Work-Life-Balance

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  • Dr. Horst G. Kaltenbach
    Dr. Horst G. Kaltenbach    Premium Member   Group moderator
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    burn out - Ausrede
    Hallo Talentgemeinde,

    möchte zu diesem Thema mal etwas provokatives, aber im Grunde Stimmiges beitragen:

    Der größte Teil der so armen Burn out Opfer, erliegt ldiglich seinen genetisch bedingten Neurosen. Diese wiederum sind Schatten von typischen Stärken. Menschen neigen dazu, ihren Neigungen bzw. Stärken Energie zuzuführen und diese von den unterbelichteten Fähigkeiten abzuziehen. Wenn sich das dramatisch verstärkt, kommt es zum psychischen Gau:

    Die neurotischen Typen:
    1. Die Zwanghaften möchten täglich alles im Detail unter Kontrolle haben - Übertreibung führt zum Burn out
    2. Die Depressiven möchten jeden Tag jemandem ungefragt helfen - dto
    3. Die Schizoiden möchten jeden Tag die klügsten der Klugen sein - dto
    4. Die hysterischen Narzistischen möchten jeden Tag als die Größten verehrt werden - dto

    So what, was ist zu tun? Die Neurose wieder in konstruktive Energie umwandeln. Gar nicht so schwierig, wenn man sích täglich Fremdbild aus seiner Umgebung holt - schmerzt halt etwas

    Grüße vom Karriere-Doc - euer Horst
    This post was modified on 22 Aug 2009 at 01:12 am.
  • Markus Frey
    Markus Frey    Premium Member   Group moderator
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    Re: burn out - Ausrede
    Ich denke, dass über diesen Beitrag kaum sachlich diskutiert werden kann, ohne ein paar Zusatzinformationen zu haben. Zunächst muss geklärt werden, dass die Neurose eine Erkrankung ist und die oben gewählten Begrifflichkeiten unter "Die neurotischen Typen" ja auch aus der Neurosenlehre stammen. Der Psychoanlytiker Fritz Riemann von dem dieses Modell stammt, wollte damit allerdings eine allgemeine Typologie vorlegen, d.h. dass wir alle einem dieser vier Typen bzw. Mischformen davon zuzuordnen sind.

    Dann zum Thema Burnout. Dieser ist zwar nach wie vor keine eigenständige "anerkannte Krankheit" wie irrtümlicherweise oft zu lesen ist, sondern ein Einflussfaktor, der aber nichtsdestotrotz sehr ernst zu nehmen ist, da dieser Einflussfaktor zu weiteren schweren Erkrankungen führen kann (und es oft auch tut). Beispielhaft sei an dieser Stelle die mit einem Burnout einhergehende Nebennierenerschöpfung genannt, die leider aufgrund ungeeigneter Untersuchungsmethoden oft nicht erkannt wird. In dieser Phase werden nicht mehr zuviel sondern zuwenig Stresshormone produziert. Wer hier einem Betroffenen mit "Du musst nur deine Neurose wieder in konstruktive Energie umwandeln" begegnet, handelt verantwortungslos, erst recht wenn er dies noch mit dem Zusatz "gar nicht so schwierig" versieht. Im fortgeschrittenen Burnout-Stadium schafft es kaum jemand ohne professionelle Unterstützung.
    Beste Grüße,
    Markus Frey

    PS Gerade bei Neurosen spielen genetische Faktoren kaum eine Rolle.
    This post was modified on 26 Aug 2009 at 08:31 am.