Web Services - Architektur, Technologie(n), Anwendung

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  • Dr. Christoph F. Strnadl
    Dr. Christoph F. Strnadl    Premium Member   Group moderator
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    JAXR und UDDI - SOA Registry & Repository
    Wenn Unternehmen tatsächlich ihre Anwendungslandschaft in "Services" (im Sinne einer SOA) zerlegen und dann wieder neu "zusammen setzen" (das heißt technisch: Orchestrieren bzw. Choreographieren), dann handelt man sich damit (leider) auf der Service Integration Schicht höhere Komplexität ein.

    Dabei kommt man jedoch nicht mehr nur mit einer "Liste" (= Registry) von verfügbaren Services mit deren Attributen aus (Stichwort: Liste aller verfügbaren WSDL Files in einem XLS).

    Im Gegenteil ist man typischerweise in einer (vollen) SOA daran interessiert, wie etwa einzelne Services miteinander verbunden sind oder gegenseitig voneinander abhängen (etwa durch Orchestrierung in irgendwelchen BPEL Sequenzen oder Business Process Management Systemen).

    Und dazu braucht man eigentlich semantische Fähigkeiten (ja, die von "Semantic Web" und "Ontologien" etc.).

    UDDI v3.0 kann zwar prinzipiell mit den "publisher assertion" beliebige Assoziationen zwischen Entitäten im Registry abbilden, wir haben jedoch sehr viel bessere Erfahrungen mit den Möglichkeiten von JAXR (Java API for XML Registries, JSR-093) gemacht. Da hat man dann wirklich (standardisiert) die "Links", also beliebige Assoziationan zwischen Geschäftsprozessen (die in einer SOA eigene zu verwaltende Artefakte sind) und den einzelnene Services, oder den Rollen und den Prozessen, den Rollen und den Services und vielen anderen Artefakten mehr (bis hin zu PL/SQL Fragmenten oder RDBMS Transaktionen, die ebenfalls innerhalb von JAXR abgebildet werden können.

    Wir sehen das auch als zentrales technisches "SOA Governance" Problem (im Gegensatz zu den organisatorischen Themen im Bereich SOA Governance) und würden das mit unserem Produkt CentraSite erschlagen.

    Die wirklichen Hürden liegen dabei aber im Aufstellen einer gemeinsamen "Ontologie" (also dem Begriffsfeld), die tatsächlich abgebildet und verwaltet werden soll. Da "menschelt" es sehr viel mehr als beim Klären von technischen (Detail-) Probleme, die es natürlich auch immer gibt.

    Jenseits von diesen Schlagworten haben wir aber die besten Erfahrungen dann gemacht, wenn man die Schlüsselpersonen gleich von Anfang an mit dem Begriffschema "herum spielen" lässt (in unseren Tool ;-) : Dann sehen sie gleich die Auswirkungen, wenn man eine transitive Relation nicht weiter verfolgen kann, oder den Unterschied, wenn man etwas nur als Attribut fest hält oder doch als eigene Kategorie von Artefakten. Und man lernt auch sofort und ohne Probleme den Unterschied zwischen "Assoziation" und "Kategorie".

    MfG
    -cfs