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Christoph Heller Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.die idealen Teststufen
Hallo, ich will mal versuchen meine Idealvorstellung eines Testablaufs in einem Projekt zu definieren:
Ausgangspunkt: technische Spezifikation der Software (Funktionalitäten, Fähigkeiten, Schnittstellen,...)
Entwickler entwickelt seinen Teil der Software; Tests laufen auf eigener Entwicklungsmaschine
1.) Entwicklertest seiner Software (Unittest)
Entwicklerteam merged (= fügt zusammen) Softwarebausteine, Test läuft auf einer Art autarker Testserver
2.) Test vom Entwicklerteam der Zusammenhänge der Bausteine
[Punkt 2 kann natürlich mehrere Hierarchien haben]
nach erfolgreicher Softwarefertigstellung (meilensteinbezogen), Test auf Testserver
3.) Test von Testern (nicht Entwicklern, eher Fachabteilung und / oder Anwender) anhand speziell definierter Szenarien(Szenariotest)
nach erfolgreicher Szenariotestphase, Test auf Server in integrierter Umgebung
4.) Test von Testern (nicht Entwicklern, eher Fachabteilung und / oder Anwender); gleiche / erweiterte Szenarien wie Punkt drei (Integrationsstest)
nach erfolgtem Integrationsstest, Test auf Spiegelung der Originalumgebung
5.) Produktivtest
--> Einsatz der Software
bin gespannt auf Eure Meinungen
This post was modified on 18 Mar 2005 at 09:40 am.- 17 Mar 2005, 10:22 am
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Christoph Heller Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: die idealen Teststufen
1. ist diese systematik der grund,warum z.B. IBM und Genossen jetzt in Indien programmieren läßt.
Bei derart großen Unternehmen sind die Teststufen teilweise sogar noch granularer und oft ist es sogar so das die "nackte" Entwicklung abgegeben wird, die Qualitätssicherung aber beim jeweiligen Unternehmen selbst im Haus bleibt.
Die Entwickler der Software stellen meist nur den fehlerfreien Ablauf der Software sicher, das fachliche wird (und kann auch gar nicht) hier nicht abgedeckt.
Die Gründe warum IBM & Co woanders programmieren lassen, sehe ich woanders.
2. Ist das für normalen Mittelstand unbezahlbar, ein malermeister mit selbst 50 Angestellten incls. Büro winkt da müde ab!
Ein Malermeiser mit 50 Angestellten wird in der Regel auch keine Software selbst entwickeln.
Er wird entweder Software zukaufen oder ggf. entwickeln lassen.
3.Wo bleibt der Kreative Moment in der Entwicklung? Ihre Vorgehensweise ist nach meiner Erfahrung zu Wissenschaftlich...und damit zu Teuer.
Zu wissenschaftlich würde ich nicht sagen, es geht ja hier um die Theorie des idealen Testablauf.
Ob das jetzt zu teuer ist oder nicht, steht ja bei Theorien vordergründig nicht zur Debatte, wobei es nachher natürlich meist dadurch Probleme gibt, ganz klar.
Darüberhinaus ist meine geschilderte Vorstellung eine Mischung aus meinen persönlichen Erfahrung, sowohl bei mittelständischen Unternehmen, StartUps als auch DAX - Unternehmen und meinen Vorstellungen wie ein Test erfolgen muss, um das technische und fachliche Funktionieren einer Software sicherzustellen.
Was meinen sie mit Kreativität, das Testen an sich oder die Definition der Testszenarien?
Ich bin felsenfest überzeugt, das zu oft das Rad neu erfunden wird...
Da stimme ich zu, das betrifft aber nicht nur den Bereich Testing .
Test auf wirkliche Neuheiten beschränken wäre wohl ein Ansatz.
Das ist richtig solange es Entwicklungen mit Standardfunktionalitäten und / oder Standardmodulen betrifft.
Problem bei Integration von Neuheiten in bestehende Programme können auch eventuelle Seiteneffekte haben und die gilt es natürlich auch zu testen und ggf. abzufangen.
Bitte fassen Sie das nicht als Kritik an Ihrer Person auf.
