Wien: Ein(e) Deutsche(r) in ...
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Andreas Beranek Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members."Auslaufmodell Kaufhausketten"
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http://www.mdvsoft.at/40573.html ( podcast/anhören WDR2 )
Der Tod der Kaufhausketten stoppt nicht: Horten machte vor Jahren den Anfang, mit Wehmeyer, SinnLeffers und Teilen von Karstadt ging es weiter. Mit jedem wegfallenden Konkurrenten glaubten sich die Übriggebliebenen auf der sicheren Seite. Österreich ist auch bedroht, Swarovski, Eduscho, Schöps und Palmers ......
Doch nun gibt es auch keine Rettung mehr für Hertie. Das Ende kam mit unbarmherziger eisiger Konsequenz durch den Investor in London. Die ehrbaren Schweizer Kaufinteressenten sollten keine Chance mehr bekommen, die Briten hatten dicht gemacht. Selbst das große Karstadt kämpft weiter ums Überleben. Mit einher gingen die Kaufhausmanager reihenweise durch die Mangel. Hertie hat in drei Jahren acht Vorstände verschlissen und in den anderen Kaufhauskonzernen sah es nicht besser aus.
Missmanagement wurde überall und zu jeder Zeit knüppeldick diagnostiziert.
Doch irgendwann fragt man sich dann doch, warum ausgewiesene Branchenexperten und Abermillionen von Sanierungseuros nicht die Wende schafften.
Die Antwort ist bitter und schlägt Beschäftigten, Innenstadtplanern, Traditionskunden und gediegener Einkaufskultur ins Gesicht: das Modell Kaufhaus läuft aus, es trägt sich einfach nicht. Man kommt mittlerweile nicht umhin dies festzustellen. Wir alle kaufen woanders, meistens wenigstens.
Ein großer Anteil schnappt das Internetshoppen weg, das Onlinegeschäft hat im ersten Quartal 2009 bereits das Realgeschäft überholt!
Das Kaufhaussterben geht weiter die Prognosen sind in Zahlen ausgedrückt sehr *nüchtern man rechnet mit 50% Geschäftsauflassungen in den kommenden 3 Jahren.
Würde die Politik nun endlich OnlineTrade und Internetgeschäft ernst nehmen, sich konstruktiv mit Betreiber auseinander setzen wären da tausende Arbeitsplätze neu zu schaffen. Logistik und Webadministration sowie Netzwerktechniker sind am Markt sehr gefragt - im Moment wird das Geld von Internetgeschäften in Scheibtruhen vom Deutschen Markt gefahren - " weil man einfach das Umdenken nicht will - verhindern oder stoppen kann man es nicht.
Eure Meinung dazu wäre mir auch wichtig zu diesen *Thema wichtig.
Andreas Beranek
MDVsoft Networks
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- 22 May 2009, 4:24 pm
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Heinrich ThomsenThe company name is only visible to registered members.Re^2: "Auslaufmodell Kaufhausketten"
Als ich 1987 zum ersten Mal nach Wien kam, war ich überrascht.
Das Kaufhaus Steffl entsprach in seiner Ausstattung und vom Angebot der Woolworthkette in Deutschland.
In der Mariahilfer dominierten ungarische Händler, die Ghettoblaster und billige Anzüge sowie Fotogeräte anboten.
Mittendrin dann Gerngross und Hertzmansky (hoffentlich einigermaßen richtig geschrieben), die als Kaufhäuser frimierten aber der deutschen Kaufhalle entsprachen.
Ich empfand das als angenehm, gab es doch so viele interessante und für mich exotische kleine Läden in Wien.
Immerhin davon gibt es noch sehr viele dort aber leider immer mehr Kettenläden - die Kärtnerstraße ist vollkommen ruiniert durch sie, dann die Luxusramschläden am Kohlmarkt und Graben und am Ring.
Ganz zu schweigen von Mausicity und den Ramschhcohburgen am Stadtrand.
Wien ist leider sehr stark an andere Städte in Europa angeglichen worden.
Es kommen aber auch wieder neue kleinere Geschäfte in den Bezirken 2,6,7,8,9 - da kenne ich mich aus.
Ich hoffe, dass irgendwann die Pest mit Namen H&M, Zara und all die Moderamschläden wieder verschwinden.
H&M am Graben, das ist Dekadenz pur.
Nachtrag: Übrigens weise ich darauf hin:
http://www.fruth.at - sowas gibt es in keinem Kaufhaus!
This post was modified on 22 May 2009 at 11:01 pm.- 22 May 2009, 11:00 pm
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Andreas Beranek Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^3: "Auslaufmodell Kaufhausketten"
Salü Sandra und Heinrich,
Dieses Thema wird in Zukunft viel mehr für Zündstoff sorgen als wir heute noch ahnen werden.
