Gesundes Bauen und Wohnen

Gesundes Bauen und Wohnen

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  • Peter Bachmann
    Peter Bachmann    Premium Member   Group moderator
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    Mit einem neuen Zertifikat zeichnet das Sentinel-Haus Institut ab sofort Gebäude aus, die hohen Ansprüchen an den Gesundheitsschutz ihrer Bewohner und Nutzer genügen.

    Das Zertifikat fasst erstmalig in diesem Umfang internationale Empfehlungswerte für Schadstoffe zusammen und ermöglicht eine umfassende und praxisnahe Bewertung der Wohngesundheit eines Gebäudes. Der Gesundheitspass wird den Bauherren in Form eines Zertifikats mit den Prüfergebnissen überreicht. Dazu gibt es eine emaillierte Plakette zur Montage an die Hauswand.

    Gemessen wird die Qualität der Gebäude von unabhängigen Prüfinstituten, vereidigten Sachverständigen oder geeigneten Baubiologen vor Ort.

    Die Messmethoden und Grenzwerte sind öffentlich und werden mindestens einmal jährlich überprüft und dem neuesten wissenschaftlichen Kenntnisstand angepasst.

    Bei der Auswahl der Baustoffe und Verarbeitungsmethoden berücksichtigt das Institut zudem die Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit der Materialien.

    Prüfkriterien (Kurzfassung): http://www.sentinel-haus.eu/fileadmin/downloads/pdf/Wissensc...

    Pressemitteilung: http://www.sentinel-haus.eu/fileadmin/downloads/pdf/presse/P...

    Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

    Wohngesunde Grüße

    Peter Bachmann
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  • Peter Bachmann
    Peter Bachmann    Premium Member   Group moderator
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    Hallo Markus,

    Elektrosmog ist ein Kriterium. Allerdings ein optionales, welches auch zu den Kriterien gehört. Ich werde unserem Beirat, welcher an den Prüfkriterien arbeitet Deine Anmerkungen weiter geben. Es ist uns bewusst, dass die Kriterien in den nächsten Jahren in Bewegung sein werden. Es ist nicht in unserem Sinn etwas statisches am Markt zu platzieren. Es ist eher gewünscht, dass die Kriterien öffentlich diskutiert werden und somit im Sinne des Nutzers immer besser werden.

    Wohngesunde Grüße

    Peter Bachmann
  • Reinhard Eberl-Pacan
    Reinhard Eberl-Pacan    Premium Member   Group moderator
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    Wie weit wird bei dem Gesundheitspass die "graue Energie" erfasst, nämlich jene Energie, die aufgewendet werden muss um das Gebäude zu erstellen, bzw. die Menge an CO2, die bei der Herstellung der Baustoffe für ein Gebäude freigesetzt werden?
    Vielen Dank für die Antwort
    Reinhard Eberl-Pacan
  • Peter Bachmann
    Peter Bachmann    Premium Member   Group moderator
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    Guten Morgen,
    in dem Gesundheitspass stehen die gesundheitlichen Bedürfnisse im Vordergrund. Aktuelle wird in vielen Bereichen die energetische Optimierung (die sehr wichtig ist) zentral bearbeitet. Hierbei ist der gesundheitliche Bedarf ins Hintertreffen geraten. Mit dem Gesundheitspass soll nun ein Ausgleich geschaffen werden. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen eine Zunahme von gesundheitlichen Problemen durch Schadstoffe im Gebäude. Dies muss aus meiner Sicht dringend gestoppt werden.

    Wohngesunde Grüße

    Peter Bachmann
  • Joachim Weise
    Joachim Weise    Group moderator
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    Liebe Mit- und Querdenker,

    ich erinnere daran, dass die Baubiologen mit dem SBM-2008 einen baubiologischen Standard verwenden, der mittlerweile seinen 25. Geburtstag gefeiert und sich damit nachhaltig bewährt hat. Der Standard ist inzwischen auch in englisch und französisch übersetzt: http://www.baubiologie-regional.de/sbm2008.php

    Der Sentinelstandard wird sich an den Zielgrößen des SBM messen müssen.

