Webhosting
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Stefan Stoedtgen Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Wo gehts hin?
Hallo!
ich bin selber kein Hoster, als Anbieter von Web Dienstleistungen muss ich mich trotzdem mit der Thematik beschäftigen. In vielen Kundengesprächen kommt des öfteren die Frage: "Wo gehts hin?".
Die Web 2.0 Welle ist über uns alle geschwappt, bevor viele Unternehmen überhaupt Web 1.0 geschafft haben. Die Fülle an Tools, Features und auch Anbietern ist unüberschaubar groß. Letztendlich sucht man sich einen der vermeidlichen Top10 oder einen lokalen Anbieter und hofft, dass man damit seine Ruhe hat.
Die letzten Jahre kam der vServer auf den Markt, ebenso wie die integrierten Tools wie CMS, Galerie oder Blog direkt im Webspace. Unlimited Traffic und Flatrates sind schon lange kein Lockmittel mehr, wenn diese Mischkalkulation in jedem dritten Forum als Lüge aufgedeckt werden.
Preise sind im Keller, Margen für Reseller gering, die Sättigung des Marktes ist schon lange erreicht.
Wohin führen die nächsten Schritte? Was planen Sie kurz/langfristig zu realisieren, womit können Kunden überhaupt noch geworben werden?
Ich freue mich auf Ihre Antworten!
- 19 Jun 2008, 12:47 pm
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Sven Kellputt Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Wo gehts hin?
Hi,
das muss man differenzieren denke ich. Einerseits der PK Bereich. Und andererseits die GK-Seite. Im PK-Bereich sind die Grenzen in vielen Bereichen denke ich bereits erreicht. (Preise, enthaltende Features etc)
Im GK-Bereich denke ich wird es sich jedoch mehr und mehr auf Individuallösungen konzentrieren. Dort sind in vielen Bereichen die Grenzen noch lange nicht erreicht. Schlagworte wie SAN, Load-Balancing oder Cluster sind gerade erst richtig im Kommen und werden in Zukunft sicherlich noch eine große Rolle spielen gerade für Unternehmungen.
Grob zusammen gefasst kann man also sagen, die Zukunft werden mehr Individual-Serviceleistungen sein. Der Trend geht weg von einfachen Serverfarmen hin zu eben solchen komplexeren Lösungen.
Weiterhin spielt der Bereich Servermanagement eine große Rolle. Immer mehr Unternehmen möchten sich mit der Instandhaltung, Konfiguration etc nicht weiter beschäftigen müssen. Dies hat zweierlei Gründe. Einerseits weil der heutige Markt für Start-Ups sehr erschwinglich ist und so viele Unternehmen zwar eine tolle Idee, aber kein Know-How haben um dies umzusetzen. Andererseits weil es mitunter schlichtweg günstiger ist für ein Fullmanagement im Monat 1000 Euro auszugeben, als sich dafür eigenes Personal zu halten.
Man könnte das jetzt noch ewig weiter spinnen und sicherlich noch viele Bereiche aufzählen und deren Entwicklung diagnostizieren.
- 19 Jun 2008, 6:54 pm
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Martin Gutsch Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^3: Wo gehts hin?
@Sven Kellputt
Da gehe ich bezüglich GK mit. Ziemlich interessant finde ich, was sich bei Amazon abspielt: EC2 uns S3 sind zwar für den Einsteiger erst einmal recht umständlich, aber die Idee, virtuelle oder physische Instanzen "on demand" zu starten und zu stoppen, finde ich super.
Vielleicht gibt's ja bald mehr Angebote á la EC2: Man kann kann sich VPS-Instanzen anmieten, mit stundenweiser Abrechnung. Wenn der Anbieter dann für den Kunden auch noch ein paar Schritte vorwegnimmt, zum Beispiel einen Webservice über den man alle IPs der eigenen Instanzen abrufen kann. Einen DRBD-Wizard oder angepasste Pakete für DB-Cluster vielleicht noch. Die Wunschliste für den vollautomatischen "elastischen" Cluster beim Hoster wäre lang und aus meiner Sicht mit heutigen Tools realisierbar.
- 03 Jul 2008, 3:59 pm
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Sven Kellputt Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^4: Wo gehts hin?
Die sogenannte Timeserver-Nutzung gibt es schon relativ lange. Man könnte es prinzipiell ein Kind der Gameserver-Branche nennen. Denn dort ging das stundenweise Anmieten von Instanzen eines Servers los. Jedoch hat sich dieses Prinzip nie wirklich durchgesetzt. Der letzte und so ziehmlich einzige Anbieter dieses Prinzipes (XG1) hat sich gerade vom Markt verabschiedet.
Ob sich daher Timeserver auf VPS-Basis lohnen, muss man sehen. Da ein VPS in der heutigen Zeit <15 Euro kostet, sollte es für den einzelnen Kunden kaum noch einen Grund geben so etwas dann nur stundenweise zu machen.
