Champagne & Wine

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  • Roland Kölsch
    Roland Kölsch    Premium Member
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    vineyards to sell
    Do you have some interest in vineyards located on steep hills at the Riesling-growing Mosel valley:

    1 hectare (10.000 sqm) for (very cheap!!!) EUR 50.000,-.

    The Mosel valley is known (as the Rheingau) for its excellent Riesling Crus.
    But there are a lot of old winegrowers who do not have successors and want to give up their vineyards.

    Greetings

    roland

    nb: Wine lovers of rare and old sweet Rieslings who want to achieve excellent prices are welcome to contact me (http://www.koelsch-online.de/vino3.html) or weingut@koelsch-online.de
    This post was modified on 13 Apr 2006 at 08:18 pm.
  • Reinhard von Hennigs
    Reinhard von Hennigs    Premium Member   Group moderator
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    Re: vineyards to sell
    Great offer only, if we know more about the specs.

    What is the output?
    how is it marketed?
    any buildings?
    Name and good will?
    infrastructure?
    machine harvestable?

    Could you provide a few more details?

    Thanks,
    RvH
  • Roland Kölsch
    Roland Kölsch    Premium Member
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    Re^2: vineyards to sell
    Hallo Herr von Hennigs,

    1ha erbringt zwischen 6000 und 10000 Liter Riesling; je nach Rebstockerziehung. Also im Schnitt 10.000 Flaschen Wein, deren Verkaufserlöse sich bei Verkauf an ein bestehendes Abnehmernetz - mindestens 4 Euro pro Flasche (aktueller Preis, der sehr niedrig und daher ausbaufähig ist) - auf ca. 40.000 Euro jährlich beläuft.
    Herstellungskosten liegen ungefähr bei der Hälfte (in einem Familienweingut), so daß sich ein Investment in 1ha Rebfläche bereits nach drei Jahren amortisiert.

    Marketing ist die Schwachstelle der Gesamtregion Mosel. Es gibt einige Weingüter, die sich gut im höheren Preissegment platziert haben (Winzer von Bernkastel-Kues, der Obermosel und Zell-Merl erzielen regelmäßig u.a. gute Noten in Parker und Gault-Millau). So bewirtschaftet z.B. der (u.a. an Lufthansa liefernde) Winzer Albert Kallfelz ( http://www.kallfelz.de ) hauptsächlich Weinberge der Lage Merl (die sich neben der leider nicht mehr so renommierten Lage Zeller Schwarze Katz befindet). Die Steillagen in den Merler Schieferhängen bringen Spitzenweine hervor. Albert Kallfelz ist nicht umsonst bekannt als Ehrenträger im Johnson, Riesling du Monde, Prowein etc. .
    So wie Albert Kallfelz gibt es viele (kleinere) Weingüter, die es leider nicht geschafft haben, sich professionell zu vermarkten. Deren Weine sind jedoch von sehr guter Qualität. Da diese Winzer jedoch kaum Nachfolger finden (die eigenen Söhne sehen keine Zukunft mehr im eigenen Betrieb, da ihnen das nötige Marketing Know How fehlt und fähige Leute haben die Mosel noch nicht in der Gänze entdeckt). Hier schläft also ein ungemeines Potential.

    Was Gebäude angeht, so ist es zugegebenermaßen nicht gerade leicht, im engen Moseltal modernste Kelleranlagen zu finden bzw. zu errichten.

    Der Markenwert "Mosel" ist schwer abzuschätzen, da man in der Breite an die etablierten Namen schwer herankommt. Aber gerade deswegen ist eine Investition zukunftsträchtig, da in der Vermarktung und im Product Placement das meiste Potential liegt.

    Da ich in Montréal gelebt habe, aktuell in Brüssel wohne und sehr viele Freunde und Weinliebhaber aus Paris kenne, bekomme ich regelmäßig bei Einladungen zum Weingut meiner Eltern die hervorragende Qualität des Mosel-Rieslings bestätigt. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass bei Preisen von 4-5 Euro für eine 2003er Auslese, die Weinliebhaber aus dem Staunen nicht mehr rauskommen.

    Was Infrastruktur angeht, so sind durch Flurbereinigungen in den 80er Jahren, die Weinberge gut zugänglich. Die Keller der Winzer sind nahe an den Rebflächen gelegen und die allgemeine verkehrstechnische Anbindung ist gut.

    Was Maschinenbearbeitung angeht, liegt genau hier der Vorteil der Mosel: Die Steillagen sind in Handarbeit (und fleißige, günstige Arbeiter gibt es in dieser Gegend genug; abgesehen davon, dass es einen regen Zustrom guter und günstiger polnischer Erntehelfer gibt) zu bewirtschaften. Da die Arbeitskosten an der Mosel recht niedrig sind, ist die Manufaktur also kein großes Hindernis, im Gegenteil; im Handgelesenen schlummert ein großes Vermarktungspotential.
    Die Bodenbarbeitung läßt sich allerdings mit Maschineneinsatz bewältigen.

    Abgesehen davon, haben viele Kleinwinzer die Keller voll (teilweise noch mit Jahrgängen aus den 90er Jahren - und dank der Säure ist der Riesling-Wein lange haltbar) und würden sich natürlich über eine gute Vermarktung dieser Weine freuen.
    Leider haben die Genossenschaften nicht das richtige Rezept und in der Vergangenheit den Fehler begangen, auf Konsum- und Massenwein zu setzen - das genau falsche Rezept für Steillagenweinbau!

    Für weitere Infos stehe ich gerne zur Verfügung.

    Ein gesegnetes Osterfest wünscht

    Roland Kölsch
    This post was modified on 14 Apr 2006 at 03:02 pm.
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    (not a XING member)
    Re^3: vineyards to sell
    Ich habe mir gerade überlegt, ob ich was dazu sagen soll. Aber ich erspare mir das. *Schmunzel*