WebMapping und WebGIS
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Till Adams Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Foss4G is over...
Hallo liebe Web-GISler,
im letzten Jahr saß ich etwa zur selben Zeit noch einige tausende Kilometer weiter süd-östlich und berichtete von der Foss4G 2009 aus Sydney. Nun ist wieder ein Jahr (genau ca. 11 Monate) und eine weitere Foss4G vorbei: Während ich hier zwischen PostGIs-Diskussionen, OpenLayers-Codern und mindestens 7 weiteren Projekten, die vertreten sind, auf dem Code-Sprint sitze, ist ein wenig Zeit, die diesjährige Konferenz Revue passieren lassen.
Foss4G 2010 bedeutete 867 Teilnehmer aus über 60 Ländern.
Foss4G 2010 beeindruckte mit durchgängig qualitativ hochwertiger Information.
Foss4G bedeutete auch das Wiedersehen mit vielen netten Menschen, die man über die Jahre mehr als schätzen gelernt hat.
Foss4G 2010 Präsentationen
Neben der Präsentation der jeweiligen Stati der bekannten und etablierten Projekte wie OpenLayers, MapServer, Geoserver PostGIS, MapFish oder GeoExt usw. wurden wiederum relativ viele neue Projekte vorgestellt.
Zu nennen an dieser Stelle MapProxy als TileCache Server, JasPa als PostGIS Alternative, TileSeeder als Ansatz eines Tilecache-Server-Managers und so weiter und so weiter...
Datenbanken, Datenbanken, Datenbanken. Zu nennen hier sind insbesondere als Alternative zu PostGIS das Projekt JasPa, eine Erweiterung zu PostgreSQL und ähnlich mächtig wie PostGIS. Zu beobachten bleibt sicher die filebasierte Datenbank mit räumlicher Erweiterung SpatialLite. Zu begrüßen ist sicher der neue Ansatz mit GeoCouch der dokumentenorierntierten NoSQL (= Not only SQL) Datenbank CouchDB einen räumlichen Aufsatz zu verpassen.
Zu nennen ist auch die Integration des TravelingSalesman Algorithmus sowie der "Driving-Distance Calculation" in "PgRouting", einer PostgreSQL Erweiterung. Weiterhin interessant der Ansatz Rasterdaten und Rasterfunktionen in PostGIS zu implementieren. Dabei geht es nicht um die - auch meiner Ansicht nach - zweckfreie Speicherung von Luftbildern in der Datenbank (die dennoch möglich sein wird), sondern darum, Rasteroperationen in der Datenbank durchzuführen sowie das Rasterformat an sich so zu verändern, das eine problemlose Verschneidung mit Vektordaten möglich sein soll. Mehr dazu hier:
http://2010.foss4g.org/presentations_show.php?id=3814
Letztes Jahr in Sydney habe ich selbst noch OpenLayers noch als "alternativlos" dargestellt ("there is no Alternative to OpenLayers"), schon kommt in diesem Jahr ein OpenLayers-Port auf Flash-Platform um die Ecke. "OpenScales" heisst das Projekt und ist sicherlich trotz des nicht-offenen Zustandes der Plattform wert beachtet zu werden. Genauso interessant die Überlegungen der OpenLayers-Crew zu OpenLayers 3 - aufräumen und abnehmen ist - nicht nur für mich - angesagt, sondern auch für OpenLayers 3. Ebenso soll die API angepasst und benötigter Code, um zu einem ansprechenden Ergebnis zu kommen reduziert werden (
http://2010.foss4g.org/presentations_show.php?id=3727).
Und auch dieses Jahr war das Highlight wieder die "Battle of the WMS", der WMS-Shootout. "We want more players" sagte Jeff McKenna noch im letzten Jahr, als MapServer Geoserver gerade in Grund und Boden geschickt hatte. Und dieses Jahr waren Sie da. Insgesamt 8 Teams hinter 8 WMS-Servern, davon auch immerhin 3 proprietäre) bereiteten Performance-Tests in gleicher Umgebung vor. Leider war wohl das Verhältnis zwischen Größe der bereitgestellten Datenpakete zur zur Verfügung stehenden Zeit so unsaugewogen, daß einige Teams die vereinbarten Tests teilweise nicht durchführen konnten und die Ergebnisse so eigentlich ohne große Aussage waren. Profitiert haben aber alle Nutzer der Software, weil durch die Bank in allen Servern Bugs gefixt und einiges an der Performanceverbesserung gearbeitet wurde.
Zu nennen aus der Gruppe der Teilnehmer sind an dieser Stelle aus meiner Sicht 2 Server: QGIS MapServer, ab QGIS 1.6 teil der Distribution, als einfach zu konfigurierender WMS-Server, da die in der QGIS GUI angelegte Projekte einfach 1:1 übernommen werden und PaleoServer als WMS-Server des Mapnik Projektes ("when we setup Paleoserver we thought that WMS is a little bit old school, therefor the name"), der zumindest in den wenigen durchgeführten Tests der einzige echte Konkurrent zu UMN Mapserver darstellte.
Mehr zu Rahmenbedingungen, Teilnehmern und den Tests hier:
http://wiki.osgeo.org/wiki/Benchmarking_2010.
Soviel von hier, ich hoffe 2011 aus Denver, Colorado wieder berichten zu können.
Till Adams
- 10 Sep 2010, 12:05 pm
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Thomas Baschetti Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re: Foss4G is over...
Till Adams schrieb:
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Foss4G 2010 bedeutete 867 Teilnehmer aus über 60 Ländern. Foss4G 2010 beeindruckte mit durchgängig qualitativ hochwertiger Information.
Foss4G bedeutete auch das Wiedersehen mit vielen netten Menschen, die man über die Jahre mehr als schätzen gelernt hat.
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danke für den Bericht! Und ich zweifle keine Sekunde, dass Du auch
aus Denver erzählen wirst ;-)
Thomas
- 10 Sep 2010, 12:37 pm
