed Mobile Access
    Hallo Herr Augustin,

    Kostenreduktion ist sicher eine Haupttriebkraft bei der Durchsetzung einer neuen Technologie. Für den User sehe ich das noch nicht, für den MNO vielleicht (Infrastrukturkosten vs. mehr Traffic, vielleicht neue Kunden).
    Nun ja, der User ist sicher derzeit besonders preisbewusst und bei dem derzeitigen Preisdurck, der auf den MNOs lastet ist sicher davon auszugehen, dass der Preis sinkt, wenn UMA-Technlogie denn wirklich zu niedrigeren kosten führt.

    - nur 1 Device (Mobile): ja - aber warum muß das Mobil sich zuhause ins WLAN einbuchen, wenn es doch auch im GSM/GPRS bleiben kann?
    Sie haben natürlich recht dem User ist die Technolgie selbst (mit Recht!) egal - was zählt ist QoS und Preis.

    - nur eine MSISDN: dieser Aspekt zielt in die Richtung "kein Festnetzanschluß zur Telefonie". Hier gibt es bereits Produkte auf dem Markt, die genau dieses Ziel verfolgen: "Homezone"-Tariffe (Genion).
    Sehr gutes Beispiel - die Frage ist, welcher Invenstitionsbedarf in OSS-Infrastruktur besteht, wenn beim MNO weniger Netzkapazität brachliegt (z.B. T-Mobile, Vodafone) - kann UMA nicht gerade Enabler für Fixed-Mobile Substitution sein?

    Wie sieht es für einen ("unabhängigen") MVNO aus? Ist UMA nicht die geeignete Technologie um zumindest preistechnisch nicht von einem MNO abhängig zu sein.

    Viele Grüße (ebenfalls z.Zt. aus Köln)
    Lutz Augustin

    ...was um alles in der Welt macht ein aufrechter Düsseldorfer zur Karnevalszeit in Köln ?!? ;-)

    Kölle Allaaf!
    Dirk Rejahl
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    Dirk Rejahl    Group moderator
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    Re^6: UMA - Unlicensed Mobile Access
    Hallo Herr Augustin,

    Lutz Augustin schrieb am 04.02.2005, 12:47:

    These: Preis für den Endverbraucher sinkt durch die Einführung von UMA, unter der Voraussetzung, dass UMA-Technologie zu geringeren Kosten führt.
    Mein Eindruck ist, dass die Endverbraucherpreise im Mobile-Umfeld durch den Markt bestimmt sind, und weniger durch die Kosten. Die MNOs haben derzeit eine sehr hohe Kostenbelastung (z.B. durch die UMTS Lizenzen), als dass sie eine mögliche Kostenreduktion durch die UMA Technologie an den Endverbraucher durchreichen würden.
    Dies ist sicherlich für die aktuelle Marktsituation richtig, ich gehe aber davon aus, dass es im Rahmen der Fixed-Mobile-Substituion-Strategie einiger Betreiber einen Preisrutsch geben wird.

    These: UMA ist ein Enabler für die Substitution Fixed>Mobile Telefonie.
    ...
    Zusammenhang mit UMA diskutieren!). Die Meinung des Entwicklers war: nicht sehr realistisch, weil
    - das Handy ist eh schon ziemlich mit Elektronik voll
    - eine zusätzliches Sende/Empfangsteil mit einer grundsätzlich anderen Frequenz würde den Platz sprengen
    - Strombedarf ist immer ein Issue, weil im gewissen Umfang immer beide Zweige aktiv sein müßten, um das Roaming/Handover zu erlauben

    mmmmhhhh, das Handy ist seit dem aber schon mit allerhand weiterer Elektronik "vollgestopft" worden, und zwar zum Teil mit eher telefoniefremden Funktionen (siehe 1 meg-pixel Kamera) - und UMTS Handys unterstützen auch mehrere Trägertechnologien parallel!

    Unter der Annahme, dass die UMA Technologie in-place ist, müßte über alle Kundensegmente eine Untersuchung durchgeführt werden, inwieweit sich der Traffic in den MNO Netzen steigern ließe, um brachliegende Netzkapazitäten besser auszunutzen. Eine wichtige Frage ist auch, wie lange es dauert, bis sich diese Technologie durchgesetzt hat (>> ROI des Investments ... um DANACH Kosten sparen zu können). Ein aktuelles Beispiel ist ja der Umstieg von GSM auf das UMTS Netz. Die MNOs werden das auf den Weg bringen, aber ziehen die Endnutzer auch mit? Ich telefoniere sehr gut über GSM..warum also UMTS? Die Killer-Anwendung fehlt. Internet über UMTS zu teuer (noch). Wenn der Endnutzer nicht auf die neuen Technologie aufspringt, dann hat der MNO nur seine Kosten.
    Da geht es Ihnen wie mir - GSM reicht für mich auch zum telefonieren völlig aus. Erst bei breitbandigen Datendiensten macht UMTS wirklich Sinn...und hier liegt die Krux - es gibt nur wenige Beispiele für wirklich mobile Dienste im engeren Sinne - die Nutzung mobiler Daten Karten bzw. Notebook-Handy-Kopplung sind ja eher "Quasi-Stationär", d.h. ohne Mobilitätsaspekte bei der Dienstenutzung - z.B. Internet-Surfen beim Warten auf dem Flughafen.

    Wie sieht es für einen ("unabhängigen") MVNO aus? Ist UMA nicht die geeignete Technologie um zumindest preistechnisch nicht von einem MNO abhängig zu sein.
     
    Was meinen Sie hiermit?
    Nach dem UNC steht doch das komplette GSM Netz (ausser denBSS/BTS)eines MNOs.

    Das ist richtig, Aber ein MVNO hat ja nicht zwangsläufig keine Netzinfastruktor. Es wäre also (RegTP konform!) möglich, die "nicht-lizenz-gebundene" Infrastruktur (UMA) aufzubauen, und den GSM-Netz-Access über einen MVNO-Vertrag einzukaufen.

    Viele Grüße aus Köln
    Dirk Rejahl
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