Hallo zusammen,
ich darf mich da anschließen, ein sehr guter Artikel von UXMatters. Wir setzen Eyetracking in unserer täglichen Arbeit häufig in Methodenkombination z. B. mit Verhaltensbeobachtung, Fokussierten Interviews und nPLDs bei Usability Tests oder Landingpage Analysen ein. Es gibt hierbei viele Einsatzmöglichkeiten für die Methode des Eyetracking. Zum Beispiel können die ersten entscheidenen Sekunden, in denen sich die Nutzer auf einer Seite einen Überblick verschaffen analysiert werden. Wo schauen sie hin? Welche Elemente einer Seite werden wahrgenommen, welche nicht? Gelingt ein visuelles Guiding? Sind die Elemente erwartungskonform positioniert? uvm. Diese Informationen können nur mit einer solchen Methode zur Erfassung der visuellen Aufmerksamkeit analysiert werden und liefern wertvolle Erkenntnisse zur Optimierung einer Seite.
Ja, die Anschaffungskosten stellen eine gewisse Investition da. Dafür sind die Geräte auch sehr hoch entwickelt und langlebig. Und wer die Zeit der Einarbeitung, Schulung usw. nicht hat oder ein solches System nicht ständig im Einsatz benötigt, kann es auch samt Experten tageweise mieten und an jedem beliebigen Ort zum Einsatz kommen lassen.
Und somit auch zur Frage des Aufwandes einen Usability Test inkl. Eyetracking in der Umgebung der Benutzer durchzuführen. Mit einer gewissen Vorraussetzung (2 Räume inkl. Stromversorgung) die nicht einmal nebeneinander liegen müssen, ist ein solcher Test quasi überall durchführbar. Möglich macht das mobile Labor-Technik bestehend aus Funkübertragungstechnik für Bild und Ton zum Beobachtungsraum inkl. Beamer usw., einem Eyetracking System, welches berührungslos, nicht sichtbar für den Probanden im Monitor integriert ist und einem leistungsfähigen Rechner zur Aufzeichnung. Somit kann grundsätzlich alles getestet werden, was auf einem Monitor darstellbar ist.
Eine Beobachtung am Nutzer, "fast" überall wo sich dieser befindet, ist somit möglich. Ich beziehe mich jetzt mal auf Büroräume, Internet-Café, privaten Wohnraum usw. Für mobile Geräte wie Blackberry, iPhone usw. gibt es aber auch schon Möglichkeiten diese mittels Eyetracking zu analysieren und z. B. neue Apps zu testen. Dafür ist es allerdings notwendig eine kleine Brille oder Basecap oder ähnliches aufzusetzen, in der die Technik integriert ist, um die Blicke des Nutzers zu verfolgen.
Es ist jedoch wie im Artikel und von Herrn Wolf beschrieben immer zunächst zu analysieren, ob die Methode für die Fragestellung der Untersuchung die richtige ist oder doch ein anderes Studiendesign benötigt wird. Pauschal kann man das nicht sagen. Ein erstes beratendes Gespräch sehe ich dafür als Voraussetzung.
This article was modified on 23 Oct 2009 at 11:57 am.

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Christoph Anders Premium Member
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