Unternehmer Oberbayern

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  • Toni Wirler
    Toni Wirler    Premium Member
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    Ruhestandsplanung darf nicht beim 67. Lebensjahr enden

    Weil sie ein Eigenheim, Lebensversicherungen oder sonstige Finanzprodukte besitzen, wiegen sich viele Menschen beim Thema Altersversorgung in trügerischer Sicherheit. Denn die meisten Finanzanlagen für Privatkunden lassen eine zentrale Frage unbeantwortet: Wie lange reicht das Kapital nach Eintritt in das Rentenalter?
    Ausgangssituation: Ein Ehepaar mit zwei Kindern plant seinen Ruhestand. Neben einem Haus, das bis Rentenbeginn abbezahlt sein soll, besitzt die Familie 100.000 Euro, zu drei Prozent (nach Steuern) in deutsche Staatsanleihen angelegt. Der Ehemann verdient rund 4.000 Euro brutto, seine Frau bezieht kein Gehalt, die gesetzlich zu erwartende Rente liegt bei 1.561 Euro im Monat. Ziel des Ehepaars ist eine Rente in Höhe des heutigen Nettoeinkommens des Mannes von etwa 2.500 Euro. Infolge der Finanzkrise möchte das Ehepaar ein Anlagerisiko vermeiden und einen monatlichen Sparplan über 350 Euro abschließen.

    Ein unabhängiger Finanzberater hätte angesichts dieser Vorgaben zwei Möglichkeiten: Er könnte dem Ehepaar das gewünschte Finanzprodukt gemäß ihres Risikoprofils verkaufen – oder sie auf die fatalen Folgen ihrer Anlageentscheidung hinweisen. Bei einer anzunehmenden Rendite von drei Prozent ist es ein Leichtes, den voraussichtlichen Zeitpunkt zu ermitteln, an dem das Ehepaar Pleite wäre: Mit etwa 75 Jahren wäre ihr Privatvermögen aufgebraucht.

    Drei existenzielle Risiken bleiben oft unberücksichtigt
    Das Langlebigkeitsrisiko: Es geht nicht um die zum 65. oder 67. Lebensjahr erreichte Rentenhöhe oder die voraussichtliche Kapitalauszahlung, sondern darum, wie lange das Geld eine ausreichende Rente ermöglicht. Aufgrund der statistischen Lebenserwartung haben Sie heute die Chance oder das Risiko 95 Jahre alt zu werden.
    Das Inflations- und Steuerrisiko: Die kalkulierten Renten werden im Laufe der Zeit durch Inflation und Steuern immer weniger reale Kaufkraft haben, können bis auf das heutige Hartz-IV-Niveau sinken.
    Die Lebenserhaltungsaufwandskosten im Alter: Jede Beratung im Vermögensaufbau sollte den bestehenden und künftigen Kapitalbedarf berücksichtigen. Dazu zählen neben Kosten für die Lebensqualität, etwa für Reisen und Hobbys, auch für Mobilität, Instandhaltung des Hauses sowie Pflege- und Gesundheitskosten.

    Wichtig – die individuell notwendige Rendite
    Eine der wichtigsten Aufgaben für uns als Ruhestandsplaner besteht in der anlage-und anlegergerechten Aufklärung, und müssen die „individuell notwendige Rendite“ und das „individuell notwendige Ruhestandsvermögen“ des Kunden bis ins hohe Alter hinein ermitteln. Wir berücksichtigen nicht nur vorhandenes Vermögen und Versicherungen, sondern auch staatliche Förderung, den künftig anfallenden Kapitalbedarf und vor allem die Auswirkungen von Steuern und Inflation im Alter. Und: Die Klienten sollen mithilfe des Ruhestandsplaners erkennen, mit welchen Anlageformen eine realistische Chance besteht, bis ins hohe Alter ausreichend versorgt zu sein – oder ihre Ziele entsprechend anpassen.

    Toni Wirler
    Der Ingolstädter Ruhestandsplaner
    http://www.wirler-ruhestandsplanung.de
 
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