Die EU ist bereits dran das Internetgeschäft negativ mit Meldungen zu versorgen, Service und Beratung wären schlecht. Klar ist was der wirkliche Grund ist, Menschen werden manipuliert, verängstigt um das der Realmarkt nicht ganz den Bach runter geht.
Das Internetgeschäft raubt Arbeitsplätze wie nie zuvor < die Politik sollte anstatt zu kritisieren und Meinungsmache neue Ideen schaffen wie man diesen Einkaufsverhalten begegnen kann.
Kaufhäuser werden mehr zur Unterhaltungsmeile und Freizeitgestaltung, kaufen jedoch werden die Menschen wo es billiger angeboten ist. Der Internethandel kann Produkte aufgrund seiner niedrigen Personalkosten, Logistik und Standort bis zu 50% billiger anbieten, wen interessiert da wirklich noch ein Kaufhaus ? Blos zum Bummeln ? Teurer Bummel dann.
Die kleinen Geschäfte werden wieder einen Frühling erleben, wer sich nicht auf Massenware und Billigartikel konzentriert wird mit Beratung, Qualität und Flexibilität sehr gut leben können wie es derzeit schon ein kleiner Trend zeigt.
Die 70er und 80er sind *Endgültig vorbei wenngleich es unsere *noch Politiker nicht wahr haben wollen, wer heute denkt Werbung für das Gestrige machen zu müßen der wird morgen schon von der Wirtschaft zerstückelt < unsere EU Politik stellt den größten Schaden dar mit dem Verhalten " Wir investieren in die längst marode Wirtschaft um die Menschen nicht auf die Strasse zu setzen.
Die Kaufkraft einer funktionierender Gesellschaft ist immer von der Politik eines Landes abhängig. Ja wenn Banken zu Immobilienhändler werden, Versicherungen zu Banken, Kassen zu Spekulanten .............
Ich denke die Zukunft hat seine Berechtigung für Neues, ich glaube auch, dass eine neue Wirtschaftsordnung eine andere Generation fordert < manchen fällt das Umdenken sehr schwer.
Salü
Andre
PS.: ........ und sie kaufen doch im internet ! A.B.
- 25 May 2009, 10:01 pm
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Johann GrabnerThe company name is only visible to registered members.Re^5: "Auslaufmodell Kaufhausketten"
die Umwälzung in Wien brachte die Eröffnung der SCS in 1976 (?). Ich bin mit der SCS aufgewachsen und für mich sind Shopping Malls der einzige Weg, in real Life einzukaufen. Daher konnte ich mit Warenhäusern wie Herzmansky, Stafa und Gerngroß nie was anfangen und wunderte mich immer, wie Hertie, Horten, Karstadt, etc. überleben konnten: schmale Produktauswahl und hohe Preise - wer geht da rein? Offenbar kaum wer.
Heute macht die zunehmende Produktvielfalt selbst den spezialisierte Stores in den großen Malls zu schaffen. Ich wollte zuletzt für einen Pfennigartikel - eine Schutzfolie für mein HTC Touch HD - nicht das Internet bemühen, aber sowohl im Saturn und Media Markt als auch beim Cosmos immer die gleiche Antwort: "ham wa nich". Also doch wieder Amazon.de.
Aber das Internet ist mM nicht der Auslöser für den Niedergang der Warenhäuser, das sind die Shopping Malls am Stadtrand. Die Innenstadtlagen der Warenhäuser waren mal ein Vorteil - in den 50er und 60er Jahren. Aber jetzt, wo sich die Kohle in die Speckgürtel der Städte verdrückt hat, findet sie beim großen Wochenend- und Weihnachtseinkauf nicht mehr in die Innenstädte zurück. Einkaufen im Winter in der City ist doch das Grauen pur: sibirische Kälte draußen zwingt zum Tragen von Winterkleidung, derer man sich aber nach 5 Minuten in auf tropische Temperaturen aufgeheizten Geschäfte rasch entledigen will. Da man aber dadurch schon beide Hände voll hat, kann man nicht mehr kaufen. Was für ein Unterschied zu Malls wie dem CentrO oder - in der Umgebung von Wien, um geographisch foreneinschlägig zu bleiben - der SCS, Lugner City oder von mir aus dem Stadion Center: das Auto wettergeschützt gratisgeparkt, die Winterklamotten dort verstaut, kann man ungestört der Einkaufslust frönen. Man hätte die Marihilfer Straße überplatten sollen, dann wäre es was mit dem innerstädtischen Einkaufen geworden. So bleibt die Ödnis.
- 28 May 2009, 10:45 pm
