Wissensmanagement
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Dr. Angelika Kolb-Telieps Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^10: Nutzen von Wissensmanagement
Sehr geehrter Herr Albrecht,
bedauerlicherweise ist es in vielen Firmen so, dass eine Vertrauensbasis zwischen Entscheidungsträgern und Mitarbeitern erst (wieder) aufgebaut werden muss. Nur Mitarbeiter, die das Gefühl haben, dass es Ihnen persönlich gut geht, wenn es dem Unternehmen gut geht, werden sich in das Wissensmanagement einbringen. Entscheidungsträger, die dies nicht wahrhaben wollen, wissen gar nicht, welche Potenziale sie damit verschwenden. Herr Wild hat das in seinem Beitrag sehr schön ausgeführt und auch auf Möglichkeiten hingewiesen.
Wie müssen sich Entscheidungsträger verhalten, damit Sie Ihnen Ihr Vertrauen schenken?
Herr Schmidt,
ich denke nicht, dass jeder ersetzbar ist. Jeder hat seine Besonderheiten und sein Know-how. Das sind persönliche Stärken, die auch dann nicht einfach kopiert werden können, wenn es Wissensmanagement gibt, und die gerade den besonderen Nutzen eines Mitarbeiters für ein Unternehmen darstellen.
Besonders unterstreichen möchte ich Ihren Satz: "In dem Moment sind einfach die Führungskräfte gefordert für die entsprechende Transparenz bei Entscheidungen zu sorgen bzw. durch tagtägliches Verhalten zu zeigen, das das Vertrauen auch wert ist." Führungskräfte müssen wissensorientiertes Management vorleben, damit es sich in einem Unternehmen durchsetzen kann.
Ich sehe es so, dass die Konzentration auf die eigenen Stärken für Mitarbeiter und auch für Führungskräfte das Wesentliche ist. Im Wissenspool finden Sie mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit einen Experten, der seine Stärken dort hat, wo Sie zunächst Ihre Schwächen sehen. Durch partnerschaftliche Zusammenarbeit können Sie sich ergänzen.
Herr Zuckriegl,
Sie haben uns wieder zum Ausgangspunkt dieses Artikels zurück gebracht. Können Sie uns ein Beispiel, evtl. anonymisiert, für ein Projekt geben, das Nutzen gebracht hat?
- 03 Jan 2008, 10:13 pm
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Franz Zuckriegl Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^11: Nutzen von Wissensmanagement
Sehr geehrte Frau Kolb-Telieps,
ich erinnere mich sehr gerne an ein Projekt aus dem Jahr 2002, das wir im Rahmen eines Branchen-Netzwerkes implementiert haben. Damals waren in der Startphase dieses Netzwerkes (das heute Teil eines Clusters ist) drei Projekte am Start: Eines im Bereich Lobbying, eine Produktentwicklung und ein Wissensmanagement-Projekt. Beim Wissensmanagement-Projekt sollte unternehmensübergreifend die Arbeit mit Wissensprofilen forciert werden.
Die Einführungsphase war erwartungsgemäß zäh – die Argumente die auf der Hand liegenden ("da werd' ich doch ersetzbar"), verschärft dadurch, dass es sich eben um ExpertInnen und WissenschafterInnen aus verschiedenen Unternehmen handelte, was manchen ein Zusatzargument lieferte: "Wir werden doch nicht der Konkurrenz unser Know-how preisgeben!".
Das ewig alte und immer wieder neu auftauchende Problem in Unternehmens-Netzwerken und Clustern, wenn es "ans Eingemachte" geht. Wir haben dann Folgendes gemacht: Die Profile unserer Expertinnen und Experten wurden zum wesentlichen Bestandteil in der externen Lobby-Arbeit. Das heißt, den potentiellen Geldgebern und Kooperationspartnern aus Politik und Wirtschaft wurde der Nutzen und das Know-how des Netzwerkes v.a. über die Expertise der Menschen vermittelt.
So haben unsere ExpertInnen gesehen, dass dieser ganz spezielle Wissensmanagement-Prozess der Wissens-Profilierung des eigenen Wissens einen realen Nutzen bringt, sahen den Wert ihres Knwo-hows für das gesamte Netzwerk gewürdigt und konnten sich "ganz nebenbei" auch an die Arbeit mit dem Wissensmatching-Tool gewöhnen, bevor dieses zum Einsatz bei Projekten innerhalb des Netzwerkes kam.
Mit herzlichen Grüßen
Franz Zuckriegl
- 04 Jan 2008, 6:10 pm
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