Pflegeheime können in den nächsten Jahren mit einer steigenden Nachfrage rechnen. Denn die Zahl der Senioren und auch der Pflegebedürftigen steigt.
Die Gesundheitswirtschaft ist mit rund fünf Millionen Beschäftigten und einem Jahresumsatz von über 280 Mrd. Euro die größte Wirtschaftsbranche in Deutschland. Sie beschäftigt mehr Menschen als die Automobil- und Elektroindustrie zusammen und ist eine der Zukunftsbranchen in Deutschland.
Je älter, desto kränker, desto teurer: Wenn die Babyboomer-Generation ins Rollstuhlalter kommt, wird es eng in deutschen Pflegeheimen und kostspielig für die Beitragszahler. Die deutliche höhere Lebenserwartung gepaart mit den Geburtenraten der 1960er und 1970er Jahre werden nach Einschätzung von Experten die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2050 deutlich zunehmen lassen. Genauso werden demnach auch die Beiträge für die Pflegeversicherung steigen – vorausgesetzt es gibt keine grundlegende Reform.
Die Beiträge für die Pflegeversicherung könnten entsprechend von derzeit 1,95 Prozent des Bruttoeinkommens auf im günstigsten Fall 2,94 Prozent, im schlimmsten Fall 6,69 Prozent und im wahrscheinlichsten Fall 4,63 Prozent steigen, wie Hackmann erklärte. Doch für die Zeit danach „gibt es noch einiges zu tun“, wie der Wissenschaftler sagte.
Wann, wenn nicht jetzt.
Nur Sicherheit zählt - Europa braucht bis 2020 rund 750.000 Pflegeplätze
In Deutschland werden bis zum Jahr 2020 zwischen 120.000 und 210.000 zusätzliche Pflegeheimplätze gebraucht. Das geht aus einer aktualisierten Untersuchung der HSH Real Estate zum deutschen Pflegeheimmarkt hervor.
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André Ebeling
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