Translation Memory Systeme - digitales Übersetzungsmanagement

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  • Marco Kahler
    Marco Kahler    Premium Member   Group moderator
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    Google Wave und Techniken zur Übersetzung
    Ich habe gestern einen Workshop zu Google Wave besucht und dort ein Fall Beispiel zu einem Translation Robot gesehen. Sehr interessante Anwendung. Dahinter soll wohl die bekannte "Google Übersetzung" App liegen.
    Ein Anwender wird hier beim Erfassen von Content "simultan" in die entsprechende Wunschsprache übersetzt. D.h. ich kann mich via Wave mit Gesprächspartnern unterhalten, die meiner bzw. ich deren Sprache nicht mächtig bin. Das Ganze ist natürlich noch ein PreAlpha, d.h. die Qualität und die Usabillity lässt noch einiges offen, aber die Idee ist brillant. Hat jemand schon einmal ähnliche Erfahrung damit gemacht? Gibt es kommerzielle Ansätze? Würde mich über ein Feedback freuen.

    gruss
    Marco kahler
  • Christoph Kilb
    Christoph Kilb
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    Re: Google Wave und Techniken zur Übersetzung
    Hallo Herr Kahler,

    eher artverwandte Erfahrungen. Die Weltsprache ist lt. BBC schlechtes Englisch. In dieser Weltsprache können sich beispielsweise Entwickler über technische Themen unterhalten, ohne dass es zu hohen Reibungsverlusten kommt. Etwas anderes ist ein Kick-Off-Meeting. Dort werden Modalitäten ausgehandelt, Spielräume ausgelotet usw. Es ist unabdingbar, sich nuanciert ausdrücken zu können, weil man mit seinen Ideen und Absichten sonst zum Windschattenfahrer wird, oder mit dem verbalen Holzhammer Unmut erzeugt. Transportierte Metainformationen entscheiden auch darüber, welche Allianzen aus Gesprächen erwachsen können.

    Ähnlich sind maschinelle Übersetzungen: Sofern mein Kommunikationspartner erfahren soll, dass wir ein Kästchen mit einem anderen Kunststoff gießen, oder eine Verpackung für einen 3-monatigen Seetransport geeignet sein muss, ist das problemlos. Geht es hingegen um Voraussetzungen für Teilzahlungen, ist es ein himmelweiter Unterschied, ob etwas "beendet", oder "abgeschlossen" ist. Solche leichten Übungen werden die "Ecomat"-Übersetzungen wohl schaffen. Mir stellt sich die Frage, ab welchem Punkt die Sache indifferent wird.
     – Das müsste zwingend spezifiziert werden!
    Der Faktor Zeit wird klar vom Übersetzungsautomaten beherrscht. Zur Qualität der Arbeit heißt es ausdrücklich: "Verlassen Sie sich auf nichts!" Das entspricht haargenau einer 'Null'. Damit stellt sich die Frage, was eine resultierende Leistung von Null kosten darf. Wer soll mit dem Pre-Alpha herumspielen? Zu welchen Zwecken? Vielleicht jemand, der ohnehin nur zuhört, sich allenfalls einen Überblick verschaffen will und mit dem man danach nur noch das Delta zu seinen gewonnenen Erkenntnisse besprechen müsste.

    Alles in allem halte ich das für eine praktische Krücke, die vorerst allerdings keine justitiablen Ergebnisse produzieren wird. Warum auch, ab einer bestimmten Eskalationsstufe spricht mein Gegenüber ohnehin Englisch, egal aus welchem Land er stammt. Damit wäre der Übersetzungsautomat wieder entbehrlich.
     
     
    Viele Grüße
     
    Christoph Kilb