Technical Building Equipment, ventilation, electro-mechanical engineering, HVAC
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Andreas Piephans Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Pufferspeicher - Ja oder Nein
Hallo liebe Gruppenmitglieder,
eine zentrale Diskussion im Bereich der Wärmepumpe ist nach wie vor die Thematik "Pufferspeicher - Ja oder Nein", sofern natürlich eine Anlage mit einer Fußbodenheizung in der Wärmeverteilung eingesetzt wird. Noch heute gibt es deutliche Meinungsunterschiede und ich würde nun gerne dieses Thema zur Diskussion stellen und die Meinung weiterer Experten dazu hören. Vielleicht kann man hier auf zwei unterschiedliche Aspekte eingehen:
a) Herkömmliche Fußbodenheizung mit Estrich
b) Trockenbau-Fußbodenheizung mit dünnen (wenig Masse) Lastverteilschichten
Ich bin auf Ihre Meinung gespannt.
MFG
Andreas Piephans
- 02 Jun 2008, 1:27 pm
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Andreas Piephans Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^2: Pufferspeicher - Ja oder Nein
Hallo Frau Beck,
handelt sich wie oben beschrieben um die Frage nach einem Pufferspeicher in Verbindung mit Wärmepumpen und Fußbodenheizung in den beschriebenen Ausführungsvarianten.
MFG
Andreas Piephans
- 02 Jun 2008, 2:32 pm
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Andreas Piephans Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^4: Pufferspeicher - Ja oder Nein
Hallo Frau Beck,
und genau da fängt es ja erst richtig an spannend zu werden....
1) Reicht die heutige Gebäudedämmung und der Speicher des Estrichs nicht auch aus, um die Sperrzeiten zu überbrücken?
2) Um wieviel Grad fällt die Raumtemperatur denn, wenn 3 Stunden nicht "geheizt" wird?
3) Wie verhält sich das ganze ohne Speichermasse Estrich?
a) Negativ, weil keine Speichermasse und evtl. schnellere Abkühlung
b) Positiv, da keine Speichermasse und schnelle Reaktionszeit der Fußbodenheizung für "Wiederaufheizen"?
Sie sehen, so einfach ist es nicht ;-)
MfG
Andreas Piephans
- 02 Jun 2008, 3:14 pm
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Ralf BraunThe company name is only visible to registered members.Re^7: Pufferspeicher - Ja oder Nein
Hallo Fr. Beck, hallo Herr Piephans
die Verwendung eines Pufferspeichers in Verbindung mit einer Wärmepumpe ist tatsächlich ein heisses Thema.
Ob ein Pufferspeicher sinnvoll ist? Ich meine, das hängt von der Anlagenkonfiguration ab.
WIr sollten vielleicht die Heizung und die WW Aufbereitung getrennt betrachten. Einmal geht es um den Pufferspeicher, einmal um den WW Speicher. Getrennte Speicher an Stelle eines Kombispeichers vereinfachen die Situation.
Zuerst aber zur Heizung.
Die Sperrzeiten alleine sind nicht unbedingt das Problem. Die Speichermasse eines Gebäudes sorgt schon dafür, daß während der üblicherweise kurzen Zeiten, keine zu starke Auskühlung stattfindet. Selbst ein Standard 0815 Haus kühlt während dieser Zeit nur um ein paar Zehntel K ab. Wird das Gebäude mit einer FBH beheizt, dann reduziert sich das Problem noch einmal, da allein der Estrich mit seiner Masse ein erhebliches Speichervermögen besitzt. Immerhin befinden sich selbst in einem kleinen EFH 9cbm Estrich und mehr. Dagegen sind die paar Liter Pufferspeicher fast schon lächerlich.
Und als nächster Punkt wäre der Abtauvorgang zu nennen. Hier muß für die Prozessumkehr die notwendige Energie irgendwo her bezogen werden, üblicherweise aus einem Pufferspeicher und/oder dem Heizkreis. Die Frage wäre, verfügt der Heizkreis überhaupt über die notwendige "Masse"?
Ein weiterer Punkt wäre die Mindest-Durchflußmenge die eine WP benötigt. Hier kommen auch bei einer kleinen WP schnell mal 2.000 Liter/h zusammen. Dieser Mindest-Durchsatz muß gewährleistet sein damit die WP nicht "auf Störung geht".
Und schon sind wir bei der "Hydraulik".
Je nach Aufbau der Heizkreise und Ausstattung mit Raumthermostaten und Stellventilen, kann der stetige Durchsatz durch die Heizkreise nicht garantiert werden. Die WP benötigt jedoch ihren Mindestdurchsatz. Auch hier wäre der Pufferspeicher als hydr. Entkopplung die erste Wahl.
Das bedeutet aber nicht, daß es nicht auch "ohne" ginge. Man kann durch entsprechende Dimensionierung der Heizkreise und Verzicht auf Stellventile (sorgfältigster hydr. Abgleich erforderlich) bei einer FBH den Mindest-Durchsatz sicherstellen. Es versteht sich von selbst, daß auch die Heizkurve sorgfältig optimiert werden muß. Leider lässt sich das Nutzerverhalten kaum in Zahlen fassen (berechnen), so daß diese optimierung sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Das kann man nicht jedem Endkunden zumuten.
Noch ein Punkt. Soll neben der WP noch eine weitere Energiequelle mit eingebunden werden, dann kann man auf einen Pufferspeicher sowieso nicht verzichten.
Zwischenfazit: Der Pufferspeicher verbessert das Betriebsverhalten (Zuverlässigkeit).
Noch zur WW Aufbereitung.
Ich bin kein Freund von Kombispeichern. Das verkompliziert die Sache nur, unter anderem dadurch, daß für das WW höhere Temperaturen erforderlich sind wie für die Heizkreise. Die Sperrzeiten des VNB (EVU) kann man auch durch entsprechende Dimensionierung des WW Speichers berücksichtigen. Dabei sollte man aber im Hinterkopf behalten, wieviel Wasser im Haus überhaupt benötigt wird. Sonst wird unnötig viel Wasser auf hoher Temperatur gehalten, und jeder Speicher hat "Verluste".
Hier spielt es eine große Rolle, wieviele Personen mit WW versorgt werden müssen. In einem EFH stellt sich die Situation eben anders dar als in einem großen MFH.
Fazit: Verzicht auf Pufferspeicher ist möglich, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen.
Noch ein abschließender Punkt der bei Pufferspeichern gerne vergessen wird.
Die richtige hydraulische Einbindung ist schon die halbe Miete. Hier gilt es einen Temperaturverlust bei der Vorlauftemperatur zu vermeiden, denn jedes K an Vorlauftemperatur kostet "Strom". Die meisten Puffer die nach Standard 0815 als Parallelpuffer eingebunden werden funktionieren leider nicht optimal, weil der Puffer sowohl im Vor- als auch Rücklauf ständig durchströmt wird. Dadurch stellen sich im Pufferspeicher Strömungen ein die einen optimalen Betrieb eher entgegenstehen als diesen zu unterstützen.
Sorry für den langen Text, ich wollte an sich nur ein paar Kommentare loswerden.
Gruß
Ralf Braun
- 03 Jun 2008, 07:54 am
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