Hier ein Rückblick, der allen Daheimgebliebenen zeigt, zu was unsere Gruppe alles in der Lage ist. Die Möglichkeiten sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft!
Nach einer Einleitung durch den Moderator Andreas Pfautsch stellte Bernhard Dirnberger exklusiv und erstmalig die neuen Gruppenwerbeflyer und unser Gruppenplakat vor, mit dem wir uns in Zukunft verstärkt präsentieren werden. Diese wurden für uns von Dominik Meyer entwickelt und gedruckt.
Danach sollte diesmal etwas ganz besonderes geboten werden: Um sich gegenseitig zuerst einmal kennen zu lernen, wurde die 26 Personen starke Gesellschaft in vier Gruppen aufgeteilt. Diese bekamen für eine Stunde jeweils ein eigenes Thema aufgetragen, zu welchem eine gemeinsame Präsentation erarbeitet werden sollte. Nach anfänglichem Unmut einiger Teilnehmer, die derartige Workshops eigentlich nicht gerade lieben, entwickelte sich dennoch in den Teams eine gesunde und vor allem gut gelaunte Arbeitsatmosphäre. Die anschließenden Ergebnisse sprengten zwar den eigentlich veranschlagten zeitlichen Rahmen, zeigten aber durch rege Diskussionen, dass sowohl die Themen als auch die Darstellung der Ergebnisse auf allgemeines Interesse stießen. Die Ergebnisse erwiesen sich zudem als äußerst spannend und zum Teil überraschend. Damit sie nicht verloren sind, hier eine kurze Zusammenfassung:
1. Thema: "Das braucht die Region"
Rainer Reese lenkte gleich wider Erwarten auf eine Bahn, die nicht zu "Wir brauchen mehr Fördergelder, Hotels, Klärwerke" führte, sondern eine sehr persönliche Forderung an die Einwohner unserer Region dar stellte. So sollten diese Neuem und Anderem gegenüber deutlich offener reagieren und sich gegenseitig mehr zur Seite stehen. Die Angst davor, dass uns jemand anderes Aufträge weg nehmen könnte, sollte durch die Erkenntnis gebrochen werden, dass wir uns gegenseitige Vorteile bringen können. Die Nutzung der lokalen Potentiale könne nur gelingen, wenn Kooperation, Achtung und Respekt, sowie das Miteinander deutlich mehr gepflegt würden als bisher.
2. Thema: "Selbstständigkeit - Chance oder heutzutage ein untragbares Risiko?"
Hier stellte Beate Schwarz eindrucksvoll die Vor- und Nachteile der Selbstständigkeit dar. Sie betrachtete vor allem die Situation der Einzelunternehmer, da in dieser Runde nur solche anwesend waren. Sie zeigte auf, dass letztendlich ob jemand ein hohes Risiko eingehe, ganz allein daran läge, was dieser einzelne aus der Situation mache und wie er seine Chancen nütze. Die viel gepriesene Sicherheit gebe es bei heutigen Angestellten nicht wirklich, dennoch stünden diese aber auch unter genau so viel Druck wie wir Unternehmer. Die Behauptung, es gäbe ein männliches und weibliches Unternehmerdenken und deren Folgen, löste eine kurze aber interessante Diskussion aus.
3. Thema: "Was ändert sich 2010?"
Nicole Weis referierte ausführlich über eine große Reihe von Änderungen, die im kommenden Jahr auf uns alle zukommen werden. Hierbei bediente sich ihre Gruppe aber auch vieler noch nicht gesicherter, teilweise subjektiver Erwartungen. Um diesem umfangreichen Thema Übersicht zu verleihen, wurde die Aufzählung in verschiedenste Teilbereiche gegliedert. Diese reichten von Mikrogesichtspunkten, wie die Erwartung, dass jeder zukünftig mehr Verantwortung für sich und seine Familie übernehmen müsse, bis hin zu globalen Mammutaussagen, wie die Verschiebung der Machtverhältnisse von USA auf China, sowie die Regulierung der Finanzmärkte. Gerade der letzte Punkt führte wieder zu einer lebhaften und weitreichenden Diskussion der Zuhörer untereinander.
Auffällig war die durchaus positive Erwartungshaltung für das kommende Jahr. Optimismus ist ja auch der erste Schritt zum Erfolg!
4. Thema: "Der Chiemsee - Bild und Wirklichkeit"
Bernhard Dirnberger zeigte zusammen mit Roland Weiß die Gegensätze in der persönlichen Vorstellung der nichtansässigen Besucher (Herr Weiß) zu der aktuellen Situation der Region, wie sie von den lokalen Anwohnern (dargestellt von Herrn Dirnberger) gesehen wird, auf. Auch für uns Einheimische zeigten sich Unterschiede, an die mit Sicherheit nicht jeder sofort denken würde. So wurde dem Bild der Sonnenuntergänge und des Schlosses knallhart der Streit der Fischer um die Kormorane und sogar die relativ hohe Zahl der Unfalltoten im Chiemsee gegenüber gestellt. Auch sei der See, so schön er auch tatsächlich ist, ein Hindernis, dass an und für sich kurze Entferungen zu großen Barrieren mache.
Durch die fortgeschrittene Zeit wurde im Anschluss an die Präsentationen leider auf eine weitere persönliche Vorstellung der Teilnehmer verzichtet. Dennoch fanden sich nun Gleichgesinnte zum eigentlichen Netzwerken.
Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer traf sich im Anschluss an die offizielle Veranstaltung noch in den Wirtsräumen des Hotels zum gemeinsamen Abendessen. Hier wurden auch noch fleißig weitere Kontakte geknüpft.
Obwohl die Teilnehmerzahl eher gering ausfiel, zeigte sich, dass für die eigentliche Arbeit eine größere Gruppe eher hinderlich gewesen wäre. So war es optimal, die Kollegen kennen zu lernen und sich gezielt die potentiellen Gesprächs- und eventuell Geschäftspartner aus zu suchen. Wie immer zählt hierfür vor allem die Aktivität im Anschluss an den Event. Kontakte müssen hier noch entwickelt und vertieft werden. Ich schließe nicht aus, dass sich aus diesem Treffen sogar ein paar Freundschaften entwickeln werden...
Diejenigen, die leider nicht anwesend waren, aber dennoch einen kleinen Eindruck von unserem Herbstevent bekommen wollen (und selbstverständlich alle Teilnehmer, die sich erinnern möchten), können unter
die tollen Fotos von Foto & Design Übersee Lydia Krumpholz genießen. Wir danken der Fotografin für die viele Mühe und diese genialen Werke!
Die Veranstaltung war auch für mich eine tolle Erfahrung, die unheimlich viel Spaß gemacht hat. Das zum weitaus größten Teil überaus positive Feedback bestärkte mich in meinem Weg. Es bestehen auch Überlegungen, für Interessierte in Zukunft gezielt Treffen mit Gruppenarbeiten zu organisieren, um die Netzwerke in unserer Region durch gemeinsamen Wissens- und Erfahrungsaustausch weiter zu entwickeln und zu stärken. Was halten Sie davon? Posten Sie bitte Ihren Kommentar!
Dieser Artikel wurde am 01.11.2009 um 01:36 Uhr geändert.

