Health Care: Service & Management
Posts 1-3 of 3
-
Klaus-Dieter Thill Premium MemberThe company name is only visible to registered members.In der ärztlichen Fachpresse wird mit zunehmender Intensität - auch von ärztlichen Verbänden und Interessenvertretungen - darauf hingewiesen, dass niedergelassene Ärzte ihre Zurückhaltung dem Internet gegenüber aufgeben sollen. Begründet wird dies mit der zunehmenden Nutzung des Netzes durch Patienten und Gesundheitsinteressierte.16 Apr 2012, 6:53 pmÄrzte ins Netz: Aber mit Konzept!
Die Forderung ist zutreffend, allerdings folgt fast immer in der nächsten Stufe der Argumentation das eigentliche Ziel der Empfehlung: das mehr oder weniger geschickte Angebot zur Buchung einer Internetadresse für x-Euro pro Monat oder der Besuch eines Seminars zur Gestaltung einer Praxis-Homepage.
Auch das ist - oberflächlich betrachtet - richtig: eine Praxis sollte im Netz präsent sein. Aber diese Simplifizierende Input-Output-Betrachtung wird und kann die eingangs beschriebene Zurückhaltung nicht verändern und vor allem den Ärzten nicht helfen, denn die Empfehlungen propagieren in der Regel einen isolierten Instrumenteneinsatz (Homepage), dem jedoch ein konzeptioneller Überbau fehlt. Der Einsatz einer Präsenz bedarf einer Praxis-Internetstrategie, die in die Gesamt-Strategie integriert ist. Erst wenn das Verständnis hierfür bei Praxisinhabern geschaffen ist, wie alle Praxismanagement-Instrumente einschließlich der Internetmedien zusammen synergistisch wirken, kann der Nutzen einer eigenen Internetseite überhaupt erkannt werden. Dazu gehört im Übrigen auch die Nutzung aller für Ärzte einsetzbaren Internetmedien (z. B. Arzt-Bewertungsportale), nicht nur die Betrachtung einer Homepage.
Hinzu kommt: die Nutzendarstellung für Praxis-Internetpräsenzen basiert i. d. R. auf globalen Parametern, z. B. wie viele Patienten bereits medizinische Internetangebote wahrnehmen. Ärzte interessiert aber vor allem, wie diese Medien ihre eigene Arbeit ganz konkret unterstützen und wie sich ihr Einsatz auf den Praxiserfolg auswirkt.
Ebenso wird nicht über die Qualifizierung der Praxisteams für den Einsatz der Instrumente gesprochen. Die Buchung einer Seite bei einem Provider, die Gestaltung des Auftritts und die Veröffentlichung helfen keiner Praxis weiter. Wenn für jede Veränderung die Hilfe eines Experten benötigt wird, die natürlich auch bezahlt werden muss, sinkt das Interesse schnell. Aber es ist nicht der finanzielle Aspekt allein.Internet-Arbeit lebt von Reaktionsschnelligkeit und Patientennähe. Dafür müssen die Praxis-Mitarbeiterinnen aber selbst mit den Medien umgehen (können).
Erst wenn alle drei Aspekte berücksichtigt sind, wird Internet-Marketing zum integrierten Bestandteil modernen Praxismanagements und nutzt den Ärzten.
-
Charly Kahle Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Tatsächlich ist eine Konzeption doch der Kern aller Kommunikationsmaßnahmen der Praxis - auch im Web. Wer die eigenen Bedürfnisse (bzw. die der Praxis) und die der Patienten nicht berücksichtigt und passgenau anspricht, wird mit einem Webauftritt kaum mehr erreichen als Geld zu versenken. Das gilt aber auch für manche Flyer zu individuellen Gesundheitsleistungen, Info-Abende oder Patienten-Seminare.16 Apr 2012, 8:45 pmRe: Ärzte ins Netz: Aber mit Konzept!
Aus der Online-Praxis kenne ich selbst Beispiele, bei denen Ärzten vermeintlich gute Domains verkauft oder vermietet werden. Hier wird die Unkenntnis vieler Kunden ausgenutzt. Nicht nur deshalb ist es meines Erachtens die Aufgabe seriöser Beratung, mit durchdachten Konzeptionen für Ärzte Praxen und Kliniken nachhaltig und messbar Werte zu schaffen.
-
Thomas Kummer Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Besonders interessant und lohnenswert wird der Zugang zum Netz zudem dann, wenn auch die online Betreuung und Überwachung von z.B. chronisch kranken Patienten ermöglicht wird. Hier können echte Mehrwerte für Arzt und Patient entstehen.16 Apr 2012, 11:47 pmRe: Ärzte ins Netz: Aber mit Konzept!