Viele Grüße
Sven Kellputt
- 04 Jul 2008, 08:06 am
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Martin Gutsch Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^5: Wo gehts hin?
Mir ging es in der Anlehnung an Amazons EC2 eher darum, dass man als Kunde zu den bestehenden Instanzen weitere hinzubuchen kann, um z.B. Lastspitzen auszugleichen. Und der erweiterte "Service" besteht darin, dass die Clusterlösung für Storage (file system und RDBMS) und Applikation (load balancer) per Klick vorinstalliert sein kann.
Mal ein Besipiel aus dem realen Leben: Kunde XY plant eine Anmeldeplattform für ein Nachwuchsfestival. Für 90% der Zeit reicht sein dedizierter Server (2GHz, 1GB RAM) auf dem auch andere Projektseiten des Kunden mit minimaler Last laufen, locker aus (CPU-Auslastung maximal 20%). Nun nähert sich aber die Deadline und in den letzten zwei Wochen vor Ultimo vereinhundertfacht sich die Last auf dem Rechner. Zu allem Überfluss wird noch ein Voting-System gewünscht, was für noch mal extra-Last sorgt.
Da wäre es doch super, wenn ich als Dienstleister für diesen Zeitraum von zwei-drei Wochen einfach drei (und am Tag vor der Deadline zehn) Extra-Instanzen hochfahren könnte, um so diese Spitzenlast abzufedern. Genau das geht ja auch bei EC2. Nur wünschte ich mir auf diesem Gebiet mehr Konkurrenz. Insbesondere konzeptionell.
- 04 Jul 2008, 3:12 pm
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Sven Kellputt Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^6: Wo gehts hin?
Na ja solche Lösungen bieten wir schon seit geraumer Zeit an. Jedoch aufgrund des relativ geringen Nutzens im Breitband-Bereich für Privatkunden, ausschließlich auf Individualbasis für unsere Businesskunden.
Diese haben jeder Zeit die Möglichkeit z.B. weitere Targets für LoadBalancing usw in wenigen Sekunden "freizuschalten"
Für mich pers. wäre eben die Frage, ob sich so was lohnt in einem so großen Maße. Ich denke eher nicht. In der heutigen Zeit, bekommt man einen guten Dual-Core-Rechner für unter 70 Euro im Monat mit ausreichendem Traffic etc.
Die Zahl der Projekte, die also nur ein wirklich enorm begrenztes Budget haben und somit zwangsläufig auf V-Server etc ausweichen müssen schrumpft also mehr und mehr. Denn 70 Euro für sein Projekt auszugeben, kann sich nahezu jedes kommerzielles, aber auch die meisten gemeinnützigen Projekte leisten.
Der Ansatz ist sicherlich spitze und z.Z. in diesem großen Ausmaß einzigartig, aber ob es sich auf Dauer erfolgreich durchsetzt denke ich eher nicht.
Die Geschichte dürfte ggf. eher für große Businesskunden mit entsprechenden Serverfarmen interessant sein, damit dort eine bessere Skalierbarkeit zwischen den Systemen gegeben werden kann.
- 04 Jul 2008, 6:44 pm
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Martin Gutsch Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^7: Wo gehts hin?
Die Zahl der Projekte, die also nur ein wirklich enorm begrenztes Budget haben und somit zwangsläufig auf V-Server etc ausweichen müssen schrumpft also mehr und mehr. Denn 70 Euro für sein Projekt auszugeben, kann sich nahezu jedes kommerzielles, aber auch die meisten gemeinnützigen Projekte leisten.
Das ist richtig. Für die allermeisten Projekte reicht das, was man heutzutage für knapp 100 Euro an gemieteter Rechenleistung und Traffic bekommt, locker aus. V-Server müssen ja nicht unbedingt immer eine Budgetfrage sein: gerade das einfache Ziehen eines täglichen Snapshots out-of-the-box finde ich super.
...Und da wären wir wieder bei der Ausgangsfrage: "Mit welchen Services man als Anbieter punkten kann".
Zur Leistung: Vielleicht muss es auch nicht unbedingt die Clusterlösung sein - ein vServer nach Bedarf - so dass in quasi-Echtzeit der VM mehr RAM und CPU zugewiesen werden können oder diese auf eine performantere Maschine umzieht. Das lässt sich mit VMs sicher leichter machen als mit Systemen auf dedizierten Servern.
Es geht ja nicht nur um 50 Euro hin oder her, sondern auch, ob man wirklich guten Gewissens einem Kunden einen Dual- oder QuadCore-Rechner hinstellen muss, wenn man weiß, dass für 95% der Zeit es eine lumpige VM auch tun würde. Von der ganzen green-IT-Geschichte mal abgesehen.
- 04 Jul 2008, 8:17 pm
