Technical Building Equipment, ventilation, electro-mechanical engineering, HVAC

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  • Frank Bresch
    Frank Bresch
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    Feuerlöschanlagen im Fokus der Trinkwasserhygiene
    Wasser muss fließen, das wussten schon die alten Römer. Geht es darum sicherzustellen, dass aus
    einer Trinkwasserleitung tatsächlich auch Trinkwasser entnommen wird, dürfen die Rohrleitungen dem Wasser keine Chance zur Stagnation geben. Auf den Trinkwasserbedarf ausgelegte, gut durchströmte Anlagen sind nötig. Kam die Notwendigkeit einer Löschwasserbereitstellung über die Trinkwasser-versorgung ins Spiel, sind im Bestand aus heutiger Sicht viele Fälle bekannt, die dem Grundsatz der Stagnationsfreiheit nicht standhalten. Denn an einer Feuerlöschleitung z. B. in DN 80, die Wandhydranten versorgt, am Ende eine Teeküche anzuschließen, kann nicht als ernstzunehmender Spülversuch gewertet werden.
    Nach den Festlegungen der DIN 1988-6 (Technische Regeln für Trinkwasser-lnstallationen - Feuerlösch- und Brandschutzanlagen) vom Mai 2002 dürfen solche nassen Löschwasserleitungen heute nur noch dann als Bestandteil der Trinkwasserinstallation betrieben werden, wenn der Löschwasserbedarf kleiner oder maximal gleich dem Spitzentrinkwasserbedarf ist. Ist der Löschwasserbedarf größer als der Trinkwasser-bedarf, darf die Löschwasserleitung nicht als Bestandteil der Trinkwasserinstallation konzipiert sein. Da sie dann kein Trinkwasser führt, muss der Anschluss an die Trinkwasserleitung mittelbar erfolgen. Damit sind
    atmosphärischer Vorbehälter, Druckerhöhungsanlage und Notstromaggregat nötig. Auch Anlagen aus dem Bestand, die diesen Anforderungen nicht genügen, müssen auf den neusten Stand der Technik nachge-rüstet werden, wenn hygienische Probleme aufgetreten sind. Denn Bestandsschutz gibt es in Fragen der Hygiene nicht. Die daraus resultierenden hohen Kosten führten in der Praxis zur Diskussion, ob zur Tren-nung von Trink- und Löschwasser nicht auch ein Systemtrenner ausreicht. Die künftige DIN 1988-60 wird einen Direktanschluss von Leitungen für Löschwasser in eingeschränkter Form vermutlich zulassen.
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