Gesundes Bauen und Wohnen

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Posts 11-18 of 18
  • Josef Spritzendorfer
    Josef Spritzendorfer    Premium Member   Group moderator
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    Re^2: Neuer Gesundheitspass für Gebäude
    Vielen Dank auch meinerseits zu diesen konstruktiven Ergänzungen;
    der konsequente Ausschluß beispielsweise von Montageschäumen ebenso wie von Polystyrolprodukten im Innenbereich ist ein wesentlicher Bestandteil der SHI Produkt- Detailberatung - die angesprochenen und hier diskutierten SHI Richtlinien beziehen sich auf die Ergebnisse - der Weg dorthin beeinhaltet eine detaillierte Betrachtung von Planung, Produktauswahl und vor allem auch Verarbeitung vor Ort, um diese Ziele erreichen zu können.

    Mit herzlichen Grüßen

    Josef Spritzendorfer
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  • Dr. Rainer Bruns
    Dr. Rainer Bruns    Group moderator
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    Re^9: Neuer Gesundheitspass für Gebäude
    Hallo Kai,

    dem kann ich nur zustimmen. Das es auch Firmen im Wohnungsbau gibt, wie z.B. Baufritz, die nach baubiologischen Gesichtspunkten bauen, ist mir durchaus bewusst.

    Leider ist es aber meistens genau so, wie Du schreibst: unter ökologischem Wohnungsbau verstehen viele lediglich energiesparendes Bauen. Zu Zeit wird bei uns in der Stadt eine kleine Siedlung geplant, mit allem, was den Energiesparer erfreut. Das ganze soll und wird unter dem Label "ökologisches Wohnen" laufen. Das da noch mehr dazu gehört, als eine Solaranlage auf das Dach zu schrauben, ist hier im Nordwesten leider wenig bis gar nicht bekannt. Unsere Dorfpolitiker sind auch auf diesen Zug aufgesprungen und heften sich wählertäuschend das Ökolabel ans Jacket. Ich möchte nicht wissen, mit welchem Gift in der Siedlung dann so alles gedämmt und gepinselt wird. Ach ja, eine Hochspannungstrasse verläuft auch in unmittelbarer Nähe. Von Mobilfunk reden wir gar nicht erst, die Ökohausbesitzer wollen ja alle auch telefonieren.
    Bei uns (und wahrscheinlich woanders auch) sieht der normale Wohnungsbau jedenfalls so aus: Ziegel aufeinander kleben, PU in die zu breit gewordenen Ritzen, OSB in den Dachstuhl, Mineralwolle zwischen die Dachsparren, Polystyrol in die Hohlschicht, Vinylschaumtapeten an die Wand, PVC in die Küche und Laminat ins Kinder und Wohnzimmer und gut ist. Ach ja, weil dann keine Kohle mehr da ist, wird die Bude eben mit Pressspanmöbeln aus Schweden eingerichet. Ist ja alles erlaubt, völlig harmlos und wurde außerdem immer schon so gemacht. Alles andere wäre völlig übetrieben und Spinnerei, SBM ist eh nur Esoterik, damit brauche ich schon gar nicht zu kommen :-(

    Ausnahmen gibt es, leider noch immer viel zu selten. Zu wenig verstanden wird immer noch, das Vorsorge besser für die Gesundheit und im Endeffekt günstiger ist als Nachsorge.
    Aber wie schon mehrfach geschrieben, ich arbeite dran, dass das Bewusstsein hierfür wächst. Eine Kontrolle aller Bauphasen mit Abschlussmessungen ist da eine gute Möglichkeit, wenigstens etwas Baubiologie durchzusetzen.

    Schönen Gruss
    Rainer Bruns
  • Peter Bachmann
    Peter Bachmann    Premium Member   Group moderator
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    Re^10: Neuer Gesundheitspass für Gebäude
    Gute Beispiele, dass die gute Raumluftqualität zu einem Schreckgespenst wird findet man zur Zeit in den Foren für Bauwesen und Architektur:

    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=22093203;a...

    https://www.xing.com/app/forum?op=redirect;id=22172766;artic...

    Ich bin gespannt wann die gute Raumluftqualität in den baulichen Alltag übergeht!?

    Viele Grüße aus Berlin

    Peter Bachmann
  • Dr. Rainer Bruns
    Dr. Rainer Bruns    Group moderator
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    Re^11: Neuer Gesundheitspass für Gebäude
    Hallo Peter,

    das war ja gestern abend richtig anstrengend, alle Diskussionen auf den verschiedenen Plattformen zu verfolgen ;-)

    Die vorgebrachten Ausagen und (Pseudo-)Argumente belegen aber meine oben beschriebenen Erfahrungen. Viele haben es leider immer noch nicht verstanden, dass ein Umdenken dringend erforderlich ist. Die vielen aktuellen Fälle belegen diese Forderung. Das ungebremste Vertrauen in industriefreundliche staatliche Regelungen ist schon erschreckend und zeigt deutlich, dass aus Umweltskandalen der Vergangenheit nichts gelernt wurde. Jedem empfehle ich dazu mal die Schrift "Späte Lehren aus frühen Warnungen: Das Vorsorgeprinzip 1896-2000" der Europäischen Umweltagentur zu lesen. http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/dateien/2697.h...
    Ich hoffe, die Berliner Tagung trägt wenigtens etwas zur Bewusstseinsänderung und vor allem zu Verhaltensänderungen bei.

    Schönen Gruss
    Rainer Bruns
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  • Peter Bachmann
    Peter Bachmann    Premium Member   Group moderator
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    Re^12: Neuer Gesundheitspass für Gebäude
    Nun wird im Hause des Bundesumweltministeriums über eine Förderung der Innenraumluftqualität durch die KfW diskutiert. Dies kann ein sehr spannender Ansatz sein. Dies wurde in Berlin auf der letzten Konferenz für Innenraumhygiene angesprochen.
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