    Die Idee mit dem Zertifikat an der Hauswand ist ein guter Werbeschachzug. Insgesamt scheint die Firma etwas von Marketing zu verstehen.

    Gruß

    Joachim Weise
  • Peter Bachmann
    Peter Bachmann    Premium Member   Group moderator
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    Der Gesundheitspass des Sentinel-Haus Instituts wurde in intensiver Zusammenarbeit mit guten Baubiologen entwickelt. Neben der Qaulität des Gesundheitspasses ist natürlich die öffentliche Aufmerksamkeit ein elementarer Bestandteil. Die Investoren (privat und öffentlich) müssen davon Kenntnis erhalten, dass die Qualität des Innenraums definert werden sollte.

    Wohngesunde Grüße

    Peter Bachmann
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  • Dr. Rainer Bruns
    Dr. Rainer Bruns    Group moderator
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    Ich gebe Markus recht. Die Richtwerte des SBM im normalen Wohnungsbau durchzusetzen, ist praktisch unmöglich. Jedenfalls nicht in der Masse. Außer alle(!) Beteiligten setzen sich dafür ein. Baubiologisches Bauen wollen bestimmt viele, aber können tun das die wenigsten. Es scheitert bei den meisten an vermeintlich höheren Kosten und Aufwand, sowie an der Einsicht und dem Hintergrundwissen der konventionellen Handwerker und Architekten. In der Regel kommt der SBM doch erst dann zur Anwendung, wenn "das Kind schon in den Brunnen gefallen ist", die Leute also schon unter gesundheitlichen Problemen leiden. Als baubiologischer Messtechniker kommt man in den meisten Fällen zu spät zum Einsatz und wird bei auffälligen Messwerten von Handwerkern, Architekten u.a. als Spinner hingestellt.( "Das kann gar nicht sein, die Farbe/derTeppich/der Bodenbelag ist doch erlaubt und hat dieses XY-Zertifikat"). Durch die vielen Scharlatane auf dem Markt, die sich ebenfalls Baubiologen nennen dürfen, haben es die seriösen Messtechniker, die nach wissenschaftlich-baubiologischen Kriterien messen und urteilen häufig sehr schwer. Baubiologie wird meist immer noch mit "Wünschelrutengängerei" gleichgesetzt.

    Baubiologisch akzeptable Werte durch die Hintertür durchzusetzen ist doch nicht der verkehrteste Weg.
    Dann könnte man ja so wie in der Schweiz verfahren, ersetze also MINERGIE-ECO gegen SENTINEL.
    "Offiziell baut man also nach SENTINEL, aber in der Umsetzung lässt man mehr Baubiologie/SBM einfliessen."
    Was spricht dagegen?


    Schönen Gruss
    Rainer Bruns
    This post was modified on 20 Jun 2009 at 02:49 pm.
  • Joachim Weise
    Joachim Weise    Group moderator
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    Dr. Rainer Bruns schrieb:
    Die Richtwerte des SBM im normalen Wohnungsbau durchzusetzen, ist praktisch unmöglich. Jedenfalls nicht in der Masse. Außer alle(!) Beteiligten setzen sich dafür ein.
    Ich verstehe den SBM-Standard als anzustrebendes Ziel. In der Praxis kann es vorkommen, dass die Zielerreichung nicht immer zu 100% gelingt. Also mache ich mir als Bauherr bewusst, dass in dem einen oder anderen Fall nur 80 oder 90% erreicht wurden und akzeptiere das Restrisiko.

    Wenn das Ziel aber von vornherein heruntergesetzt wird, kommt dies einer Scheinsicherheit für den Bewohner gleich.

    Zudem sind wissenschaftliche Erkenntnisse im klassischen Sinne z. B. bei Elektrosmog oder Innenraumschadstoffen nie zu erreichen, da dies aufwändige Langzeituntersuchungen mit Ausschluss sämtlicher Co-Faktoren voraussetzen würde.

    Mit welchen "wissenschaftlichen Erkenntnissen" wird denn z.B. bei Minenergie oder Sentinentelhaus argumentiert ?

    Gruß

    Joachim Weise