Tue ich nicht, es geht hier ja um eine konstruktive Diskussion :-)
- 20 Apr 2005, 11:26 am
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Swen Hartmut Tromm(not a XING member)Re^3: die idealen Teststufen
Christoph Heller schrieb am 20/04/2005, 11:26 am:
Ein Malermeiser mit 50 Angestellten wird in der Regel auch keine
Software selbst entwickeln.
Er wird entweder Software zukaufen oder ggf. entwickeln lassen.
3.Wo bleibt der Kreative Moment in der Entwicklung? Ihre
Vorgehensweise ist nach meiner Erfahrung zu Wissenschaftlich...und
damit zu Teuer.
Zu wissenschaftlich würde ich nicht sagen, es geht ja hier um die
Theorie des idealen Testablauf.
Ob das jetzt zu teuer ist oder nicht, steht ja bei Theorien
vordergründig nicht zur Debatte, wobei es nachher natürlich meist
dadurch Probleme gibt, ganz klar.
Darüberhinaus ist meine geschilderte Vorstellung eine Mischung aus
meinen persönlichen Erfahrung, sowohl bei mittelständischen
Unternehmen, StartUps als auch DAX - Unternehmen und meinen
Vorstellungen wie ein Test erfolgen muss, um das technische und
fachliche Funktionieren einer Software sicherzustellen.
Was meinen sie mit Kreativität, das Testen an sich oder die
Definition der Testszenarien?
Kreativitaet ist beim Testen kaum anzureffen - es geht dort primaer um das "Aufraeumen". Wenn Kreativitaet beim Entwicklungsprozess zu finden ist - mit etwas Glueck -, selbst dann muss der Entwickler nachweisen, dass seine "geniale Idee" wirklich das verspricht, was sie haelt, ansonsten kann er sie nicht einsetzen.
This post was modified on 20 Jun 2005 at 04:01 am.- 20 Jun 2005, 03:58 am
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Günter GlasauerThe company name is only visible to registered members.Re^2: die idealen Teststufen
Sehr geehrter Herr Bierkant.
Ihre "hemdsärmelige" Sicht der Dinge hier bewegt mich doch ein paar Sätze zum Thema "Softwaretests" zu formulieren.
Mich packt das Grauen daran, wenn ich mir vorstelle wie Herr Fischer in seiner kreativen Art unf Weise die hochkomplexe Steuerungssoftware eines Kernkraftwerks oder eines Flugzeugs entwickeln würde und dann unter reiner Kostensicht ohne hinreichende Tests "mal schaut" ob die Software funktioniert. Die Komplexität eines Dübels entspricht meines Erachtens noch nicht einmal der der kleinsten Software. Software ist mittlerweile ein hoch komplexes und unternehmenskritisches Produkt geworden. Diese Komplexität ist natürlich unter Berücksichtigung der Kosten auf Fehler hin zu testen. Üblicherweise werden in einer Risikobetrachtung solche Aufwandsentscheidungen getroffen. Softwareentwicklung setzt auf das Paradigma der Wiederverwendung, will heissen, funktionsfähige und auf Fehler getestete Module werden, wenn möglich, immer wieder eingesetzt. Auch in der Softwareentwicklung hat sich Ingenieurskunst eingestellt. Trotz dem muss das Zusammenspiel eines neuen Moduls mit wiederverwendeten Modulen getestet werden. Wenn sie nun an komplexe Softwarearchitekturen denken, kann der Testaufwand ein sehr beträchtlicher Aufwand sein, abhängig davon wo und wie die Software eingesetzt werden soll. In manchen kritischen Projekten, wo ich als Testmanager arbeitete, überstiegen die Testkosten sogar die reinen Entwicklungskosten.
Auch ein Handwerksmeister wird die Testkosten investieren, wenn von der geprüften Funktionalität seiner Individualsoftware der Fortbestand seines Unternehmens abhängen würde.
Kreativität, da wo es sein kann, Professionalität da wo es sein muss!
In diesem Sinne!
Viele Grüße.
G. Glasauer
Wolfram Karl Arno Bierkant schrieb:
Hallo Herr Heller,
ich bin Anwender und User und produzent von Hardware.
Wenn ich Ihre Vorstellungen lese,packt mich das Grausen:
1. ist diese systematik der grund,warum z.B. IBM und Genossen jetzt in Indien programmieren läßt.
