Sehr interessanter Bericht.
"Im Ökobereich sind leider viele Begrifflichkeiten Grauzonen."
Vollkommen richtig. Auch die Zertifizierungen tragen zur Verwirrung der Kunden bei. Wie hilfreich ein einheitliches und verbreitetes Siegel sein kann, zeigt das EG-Öko-Siegel, das zwar von einigen Verbänden wegen zu geringer Vorgaben kritisiert wird, aber beim verbraucher großes vertrauen genießt und sicherlich zum "Bio-Boom" enorm beigetragen hat.
"Es ist wichtig dass sich die Händler/Kunden mit diesen Themen beschäftigen."
Auch dies kann ich zweifelsfrei unterstützen. Leider kommen regelmäßig anfragen, die ein biofaires Produkt (fairtrade- und GOTS-zertifiziert) wollen, dafür aber keinen Cent oder max. 1-5% mehr als für ein konventionelles Produkt zahlen wollen. Gerade bei Werbetextilien ist dies aber ausgeschlossen, schließlich muss ja irgendwas auch bei den Prouzenten und ihren Arbeitern ankommen und die unabhängige Überprüfung kostet eben einen gewissen Preis. Nur Biobaumwolle (Skal, Organic Exchange) ist da schon billiger, da die Produktion an sich konventionell und damit deutlich günstiger laufen kann.
Das thema Bioplastik ist im Moment sicherlich noch sehr umstritten, vor allem, da es keine einheitliche Regelung zur Entsorgung gibt. Dennoch bleibt es ein interessanter Ansatz, der vielleicht in Zukunft sein Potential entfalten kann. (Flachbildschirme waren zum Beispiel am Anfang auch schlecht und heute sind sie besser als ihre Röhrenvorgänger).

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Michael Herrmann Premium Member Group moderator
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