Regionalgruppe Viersen

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  • Simon Jörg
    Simon Jörg    Premium Member
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    Re^15: Störenfriede
    Vielleicht liegt es an der pädagogischen Ausrichtung?

    Teilweise erlebe ich (habe 4 Kids) so einen "Tralala-Unterricht", dass meine Kinder Schwierigkeiten haben die richtigen Prioritäten zu setzen.
    Klare Rahmenbedingungen und Grenzen sind meines Erachtens auch heute noch in der Schule wichtig. 2 meiner Kinder brauchen diese auch, da sie sich sonst in Kleinigkeiten verirren würden, die völlig unwesentlich sind.
    Wenn Hausaufgaben nicht gemacht sind, aber dafür gelobt wird, dass stattdessen ein schönes Bild gemalt wurde, komme ich ins Zweifeln.
    Ich bin mit Sicherheit nicht der Vertreter der rein autoritären Erziehung, aber ganz ohne geht es meiner Meinung nach nicht. Aber wie es dann in der Realität aussieht wechselt von Lehrer zu Lehrer, selbst an der gleichen Schule.

    Was mich interessieren würde, liegt die Josefsschule denn in einem sozialen Brennpunkt, wo ggf. auch viele Familien wohnen, wo es auch an festen familiären Strukturen fehlt?
  • Karl-H. Brockers
    Karl-H. Brockers    Premium Member
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    Re^16: Störenfriede
    Herr Gruhl schieb ja schon:

    "Schließlich (und da gebe ich einigen Schreibern hier Recht) handelt es sich um eine weiterführende Schule. Und die m.E. nicht in einem sozialen Brennpunkt beheimatet ist."

    Und ich kann auch nur nochmal (siehe weiter oben) daraufhinweisen, daß das Ganze nur durch eine veränderte Ausbildung der Ausbilder, nämlich hier der Lehrerinnen und Lehrer als Padagogen, aufgefangen werden kann. Mein alter Lehrer in der Handelsschule sagte so vieles, aber ein Richtiges: "Die beiden Weltkriege sind unsere Lehrer schuld." Man lasse sich dies auch in Bezug auf diese Diskussion einmal auf der Zunge zergehen.

    Ach übrigens: Ich war mehr als zehn Jahre mit einer Lehrerin zusammen, und wir haben uns aus rein weltanschaulichen Gründen letztendlich getrennt. Ich weiß also, wovon ich spreche (bzw. schreibe).
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  • Karl-H. Brockers
    Karl-H. Brockers    Premium Member
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    Re^18: Störenfriede
    >> "Die gesellschaftliche Veränderung und daraus resultierende notwendige Anpassungen im Konzept routieren jahrzehntelang durch Ministerien bevor sie den Weg in die Schule finden." <<

    Sehen wir die Dinge doch mal andersherum: Durch unnötige "Anpassungen im Konzept" verändert sich nach und nach die Gesellschaft. Und fragen wir uns dann, ob das zielführend ist. Ich kann nicht erkennen, was durch sämtliche Schulreformen "meiner Zeit" eigentlich der Bildung gut getan haben soll. Angefangen von der sog. "Ganzheitsmethode", die vielen meiner Generation z.B. heute noch anhängige Rechtschreibschwächen bescherte bis zum Zentralabitur, das den Schulen heute jegliche Qualifikation in Eigeninitiative nimmt. Wenn ich allein daran denke, welche verschiedenen Methoden des Schreibens mein Kind seit 2000 mitmachen mußte, schwillt mir der Kamm.

    Auch die Verantwortlichkeit der Bundesländer für das Bildungswesens ist m.E. kontraproduktiv - insbesondere in Zeiten der sog. Globalisierung. Warum gibt es 16 Eierköpfe, die 16 verschiedene Bildungskonzepte innerhalb eines Staates kreieren? Der Umzug einer Familie von Düsseldorf nach München streßt die Kinder, weil sie auf einem nicht der CSU genehmen Bildungsstand sind, und umgekehrt ist es noch schlimmer, weil die Kinder in NRW durch jahrzentelange Rücksicht auf alle Lernschwachen eigentlich unterfordert sind.

    Gerne gewinne ich allen Gegebenheiten eine positive Seite ab - bei diesem Thema tue ich mich äußerst schwer damit.
    This post was modified on 20 Jun 2010 at 11:42 am.
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  • Karl-H. Brockers
    Karl-H. Brockers    Premium Member
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    Fisch stinkt am Kopf zuerst ...
    ... kann man wohl auch über die Schulen sagen.

    Im meiner Praxis als "Problemlöser" für Unternehmen muß ich leider in 99% der Fälle erkennen, daß das Problem beim oder am Chef liegt. Auch aus meiner Erfahrung als Abteilungsleiter eines größeren Unternehmens kann ich das bestätigen.

    Welche Qualifikationen - außer dem Alter und der Berufszugehörigkeit - muß eigentlich ein Schulleiter haben? Offenbar keine besonderen, Personalführung wohl am wenigsten. Unsere Regierungsorgane nehmen sich die Unternehmens- und Personalberater an der falschen Stelle, nämlich meist zu Wahlkampfzwecken. Wer könnte denn anregen oder daraufhinwirken, daß an Schulen 'mal ausgebildete Coachs ihre Arbeit tun können? Wenn man einem Politiker diesen Vorschlag macht, erfährt man nur, warum das nicht geht - nicht etwa, wie es machbar wäre.

    Vielleicht kennt einer der Mitdiskutierenden ja einen Weg? Ich würde den im Rahmen einer Initiative gern mitgehen und entsprechende Vorschläge einbringen - aber ohne, daß ich Politiker werden muß.
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  • Karl-H. Brockers
    Karl-H. Brockers    Premium Member
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    Re^2: Fisch stinkt am Kopf zuerst ...
    Das ist ja alles schön und gut. Der Schulleiter hat also Verantwortung, aber keine Kompetenz - ein personalpolitischer GAU.

    Dennoch hat er die Möglichkeit, innerhalb von Konferenzen und/oder sonstigen Zusammenkünften motivierend auf "seine" Lehrer einzuwirken und einen "Schulgeist" zu schaffen, mit dem einige Schulen doch schon im Internet "werben". Das wären z.B. schnelle Lösungen drängender Probleme.
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  • Stephan Remigius
    Stephan Remigius    Premium Member
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    Re^4: Fisch stinkt am Kopf zuerst ...
    . . . . . ist ein Spruch, der leider bei zu vielen Missständen Anwendung findet.
    So richtig gut läuft bei uns nämlich gar nichts, wenn man mal unser Potential sieht.

    Eddy schiebt noch nach, dass ich ihren Beitrag gestern um 11.41h sehr gut fand, Herr B. ;-)
    Wir öffnen Grenzen, vereinheitlichen Währungen, hüpfen (angeblich) auf dem Mond herum . . . . aber relativ simple Dinge bekommen wir nicht auf die Reihe.
    Dabei wären gerade diese "basics" so wichtig !
    This post was modified on 21 Jun 2010 at 08:37 am.