2. Ist das für normalen Mittelstand unbezahlbar, ein malermeister mit selbst 50 Angestellten incls. Büro winkt da müde ab!
3.Wo bleibt der Kreative Moment in der Entwicklung? Ihre Vorgehensweise ist nach meiner Erfahrung zu Wissenschaftlich...und damit zu Teuer.
( Die Fischerdübel zu Entwickeln hat ein Deutsche Mark gekostet, weil jemand kreativ etwas entwickelt hat!)
Ich bin felsenfest überzeugt, das zu oft das Rad neu erfunden wird...
Test auf wirkliche Neuheiten beschränken wäre wohl ein Ansatz.
Bitte fassen Sie das nicht als Kritik an Ihrer Person auf. Mir geht es darum,Kreativ und kostengünstig zu entwickeln. Leider wird das
in den UNIS nicht gelehrt.
Bei uns ist die UNI Stuttgart speziell S-Vaihingen zu Hause. Ich habe oft zugehört.
Da lernte ich oft eins:Das manch einer selber nicht wußte,was genau er dort lehrte. Denglish ist fürchterlich. Einfaches Deutsch kann dagegen sehr wirksam sein.Ist dies denn zuviel verlangt?
freundliche Grüße aus Stuttgart
Wolfram K.A.Bierkant
Christoph Heller schrieb am 17.03.2005, 11:22:
Hallo, ich will mal versuchen meine Idealvorstellung eines Testablaufs in einem Projekt zu definieren:
Ausgangspunkt: technische Spezifikation der Software (Funktionalitäten, Fähigkeiten, Schnittstellen,...)
Entwickler entwickelt seinen Teil der Software; Tests laufen auf eigener Entwicklungsmaschine
1.) Entwicklertest seiner Software (Unittest)
Entwicklerteam merged (= fügt zusammen) Softwarebausteine, Test läuft auf einer Art autarker Testserver
2.) Test vom Entwicklerteam der Zusammenhänge der Bausteine
[Punkt 2 kann natürlich mehrere Hierarchien haben]
nach erfolgreicher Softwarefertigstellung (meilensteinbezogen), Test auf Testserver
3.) Test von Testern (nicht Entwicklern, eher Fachabteilung und / oder Anwender) anhand speziell definierter Szenarien(Szenariotest)
nach erfolgreicher Szenariotestphase, Test auf Server in integrierter Umgebung
4.) Test von Testern (nicht Entwicklern, eher Fachabteilung und / oder Anwender); gleiche / erweiterte Szenarien wie Punkt drei (Integrationsstest)
nach erfolgtem Integrationsstest, Test auf Spiegelung der Originalumgebung
5.) Produktivtest
--> Einsatz der Software
bin gespannt auf Eure Meinungen
- 11 Oct 2005, 4:09 pm
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Felix MeulenkampThe company name is only visible to registered members.Re^2: die idealen Teststufen
Hallo,
Christian Baldus schrieb:
Hallo Herr Bierkant,
Herr Heller hat mit seiner Idealvorstellung m.E. absolut recht - so sollte es sein. Das Problem ist nur, dass die Spezifikationen und die Projektzeiten desöfteren fremdbestimmt (z.b. Vertrieb) sind und daher von manchen Zeitgenossen die Tests vernachlässigt werden.
Hier sehe ich ein elementares Problem, eine optimale Testplanung sollte bereits mit der Spezifikation beginnen.
Ideal ist es, wenn bereits hier erste Testdaten erstellt werden.
Auch gut ist es, die Spezifikatoren als Testteam einzuspannen, da sie bereits optimal in Thematik eingearbeitet sind und ehsten Abweichungen von ihren Spezifikationen erkennen.
Dies wirkt sich jedoch zumeist negativ auf die Erkennung von Spezifikationsfehlern aus.
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass ein elementarer Bestandteil des Testreihe ein standardisierter Datenbestand mit bekannt fehlerhaften und kritischen (Grenzwerte usw.) Daten sein muss. So kann jedes Release mit dem Referenzrelease und dem Sollzustand verglichen ... Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen.
- 08 Nov 2005, 10:10 pm
